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UniSPIEGEL-Kolumne: Veganer-Keile mit der Rinderkeule

DPASuppe und Brot waren gestern, heute verlangen Studenten mehr vom Mensa-Essen - am besten Ratatouille von glücklichen Zucchini. Um ihre Kantine zu korrektem Öko-Kochen zu erziehen, rief der Gelsenkirchener Asta zum Futter-Boykott auf. Guido Kleinhubbert findet das Banane.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...843784,00.html
  1. #1

    Ökodiktatur

    Übrigens hätte ich sicherlich nicht beim Boykott mitgemacht. Mir reicht normales Essen. Als ich selbst studiert habe, da konnte man das Öko-Vollwertessen getrost als "Biotonne querbeet" bezeichnen. Der Abschuss war "Currywurst vegetarisch". Von so etwas habe ich dann auch schlicht die Finger gelassen.

    Ich wünsche jedenfalls nicht, von solchen Möchtegern-Ökodiktatoren erzogen zu werden.
  2. #2

    "Suppe und Brot"

    Wann soll denn das gewesen sein?

    Die Mensen, die ich kenne (Konstanz, Freiburg, Fribourg/CH, Bern/CH, Trier), rangieren von "sehr gut" (Konstanz) bis "nicht essbar" (Freiburg),
    aber nur "Suppe und Brot" gab es nirgends ...
  3. #3

    optional

    Ich frage mich, wann der Autor das letzte mal in einer Mensa oder Kantine gewesen ist? Wahrscheinlich, als der Kaiser noch Wilhelm hieß und nicht Franz. Das vegetarische Essen in der Mensa ist schon seit vielen Jahren eine gute alternative auch für uns Nicht-Vegetarier und Fleisch und Gemüse kommen auch meist vom ökologisch überwachten Vertragsbauern.
  4. #4

    Folienkartoffeln

    Hm.... Folienkartoffeln sind doch Kartoffeln, die in Alufolie einzeln verpackt gebacken werden, oder?
    Wenn der Redakteur dieser Kolumne sich nicht mit dem Begriff ("Back-Kartoffel" - "Folien-Kartoffel") geirrt hat, dann wurden da größere Mengen an Alufolie benutzt, und bei der üblichen Eß-Disziplin vermutlich nicht hinterher getrennt dem Aluminium-Recycling zugeführt. Jedenfalls befürchte ich genau das.
    Hoffentlich waren die Kartoffeln denn aus ökologischem Anbau. Wenn das auch geschmackliche sicher mal was anderes ist - es fehlen einige Vitamine und Mineralien, wenn man zu den Folienkartoffeln nichts grünes dazu ißt....

    Es ist ja nicht so, daß eine Mensa eine gewinn-orientierte Aktiengesellschaft ist, der man mit einem Boykott mal einen Dämpfer versetzt, sondern eine subventionierte Anstalt, deren Auftrag es ist, günstig Studenten zu verpflegen (und dabei nichts wegzuwerfen!!!). Unter diesem Gesichtspunkt ist an dem Eintopf mit Resten vom Vortag überhaupt nichts einzuwenden.
  5. #5

    Dieser Artikel ist ein Tiefpunkt in Sachen Recherche und Wiedergabe, der selbst meine schlechten Erwartungen unterbietet.

    1. Die richtige Schreibweise ist AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss), wobei das allerdings der mir unverständlichen "Hauspolitik" des Spiegel zum Opfer gefallen sein könnte, nach der in Abkürzungen wie EHEC und ACTA (zwei Beispiele, die mir aufgefallen waren) jegliche Großschreibung nach dem ersten Buchstaben wegrasiert wird.

    2. Es wird völlig vernachlässigt, anzugeben, zu welcher Hochschule dieser AStA gehört, eine eigentliche notwendige Information zur Identifikation des Subjekts. Eine kurze Recherche ergibt die "Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen".

    3. Recherchiert man ein wenig über den Streik, so findet man schnell heraus, dass es um mehr ging als um Qualität und Zutaten des Essens. Vor allem gab es einen konkreten Anlass für den Streik, nämlich eine Preiserhöhung. Einen besserer Artikel habe ich auf http://www3.fh-gelsenkirchen.de/JPR/...eu.php?id=4533 gefunden.

    Selbst wenn die Darstellung des Autors stimmen würde, hätte ich Verständnis für den Streik, denn wie sonst soll man gegen schlechte Qualität des Essens protestieren? Einziger gültiger Kritikpunkt, wenn er denn stimmt, wäre die späte Information. Aber auch da habe ich meine Zweifel. Der Streik wurde z.B. auf http://www.asta-weho.de/akafo-streik-2.html angekündigt.

    Mein Fazit: schnell heruntergeschriebenes, subjektives Gewäsch, Lücken in der Recherche durch Klischees aufgefüllt, und alt (der Streik fand am 14.6. statt) – als Verantwortlicher eines "Nachrichtenmagazins" würde ich weder Geld zahlen noch meine Website für diesen Text zur Verfügung stellen.

    Ich war übrigens in meiner langen Unizeit treuer Besucher "meiner" Mensa.
  6. #6

    Wenn der Spiegel auf solche Autoren angewiesen ist

    dann hat er bald das BILD Niveau vollends erreicht.
    Ich würde Guido Kleinhubbert empfehlen zur BILD rüberzumachen.
  7. #7

    Mensa

    Sicher hat sich die Qualität des Essens in den letzten Jahrzehnten verbessert. Schließlich wird auch zu Hause nicht mehr nur altes Brot und Sauerkraut gegessen. Vegetarische Gerichte anzubieten ist Standard und manchmal sind sie sogar essbar. Auch noch auf Veganer Rücksicht zu nehmen, ist schon fast Luxus.

    In den mir bekannten Mensen war und ist aber trotzdem noch großer Spielraum nach oben. Auf der einen Seite billigster Standardfraß, den es so bestimmt schon vor 30 Jahren gegeben hat (etwa paniertes Schnitzel, Quarkkartoffeln, Spagetti Bolognese). Auf der anderen Seite dann kreativ angerichtete "Spezialgerichte", sogar auf richtigen Tellern (!), die sich preislich allerdings nur die Dozenten leisten können.
    Ein gesunder Mittelweg wäre wünschenswert.
  8. #8

    Tja

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    "Suppe und Brot"

    Wann soll denn das gewesen sein?

    Die Mensen, die ich kenne (Konstanz, Freiburg, Fribourg/CH, Bern/CH, Trier), rangieren von "sehr gut" (Konstanz) bis "nicht essbar" (Freiburg),
    aber nur "Suppe und Brot" gab es nirgends ...
    vielleicht haben sie ganz einfach einen zu kurzen Zeithorizont.
    Den 60er Jahre Mensa-Eintopf mit Brot werde ich in meinem Leben nicht vergessen.
  9. #9

    Umerziehung

    Das Essverhalten der Studierenden ändert sich doch ganz von selbst im Laufe der Zeit, und die Mensen reagieren darauf auch - nur eben nicht so schnell. Umerziehungsversuche durch Funktionäre zur Förderung besonders radikaler Ernährungsideologien bewirken vielleicht eher das Gegenteil - Stichwort Reaktanz. Ohne bewerten zu wollen, ob vegane Ernährung nicht vielleicht doch streckenweise Vorteile bringt.

    Davon abgesehen bitte ich alle Mitleser, bei dieser Studie der Uni Mainz mitzumachen. Es geht um das Thema Vorratsdatenspeicherung.

    http://www.unipark.de/uc/grgrue/839b/








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