Forum


 

Union Berlin: Die Seelenverkäufer von Köpenick

Ein Zweitligist betritt Neuland im deutschen Profifußball: Union Berlin verkauft sein Stadion an die eigenen Fans. Sie sollen Aktionäre werden, dabei*gelten die Anhänger des Clubs als besonders kommerzkritisch. Kann das Modell funktionieren?

http://www.spiegel.de/sport/fussball...796469,00.html
  1. #1

    Endlich mal weitergedacht...

    Ich muss Herrn Zingler mal loben. Nach all den Negativschlagzeilen um seine Person scheint er mal echt ein theoretisch zu funktionierendes Konzept gefunden zu haben.

    Ich als Mitglied kann diesem Plan nur zustimmen. Man bewahrt auf jeden Fall Glaubwürdigkeit und Tradition. Das Gerede von Kult usw. will ich hie rnicht beloben, weil das immer durch die Medien kommt und somit in den Dreck gezogen wird. das man hier einen anderen Weg geht, als so gut wie jeder andere Profifußballverein in Deutschland macht einen Unioner auch irgendwo stolz, denn Fußball in Reinkultur sollte nicht in der FirmaXY-Arena stattfinden, dafür wäre ich auch mir zu schade.

    Das einzige was an dem Konzept problematisch erscheint, ist der Preis. 500€ sind nicht gerade wenig und der Unionfan an sich ist kein Besserverdiener wie es teilweise im Westteil der Stadt der Fall ist. Es ist ja auch eine Investition in den Verein, aber 5000 Aktien bei knapp 7000 Mitgliedern ist positiv kalkuliert. Ich für meinen Teil werde mir eine holen, auch wenn es ein Loch in die Finanzen reißt.

    Und niemals vergessen Eisern Union!
  2. #2

    Häh?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Zweitligist betritt Neuland im deutschen Profifußball: Union Berlin verkauft sein Stadion an die eigenen Fans. Sie sollen Aktionäre werden, dabei*gelten die Anhänger des Clubs als besonders kommerzkritisch. Kann das Modell funktionieren?

    http://www.spiegel.de/sport/fussball...796469,00.html
    Aus meiner Sicht leider ein sehr tendenziöser Artikel.

    Das Konzept ist gut und hat gerade nichts mit reiner Kommerzialisierung zu tun. Die Fans werden Anteilseigner an der Tribüne und nicht irgend ein großes Wirtschaftsunternehmen, was dann einen "Langnese-Familienblock" draus macht. Die Fans erhalten ein Mitspracherecht als "Aktionäre" und es wird grundsätzlich verhindert, dass sich große Wirtschaftsunternehmen einfach in den Verein einkaufen und die Entscheidungsmacht an sich reißen. Es wird also die Fanbasis gestärkt. Und jetzt, liebes SPON-Team, erklärt mir bitte, wo das etwas mit der derzeitig überall um sich greifenden Kommerzialisierung und Kapitalisierung des Fußballs durch große Wirtschaftskonzerne zu tun hat... Eure Argumentation erschließt sich mir nicht...
  3. #3

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Zweitligist betritt Neuland im deutschen Profifußball: Union Berlin verkauft sein Stadion an die eigenen Fans. Sie sollen Aktionäre werden, dabei*gelten die Anhänger des Clubs als besonders kommerzkritisch. Kann das Modell funktionieren?

    http://www.spiegel.de/sport/fussball...796469,00.html
    War es nicht so, dass bei Union viele der Fans für Lau das Stadion mitgebaut haben? Ich fände es daher fair, wenn gerade diesen Leuten die Aktien zu einem Vorzugspreis angeboten werden.
  4. #4

    Deldenk

    Wie ist eigentlich gewährleistet, daß diese Aktien nicht durch Weiterverkauf in andere, falsche Hände geraten? Vinkulierte Namensaktien etwa?
  5. #5

    Beschränkung

    Zitat von Breen Beitrag anzeigen
    Wie ist eigentlich gewährleistet, daß diese Aktien nicht durch Weiterverkauf in andere, falsche Hände geraten? Vinkulierte Namensaktien etwa?
    Aktien halten dürfen nur Vereinsmitglieder und Sponsoren und dann jeweils auch nicht mehr als 10 Stück. Über eine zusätzliche Namensbindung als Sicherung wird derzeit noch diskutiert.
  6. #6

    .

    Schöne IDee und wird sicher klappen.

    Gerade die Streuung des Besitz unter den Mitgliedern führt ja dazu dass sowohl kommerzuielle Abschöpfung, als auch Spekulation zumindest stark erschwert wird.

    Damit sollte das Stadion zumindest vom Besitzrecht her die nächsten Jahre sicher sein.
  7. #7

    Vererbt

    Zitat von nr.3 Beitrag anzeigen
    Aktien halten dürfen nur Vereinsmitglieder und Sponsoren und dann jeweils auch nicht mehr als 10 Stück. Über eine zusätzliche Namensbindung als Sicherung wird derzeit noch diskutiert.
    Namensbindung wird schwer, da Aktien auch vererbt, veräußert usw. werden können. Allerdings kann dies durch eine Bindung an die Mitgliedschaft erreicht werden.
  8. #8

    Bitter

    Union Berlin hat für dieses Konzept deutschlandweit positives Feedback erhalten. Klar, dass da SPON gegensteuern muss. Und da sich kein richtiges Haar in der Suppe finden lässt, werden irgendwelche Schuppenpartikel zusammengeklaubt, um daraus einen faden Beigeschmack zu kreieren. Am besten fängt man schon mit einer negativ konnotierten Überschrift an. Irgendein Geschmäckle werden wir der Sache schon andichten können. Schade!
  9. #9

    Viele Gruesse nach Berlin

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Zweitligist betritt Neuland im deutschen Profifußball: Union Berlin verkauft sein Stadion an die eigenen Fans. Sie sollen Aktionäre werden, dabei*gelten die Anhänger des Clubs als besonders kommerzkritisch. Kann das Modell funktionieren?
    Interessantes Konzept! Und mutiger Schritt von Union. Wuensche dem Verein viel Erfolg damit und freue mich, dann mal zu Besuch zu kommen.
    Schade, dass aehnliches nicht in Dresden versucht wurde. Haette viel Hick-Hack (ongoing) und Kosten (ebenfalls ongoing) vermeidet...abgesehen davon, dass wir dann ein Dynamo-Stadion haetten.








TOP



TOP