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Unicef-Kinderstudie: Generation der Pessimisten

Bildung, Jobs, Sicherheit: Objektiv betrachtet geht es Kindern in den meisten Industrieländern gut - doch ihre eigene Wahrnehmung ist eine andere. Eine neue Unicef-Studie zeigt: Nirgendwo beurteilen Jugendliche ihre Zukunft so pessimistisch wie in Deutschland.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...671590,00.html
  1. #1

    Wen wundert es?

    Jammern, Noergeln, Selbstmitleid sind des Deutschen liebste Beschaeftigung. Und geht es jemanden besser, dann wird sie Sozialneidkeule geschwungen.
    Die Deutschen muessen lernen wieder den Arsch hoch zu kriegen und nicht immer andere fuer ihr "Leid" verantwortlich zu machen. In Deutschland hoert man immer nur Negatives, immer machen die sich verrueckt.
    Waldsterben, Ozonalarm, Ozonloch, Klimakatastrophe, und-und-und.
    Ein manisch depresives Land, das selbst Besucher krank macht ;)
    Fuer Amerikaner ist ein halbes Glas Wasser halb voll, fuer Deutsche halb leer.
  2. #2

    Pessimismus sieht aber anders aus...

    Wenn man sich die Tabelle der Studie ansieht, dann liegt Deutschland dort auf dem 8. Platz und bei der Einschätzung des "Subjektiven Wohlbefindens" auf Platz 9. Ich nenne das folglich eine realistische, aber keineswegs pessimistische Einstellung. Die drittplazierten Finnen kommen beim "Subjektiven Wohlbefinden" z.B. nur auf Platz 10.

    Zum Pessimismus tragen wohl eher solche griesgrämigen Überschriften bei.

    http://www.unicef.de/deutschland2010.html
  3. #3

    Zukunft besteuert!

    Warum sollten die Jugendlichen in Deutschland nicht pessimistisch sein, schließlich tut der Staat und die Gesellschaft so einiges um den Blick in die Zukunft zu trüben.
    Nicht nur so plakative Zukunftssteuern wie die Bildungsmaut schlagen aufs Gemüt. Selbstbedienungsmentalität beim Schuldenmachen, wahnwitzige Subventionsspiralen, Unverantwortlicher Umgang mit Steuergeldern, Reformunfähigkeit und Korruption der Politiker (Nicht nur die monetäre Käuflichkeit, sondern auch die Bereitschaft für Ideologische oder persönliche Ziele zu verkaufen und verraten)
    Eine intolerante Gesellschaft die sich nur den Gesetzen beugt, anstatt von innen heraus tolerant zu sein. Hundekot auf dem Bürgersteig ist ein geringeres Ärgernis als die Gegenwart von Kindern und Jugendlichen.

    Junge Menschen sind einem Konkurrenzkampf mit den alten Generationen ausgesetzt in dem sie wegen fehlender politischer Macht chancenlos dastehen. Es ist ein großes Glück, das die allgemeine Gewaltbereitschaft in den jungen Generationen abgesehen von einzelnen Extremerscheinungen doch deutlich geringer ist als die der 68 und älteren Generationen. Sonst würde sich der Zukunftspessimismus weniger in Umfragewerten und mehr wie in Frankreich mehr durch brennende Autos und Straßenschlachten manifestieren!
  4. #4

    ...

    Zitat von suum.cuique Beitrag anzeigen
    Jammern, Noergeln, Selbstmitleid sind des Deutschen liebste Beschaeftigung. Und geht es jemanden besser, dann wird sie Sozialneidkeule geschwungen.
    Die Deutschen muessen lernen wieder den Arsch hoch zu kriegen und ....
    ... dazu kommt die extreme reglementierung jedes lebensbereiches hierzulande. der gedanke, man ist für sein eigenes leben selbst verantwortlich, und kann es in die eine oder andere richtung selbst steuern , kommt da bei vielen gar nicht erst auf ("der doktor hat gesagt, ich muss mit dem rauchen aufhören ...").
  5. #5

    Bindungsarmut ist auch Armut

    Kinder fühlen sich fehl am Platz? Wie anders soll sich denn ein Kleinkind fühlen, welches beim morgendlichen Abschied seiner Eltern weinend zurück auf deren Arm strebt, und es aber trotzdem für Stunden ohne seine Vertrauenspersonen in einer Gruppenanstalt bleiben muss - eine gefühlte Ewigkeit lang. Die Bedürfnisse kleiner Kinder nach emotionaler Geborgenheit werden eklatant missachtet, und die derzeitige Politik zementiert diesen Missstand aktiv und bewusst.

    Familiennetzwerk-Statements, Familienverbände- und Familienpartei-Appelle verhallten bisher ungehört. Ob die Ergebnisse der Unicef-Studie dies endlich zu ändern vermag?
  6. #6

    Pessimisten ?

    Viele Jugendliche sind in meinen Augen träge, verwöhnt, faul, frech und dumm !
    "Hörst du alter ey" !
    Ja sorry, aber was soll das werden, "die" haben auch keine Zukunft.

    Wenn ich mir dagegen meine Kinder und deren Freunde so anschaue, dann wird mir warm ums Herz. Die haben Träume, Ideen und setzen diese auch um.
    Die kommunizieren auch mit ihren Eltern, reden und besuchen die Großeltern, kümmern sich einfach. Egal ob der Job neben dem Studium noch so stressig ist. Trotzdem sind sie alle da wenn wieder mal, wegen dem Studium, oder einer gescheiterten Beziehung umgezogen werden muss.
    Um die mache ich mir keine Sorgen !
  7. #7

    Ich darf doch wohl bitten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bildung, Jobs, Sicherheit: Objektiv betrachtet geht es Kindern in den meisten Industrieländern gut - doch ihre eigene Wahrnehmung ist eine andere. Eine neue Unicef-Studie zeigt: Nirgendwo beurteilen Jugendliche ihre Zukunft so pessimistisch wie in Deutschland.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...671590,00.html
    ...wenn das nicht gute deutsche Tradition ist!
    Ich wäre schockiert die Umfrage wäre anders ausgegangen!
    In Sachen Pessimismus lassen wir uns doch so ohne weiteres die Butter nicht vom Brot nehmen (-;
  8. #8

    Pessimisten oder Realisten?

    Wenn nur die Hälfte der in den Medien kolportierten Zukunftsszenarien zutrifft - Klimakatastrophe, Verteilungs- und Kulturkämpfe, Vergreisung der Gesellschaft, Bankrott der Sozialsysteme -, dann scheinen mir die so genannten Pessimisten doch eher Realisten zu sein.
  9. #9

    Nur 25 Prozent?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bildung, Jobs, Sicherheit: Objektiv betrachtet geht es Kindern in den meisten Industrieländern gut - doch ihre eigene Wahrnehmung ist eine andere. Eine neue Unicef-Studie zeigt: Nirgendwo beurteilen Jugendliche ihre Zukunft so pessimistisch wie in Deutschland.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...671590,00.html
    Wie? Nur jeder vierte junge Mensch sieht schwarz für die Zukunft? Was ist da passiert? Erfüllen die Institutionen ihren Zweck nicht mehr? Wo hier doch jede Gelegenheit wahrgenommen wird, uns die Welt als eine dem Untergang geweihte zu präsentieren (von Medien, Kirchen, "Wissenschaftlern" ...), und Hartz-IV-Bezieher oder Geringstverdiener 95 Prozent der Bevölkerung auszumachen scheinen, wenn man den Anteil der öffentlich artikulierten Interessen zum Maßstab nimmt (die restlichen kriegen Managergehälter oder Boni).
    Glückwunsch an 75 Prozent der jungen Leute, die offenkundig geballtes Maß an Medienkompetenz, -resistenz oder -abstinenz besitzen!


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