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Uni-Veteran unter Bachelorstudenten: Schlau, aber glücklich

Gero HeckerEr hat allerlei studiert, dann wehte es ihn in die Welt hinaus. Nach langer Uni-Auszeit kehrt Markus Flohr ins Studium zurück. Als Magister-Fossil im Bachelorstudium reibt er sich verdattert die Augen: Warum sind die alle so jung? Wie jetzt - Anwesenheitslisten? Und wer ist bloß dieser Audimax?

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...834221,00.html
  1. #50

    Zitat von MickyLaus Beitrag anzeigen
    Es geht nicht gegen die Bachelor-Studenten sondern gegen das Lernen an der Uni heutzutage. Das ist schon fast so krass wie in Südkorea heute. Das Allerschlimmste: fast allen machen mit (vor allen die braven und fleißgen Lieschen, Typ Honigsammlerin).
    Nur weil die Wirtschaft Leistung propagiert wird eine Generation gleichgeschalteter Dronen herangezüchtet. Die es auch noch geil findet sich in Listen einzutragen, Hausaufgaben zu machen und Credits zu hamstern. Dieser Artikel ist sicher nicht übertrieben: "Ist das klausurrelevant? "Diese Frage ist fast schon von klassischer Dümmlichkeit. Tja, Streberlieschen sind heute wohl Mainstream.

    Anwesenheitslisten gehören zerissen und verbrannt.
    Erst schreiben Sie "Es geht nicht um die Bachelor-Studenten", um in den folgenden beiden Absätzen auf persönlicher Ebene auf genau diese einzuhauen?

    Ich kann da bennobenzen absolut zustimmen: Man mag das neue System gut oder schlecht finden, aber es macht keinen Sinn ständig nur drauf einzudreschen. Ich war anfangs auch sehr skeptisch, hab mich geärgert, dass mein angestrebter Studiengang auf Bachelor umgestellt wurde. Aber im nachhinein bin ich doch sehr zufrieden, und fühle mich in keinster Weise benachteiligt oder schlechter vorbereitet gegenüber DiplIngs in meiner Firma. Man muss sich nur mit dem neuen System befassen, sich damit abfinden und schauen wie man damit umgeht. Das hat auch mein Arbeitgeber getan, und fährt nach meiner Einschätzung sehr gut damit.

    Btw.: Ich besitze trotz Bachelor eine eigene Meinung, sowie Freunde, Hobbies und ein Privatleben.
  2. #51

    Zitat von MickyLaus Beitrag anzeigen
    Es geht nicht gegen die Bachelor-Studenten sondern gegen das Lernen an der Uni heutzutage. Das ist schon fast so krass wie in Südkorea heute. Das Allerschlimmste: fast allen machen mit (vor allen die braven und fleißgen Lieschen, Typ Honigsammlerin).
    Nur weil die Wirtschaft Leistung propagiert wird eine Generation gleichgeschalteter Dronen herangezüchtet. Die es auch noch geil findet sich in Listen einzutragen, Hausaufgaben zu machen und Credits zu hamstern. Dieser Artikel ist sicher nicht übertrieben: "Ist das klausurrelevant? "Diese Frage ist fast schon von klassischer Dümmlichkeit. Tja, Streberlieschen sind heute wohl Mainstream.

    Anwesenheitslisten gehören zerissen und verbrannt.
    Erst schreiben Sie "Es geht nicht um die Bachelor-Studenten", um in den folgenden beiden Absätzen auf persönlicher Ebene auf genau diese einzuhauen?

    Ich kann da bennobenzen absolut zustimmen: Man mag das neue System gut oder schlecht finden, aber es macht keinen Sinn ständig nur drauf einzudreschen. Ich war anfangs auch sehr skeptisch, hab mich geärgert, dass mein angestrebter Studiengang auf Bachelor umgestellt wurde. Aber im nachhinein bin ich doch sehr zufrieden, und fühle mich in keinster Weise benachteiligt oder schlechter vorbereitet gegenüber DiplIngs in meiner Firma. Man muss sich nur mit dem neuen System befassen, sich damit abfinden und schauen wie man damit umgeht. Das hat auch mein Arbeitgeber getan, und fährt nach meiner Einschätzung sehr gut damit.

    Btw.: Ich besitze trotz Bachelor eine eigene Meinung, sowie Freunde, Hobbies und ein Privatleben.
  3. #52

    Zitat von helferlein_pdm Beitrag anzeigen
    Aber wie soll man so ein Studium in der Regelstudienzeit durchziehen, wenn der Dekan am ersten Tag bereits den Studenten die Pistole an die Brust setzt und sagt: "Für euch gibt's jetzt nur noch das Studium, wer nebenbei arbeiten gehen möchte, ist hier falsch." Nicht jeder Student bekommt Bafög oder kriegt den kompletten Unterhalt von Mama und Papa finanziert.
    Für Dozenten eines Nicht-NC-Faches stellt es sich so dar:

    1. Ich muss jeden nehmen - unabhängig von seinen Vorkenntnissen und Begabungen.

    2. Ich muss alle in drei resp. vier Jahren durchschleusen. Der Fetisch der Regelstudienzeit.

    3. Absolventen sollen aber ein bestimmtes Niveau nicht unterschreiten. Genau dafür steht ja ein universitäres Examen. Und genau darauf verlässt sich auch ein künftiger Arbeitgeber.

    Jedes Kind versteht, dass man alle drei Ziele gleichzeitig nicht realisieren kann. Dann noch als Punkt 4. zu verlangen, dass auch diejenigen in der Regelstudienzeit einen Abschluss machen können, die sich nur teilzeitweise dem Studium widmen können: das ist dann endgültig ein Ding der Unmöglichkeit.

    Ich verstehe Ihren Unmut und teile ihn auch. Aber Sie sollten nicht auf den Dekan böse sein (so taktlos seine Bemerkung auch sein mag), sondern auf eine Gesellschaft, die nicht willens ist, Ihnen eine Studienfinanzierung zur Verfügung zu stellen, die es Ihnen erlaubt, sich tatsächlich dem Studium so zu widmen, wie es nötig ist.
  4. #53

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Normalerweise lässt man sich bei einem Auslandsaufenthalt vorübergehend von der Hochschule vom Studium beurlauben.
    Dann ist der Semesterzähler angehalten.
    So war das jedenfalls, als es noch Diplome gab.
    Geht das nicht mehr?
    Natürlich geht das noch! Das weiß nur keiner, weil man den Studenten jahrelang erzählt hat, es sei bei einem Auslandsstudium unabdingbar, dass es sich nahtlos ins Studium zu Hause einfüge, man ganz normal weiterstudiere und alles anerkannt werde. Um Himmels willen, bloß nicht ein Jahr länger studieren! Oder am Ende gar im Ausland eine Veranstaltung belegen, die im Heimatstudum nicht vorgesehen ist, nicht anerkannt wird, keine Credit Points erbringt! Und nicht zuletzt war das ja auch ein ganz wichtiger Vorwand für die Bolognareform: dass man jetzt alles vereinheitlichen müsse, damit es letzlich völlig egal sei, ob ich das 3. Semester in Tübingen, Helsinki oder Salamanca zubringe.
  5. #54

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Natürlich geht das noch! Das weiß nur keiner, weil man den Studenten jahrelang erzählt hat, es sei bei einem Auslandsstudium unabdingbar, dass es sich nahtlos ins Studium zu Hause einfüge, man ganz normal weiterstudiere und alles anerkannt werde. Um Himmels willen, bloß nicht ein Jahr länger studieren! Oder am Ende gar im Ausland eine Veranstaltung belegen, die im Heimatstudum nicht vorgesehen ist, nicht anerkannt wird, keine Credit Points erbringt! Und nicht zuletzt war das ja auch ein ganz wichtiger Vorwand für die Bolognareform: dass man jetzt alles vereinheitlichen müsse, damit es letzlich völlig egal sei, ob ich das 3. Semester in Tübingen, Helsinki oder Salamanca zubringe.
    Und wie das geht! Sogar im Bachelorstudium! Hättte ich aber ohne einen sehr netten Thai-Sprachdozenten nicht unbedingt gewusst, der meinte nämlich bei der Einführung: "Dieses schlimme Bachelorstudium, nehmen Sie sich Ihre 2 Urlaubssemester, machen Sie etwas sinnvolles in dieser Zeit, aber bitte schließen Sie nicht nach 5 Semestern als Grünschnabel die Uni ab."
    Das hat mich durchaus inspiriert und so ging's 7 Monate nach Thailand zum Studium+Praktikum und nochmal 6 Monate in ein größeres deutsches Unternehmen für ein Vollzeitpraktikum, bei dem man auch wirklich integriert ist - im Gegensatz zu diesen hetzigen 2-Monats-Praktika in den Semesterferien.
    Und - ach schreck! - somit studiere ich seit 4 Jahren am Bachelor, bin aber trotzdem in meinem 6. Semester, eben dank Urlaubssemester und werkel auch grade an meiner Bachelorarbeit.
    Die meisten meiner Kommilitonen aus meinem ersten Semester sind weg und wirklich viele (was mich sehr schockiert hat) reagieren erstaunt und belustigt darüber, dass ich noch immer an der Uni bin. Dabei dümpeln die jetzt bei schlecht bezahlten (weil nicht mehr immatrikuliert! --> Arbeitgeber muss Abgaben zahlen) Praktika rum (mein Praktikumslohn lag bei 1000 Euro brutto=netto) oder hetzen sich durch's Masterstudium, soll ja auch am besten in drei Semestern durch sein.
    Ich habe damals übrigens keine ECTS-Transfers mit meinen Profs vor dem Auslandssemester abgeklärt. Einfach hingefahren, belegt was mir gefallen hat, bestanden und fertig. Zuhause bin ich dann zu den Profs in die Sprechstunde und die waren allein von der Tatsache eines Auslandssemesters in Thailand so begeistert, dass mir alles anstandslos anerkannt wurde. Professoren sind auch keine Unmenschen! Funktioniert so bestimmt nicht in jedem Studiengang, aber ein Auslandssemester muss nicht unbedingt verschenkte Kurse bedeuten.
  6. #55

    Zitat von reinsge Beitrag anzeigen
    Ich habe damals übrigens keine ECTS-Transfers mit meinen Profs vor dem Auslandssemester abgeklärt. Einfach hingefahren, belegt was mir gefallen hat, bestanden und fertig.
    Ja, so habe ich das seinerzeit auch gemacht.
    Zitat von reinsge Beitrag anzeigen
    Zuhause bin ich dann zu den Profs in die Sprechstunde und die waren allein von der Tatsache eines Auslandssemesters in Thailand so begeistert, dass mir alles anstandslos anerkannt wurde. Professoren sind auch keine Unmenschen!
    Na eben. Für mein Magisterstudium wurde mir auch alles anerkannt (na ja, ich war in Italien, und mein Prof in Deutschland war Italiener: der hat natürlich nicht in Frage gestellt, dass man auch an italienischen Unis, wo er selbst studiert hatte, etwas lernen kann - genug offenbar für einen Lehrstuhl in Deutschland), Probleme hat nur das Schulamt mit der Anerkennung der Scheine für mein gleichzeitiges Lehramtsstudium gemacht. Aber das war mir dann auch egal.
    Zitat von reinsge Beitrag anzeigen
    Funktioniert so bestimmt nicht in jedem Studiengang, aber ein Auslandssemester muss nicht unbedingt verschenkte Kurse bedeuten.
    Und selbst wenn: 'verschenkte Kurse' heißt ja noch lange nicht 'verschenkte Mühe' (das Wissen hat man ja trotzdem erworben) und SCHON GAR NICHT 'verschenkte Lebenszeit'.
  7. #56

    Sinn und Unsinn von Titeln

    Das mit dem Siezen kenne ich....
    Ich bin über 40, aber wenn mich wer siezt frage ich mich "will der mich beleidigen oder sehe ich wirklich sooo vergreist aus?". Ausnahme: Mein "Siezer" ist richtige Kalkleiste Typ scheintot - der hat das nicht anders gelernt.
    Ansonsten lege ich Wert darauf daß ich geduzt werde. Zum Glück ist das in meiner Branche schon immer üblich gewesen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen war bis hinaus zum CEO das Du die übliche Ansprache.
    Erschreckend genug als in einem Webforum (jaaa, genau HIER) das SIE als verbindlich festgeschrieben wurde...
    Naja, ist eben Kommerz-Web und nicht mehr usenet und Co:)
  8. #57

    Der Titel dieses Postings unterliegt der Geheimhaltung

    Zitat von MickyLaus Beitrag anzeigen
    Mädchen dominieren in der Schule und auch in der Uni.
    Jo, alle beide^^
    Im Ernst - zu meiner Zeit waren die Frauen aber sowas von in der Minderheit... Und ich höre nicht gerade daß sich da was geändert hätte.
    Allerdings war das weder ein Laberfach noch Pharma:)








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