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Uni-Präsident über den Bachelor: "Hochschulen sind keine Lernfabriken"
dpaEin neues Studiensystem wälzt Deutschlands Hochschulen um. Verschulung, Anwesenheitspflicht, zu viele Prüfungen - im Interview erklärt der Hamburger Uni-Präsident Dieter Lenzen, warum das Bachelorstudium die akademische Freiheit zerstört und er eine Master-Garantie für alle fordert.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...834469,00.html
- #20 22.05.2012 18:53 von
vergessene Kleinigkeit
Man muß Lehre und Forschung strikt trennen. Die Rechte resultieren nämlich aus der Bedeutung der Forschung. Und keineswegs aus den Pflichten in der Lehre. Unsere Hochschulen sind Sauställe, was Wissensvermittlung in überschaubarer Zeit angeht. Und das bemängelt die Wirtschaft schon seit Ewigkeiten. Verlorene Zeit.
- #21 22.05.2012 19:07 von
vergessene Kleinigkeit
Man muß Lehre und Forschung strikt trennen. Die Rechte resultieren nämlich aus der Bedeutung der Forschung. Und keineswegs aus den Pflichten in der Lehre. Unsere Hochschulen sind Sauställe, was Wissensvermittlung in überschaubarer Zeit angeht. Und das bemängelt die Wirtschaft schon seit Ewigkeiten. Verlorene Zeit.
- #22 22.05.2012 19:21 von
Bachelor = FH Diplom = ?
Ich kann zu diesem Thema nur sagen, dass meine Vorredner zwar in vielen Punkten recht haben, wie akademische Freiheit, Bulimie-Lernen oder Vertiefung des gelernten Studienstoffes ist nicht gegeben usw. Ich kann Ihnen aber nicht recht geben, wenn jemand sagt, der Bachelor FH sei nur ein Vordiplom. Bei meinem Studiengang wurde das Diplom zum Bachelor und zwar eins zu eins nur in kürzerer Zeit (von acht auf sieben Semester gekürzt, ein Praktikumsemester entfiel), steht so ähnlich auch im Diploma Suplament. Auf die Frage, ob wir jetzt mehr bzw. weniger können, kann ich nur sagen, dass das von jedem Selbst abhängt. Es gibt gute- und auch schlechte Absolventen unabhängig von den Noten und die gab es früher auch schon. Mit meinem Abschluss hatte ich keine Probleme bei der Jobsuche auch das Gehalt passte bei den meisten Arbeitgebern, Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, das war auch früher schon so. Was mich nur ein bisschen stutzig macht ist, das immer alle von vergleichbaren Studiengängen reden. Ich kann das so nicht bestätigen. Wir hatten bei uns auch etliche Studenten, die von der Uni kamen (Abbrecher, frei nach dem Motto, FH mach ich mit links), diese hatten keine Chancen und waren nach kurzer Zeit wieder weg. Auch ausländische Studenten mit guten Sprachkenntnissen hatten zu kämpfen und waren bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls in kürzester Zeit weg. So viel zu den Kreditpunkten. Auch ärgern mich diese endlosen Diskussionen Diplom höherwertiger als Bachelor --> was bei den Uni´s Realität ist, ist nicht auf alle FH´s übertragbar. Heute muss sich jeder angehende Student im Vorfeld informieren, wo er hingeht, bzw. welchen Status hat mein Abschluss an einer bestimmten FH oder UNI in der freien Wirtschaft. Und das ist leider das Traurige an dem Bologna-Prozess, statt zu vereinfachen mach es das Ganze nur komplizierter. Leider…..
- #23 22.05.2012 19:59 von
Anmerkung:
Zu
UND
Lokal betrachtet ja, global betrachtet nein! Das Problem ist, dass viele, die an der Organisation der Umstellung von Diplom auf Bachelor/Master beteiligt waren, salopp gesagt, geringe bis keine Ahnung vom angelsächsischen System hatten, welches die gleichen Begriffe (z.B. B.S. und M.S.) verwendet.
Spanien z.B. ist grade dabei, unser Duales Ausbildungssystem zu kopieren und dort aufzubauen! Etwas vergleichbares gibt es in den angelsächsischen Ländern nicht. Dort studiert man entweder, oder man ist angelernter Hilfsarbeiter.
Ein Beispiel: Forschungslabor eines großen Pharmaunternehmens
in den USA: 10 Mitarbeiter mit B.S., 10 Mitarbeiter mit Ph.D.
in Hamburg: 10 Mitarbeiter mit T.A., 10 Mitarbeiter mit Dr.
Der US-Bachelor ist das strukturelle Äquivalent zu unserem Gesellenbrief. Weil es aber soviele unterschiedliche Berufe gibt - gibt es dort z.B. auch Technical Colleges, wo man Maler oder Klempner "studieren" kann. Das sind dann "Zertifikate", wo drauf steht, dass man das dort gelernt hat... Das wäre so, als ob hierzulande die Berufsschule Kurse anbietet und die Handwerkskammer die "Urkunden" ausstellt.
Hierzulande hat die Umstellung auf Bachelor/Master, jedenfalls in den Naturwissenschaften, zu einer weiteren Komplikation geführt. Schon vorher war es schwierig, als Diplombiologe eine Stelle zu finden (deswegen promovieren in diesem Bereich auch soviele Leute): man war/ist entweder über- oder unterqualifiziert...
Preisfrage:
Wenn Sie jetzt eine Stelle in einem forschenden Pharmaunternehmen zu besetzen hätten, wen würden Sie nehmen?
- Ausbildung BTA, CTA, MTA, PTA o.ä. (ohne Berufserfahrung)
- Ausbildung BTA, CTA, MTA, PTA o.ä. (mit Berufserfahrung)
- Bachelor (FH)
- Bachelor (FU)
- Diplom (FH)
- Master (FH)
- Master (FU)
- Diplom (FU)
- Diplom (TU)
- Dr.med.
- Dr.rer.nat.
- Dr.habil.
?? - #24 22.05.2012 21:36 von
optional
Ein Bachelor von der Stange lässt sich keinesfalls in der Wirtschaft einsetzen. Praktische Erfahrung und die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten - Disziplinen die jeder Techniker beherrscht, sind kaum vorhanden. Ich vermisse den alten Dipl.-Ing. Zum Glück wird durch Bolgona alles besser.
- #25 22.05.2012 21:39 von
Preisantwort
Sie haben vergessen mitzuteilen, was der Anwärter zu tun hat. Im Normalfall ist man mit unterqualifizierten Leuten ganz gut bedient, sofern sie willig sind.
Und wenn man nach einem Menschen mit Übersicht und Denkvermögen sucht, sollte man sich nach dem Gymnasium erkundigen. Denken lernt man an Hochschulen nämlich nicht. Ganz im Gegenteil. Dort soll man sein Hirn mit irrelevantem Käse vollstpfen, daß kein Platz mehr zum Denken bleibt. - #26 22.05.2012 22:02 von
Bachelor vs. FH-Diplom
Bei einer Diplomarbeit an einer FH wird wohl auch kaum wissenschaftlich gearbeitet. Der Umfang einer Bachelorthesis ist in der Praxis (!) durchaus mit einem FH-Diplom vergleichbar bzw. diesem ebenbürtig. Es handelt sich eben nicht um einen wissenschaftlichen Abschluss, sondern um einen berufsqualifizierenden, da er - wie das FH-Diplom - im allgemeinen nicht zur Promotion berechtigt. Der öffentliche Dienst sieht das beispielsweise ähnlich, vgl. z.B. http://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/west/entgeltgruppen.html
- #27 22.05.2012 22:13 von
Blödsinn
Die Forderung, dass ein jeder Bachelor Anspruch auf einen Master Studienplatz bekommen soll, nimmt den einzigen Vorteil, den dieses unseelige Bachelor/Master Gedöhns gegenüber dem Diplom/Magister aufweist - nämlich die Möglichkeit, ungeeigneten Studierenden einen Abschluss aufzuzwingen.
Wie oft habe ich resignierend Diplom Absolventen durchgelassen, bei denen ich mir dachte "Oh Mann und sowas ist dann Diplom....". Aber wenn es das System nicht geschafft hat, diesen Aspiranten vorher klar zu machen, dass sie in dem Studiengang fehl am Platz sind, dann kann ich sie nicht in der finalen Prüfung abschiessen. Mit dem Bachelor/Master System nebst einer Notenschranke für den Zugang zum Master wäre man diese Schwachpäpste wenigstens mit Abschluss los. Und genau dieser einzige Vorteil soll jetzt abgeschafft werden ?
Schwachsinn hoch drei !!!!!!!!!!!!! - #28 22.05.2012 22:36 von
Darum...
Bei der normalen Laborarbeit gibt es zwei, maximal drei Qualifikationsniveaus - warum haben wir soviele??
Der beste prognostische Faktor für den Studienerfolg ist, falls sich das nicht verändert haben sollte, die Abiturnote, all der Eingangstests usw. zum Trotz... - #29 22.05.2012 22:45 von
Augen auf, Herr Augen auf
Die Wirtschaft findet die neue Studienordnung unsinnig.
Das war auch schon immer so.
Maximalblödheit: die einzige Weltmarke, die das deutsche Bildungssystem je hervorgebracht hat, der Dipl.-Ing. wurde
mutwillig kaputt gemacht. Von Politikern aller Couleur. Diese intellektuell gescheiterten Existenzen und Doktorabschreiber haben
auch hier Schäden im Milliardenhöhe verursacht.
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