Und er will und soll es ja auch gar nicht sein.
Das entscheidende Kriterium: Wirklich wissenschaftliches Arbeiten findet im Bachelor nie statt. Man arbeitet letztlich immer unter Anleitung, die Bachelor-Thesis ist schon vom Umfang her meistens kaum geeignet irgendwas an "wirklich eigenständiger" Arbeit zu leisten. Bis man sich überhaupt in den "Stand der Forschung" auf einem Fachgebiet eingelesen hättet, wäre so ziemlich die angesetzte Zeit auch schon vorbei ;)
Deswegen geht man (zurecht) auch in der Wirtschaft davon aus, das Diplomanden zu wirklich selbstständigem Arbeiten in der Lage sind - und zurecht war die Note bisher fast ausschliesslich von der Diplomarbeit abhängig - die Bachelor-Thesis spielt in der Gesamtbewertung keine grosse Rolle.
Nimmt man also einen erfolgreichen Diplomanden, kann man sicher sein, der hat ein Projekt erfolgreich beendet (und schafft also vermutlich auch noch eins).
Nimmt man hingegen einen Bachelor, weiss man nur, dass er offensichtlich viel in kurzer Zeit lernen konnte und sich vom Druck nicht hat abhalten lassen.
Mit akademischer Arbeit hat das natürlich nichts zu tun, letztlich muss man den Bachelor wohl eher als eine Art Grundstudium sehen.
Denn in einem Punkt ist man sich offensichtlich einig: Der Master wird keinesfalls besser als das Diplom sondern gleichgestellt behandelt, wo man mit Bachelor dann steht kann man sich also überlegen.

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