Unglückspilot Jimmy Leeward: Mit Vollgas in den Tod

Sein Absturz hat drei Menschen in den Tod gerissen, Dutzende schwer verletzt. Der Unglückspilot von Reno stammt aus einer Familie, für die Fliegen zum Leben gehörte, gründete eine Stadt, die gleichzeitig Flugplatz ist.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,786845,00.html
  1. #20

    Der Schock der keiner sein kann

    Eine schockierende Nachricht und mein Mitgefühl gilt den Opfern.
    Das eigentlich Schockierende ist allerdings, dass sich der Tod als Begleiter der Reno Luftveranstaltungen entpuppt! Es scheint dort (sowohl bei der Reno Air Show als auch dem Reno Air Race) kaum ein Jahr zu geben in dem nicht Flugzeuge niedergegangen sind und es zu Unfällen mit Toten kam.
    Das scheint den Reiz nicht zu stoppen, frei nach dem Motto "The show must go on"
  2. #21

    .

    Zitat von 1thomas Beitrag anzeigen
    Das gleiche gilt auch für Grillabende?
    Sie verkennen den unterschiedlichen Schadstoffausstoss und den Verbrauch von fossielen Brennstoffen bei den unterschiedlichen "Vergnügungen". Damit Sie Ihr Gesicht bewahren können rechnen Sie uns das vor! Außerdem sind schon reichlich Menschen auf der Erde/Welt und wieviele trägt der Planet noch mal?
  3. #22

    Zitat von heuwender Beitrag anzeigen
    Flugtage sind so unnötig wie ein Kropf.Alle quasseln von Luftverschmutzung,dann sollen diese sich auch daran halten.
    Sie sind kein Autofahrer, sondern Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs, richtig?
  4. #23

    .

    Man könnte durchaus etwas für die Sicherheit der Zuschauer machen. Einfach mehr Abstand zur Flugbahn einplanen.

    Die Geschichte vom Piloten, der noch Menschen auf der Tribüne retten wollte, klingt nett und heroisch (eben typisch USA!), hat aber nichts mit der Realität zu tun. Im Sturzflug geht bei solchen Flugzeugen gar nichts mehr. Da haben sehr viele Menschen noch mehr Glück gehabt.
  5. #24

    Wer mit dem Feuer spielt...

    Trauriger Anlass um über diese Art von Rennen zu sprechen, aber nicht nur jeder Pilot dieser Maschinen dürfte wissen wie gefährlich sein Tun ist, sondern auch jeder normal denkende Zuschauer muss sich eigentlich des Risikos bewusst sein.
    Wenn Flugzeuge im Tiefflug mit fast 900 Km/h sehr nah an den Zuschauern vorbeifliegen, ist halt selbst der kleinste Fehler potentiell tödlich. Wer das Risiko tragen möchte und dort mitfliegt oder es sich anschauen möchte muss auch bereit sein die Konsequenzen zu tragen.
    Ich denke das muss jeder für sich entscheiden. Ein Verbot oder ähnliches ist mMn. falsch. Immerhin sind die Menschen immer noch eigenverantwortlich und die Gefahr ist so offensichtlich dass jeder selber entscheiden kann ob er(sie) bereit ist diese auf sich zu nehmen.
  6. #25

    Restrisiko bleibt

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Die Geschichte vom Piloten, der noch Menschen auf der Tribüne retten wollte, klingt nett und heroisch (eben typisch USA!), hat aber nichts mit der Realität zu tun. Im Sturzflug geht bei solchen Flugzeugen gar nichts mehr. Da haben sehr viele Menschen noch mehr Glück gehabt.
    Das sehe ich auch so. Schaut man sich vor allem die Bilder an, die die Maschine kurz vor dem Aufprall zeigen sollen, sieht man eine leere Pilotenkanzel. Scheint so als wäre zu diesem Zeitpunkt der Pilot schon ohnmächtig gewesen zu sein. Womöglich durch die plötzliche hohe G-Belastung. Von daher war das wohl pures Glück, dass nicht mehr passiert ist.
    Außerdem hätte man sich auf SPON einen besseren Artikel gewünscht. Der Journalist gab sich scheinbar nicht besonders viel Mühe.

    Über Sinn und Unsinn solcher Veranstaltungen kann man sehr gern streiten, letztendlich trägt jeder die Eigenverantwortung dort hinzugehen oder eben nicht. Dennoch sollte man schon differenzieren. Dies war ein Rennen, auch wenn bei diesem Event auch Kunstflug vorgeführt wird, passierte der Unfall bei einem Air Race, also ohne waghalsige Loopings etc..
    In Deutschland unterliegen seit Ramstein Flugschauen klaren Bestimmungen, die das Risiko minimieren sollen (Mindestabstand zu den Zuschauern, etc.). Ganz ausschließen kann man es auch nicht. Das gilt aber für jede Großveranstaltung. Außerdem erhöhte sich die Zahl der Toten in Ramstein wegen chaotischer medizinischer Erstversorgung. Das dürfte in Reno auch besser abgelaufen sein.

    Der Respekt sollte erstmal den Opfern gelten. Und über Spekulationen sollte man sich auch nicht groß verlieren, bis das Unglück von Profis aufgeklärt wurde.
  7. #26

    Mal ehrlich.

    Wieso ist sowas eine Meldung bei SPON wert?
  8. #27

    Hirn einschalten

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Die Amerikaner sind nun mal nicht so hysterisch wie wir.
    Ein absolut daemlicher Kommentar im Angesicht von damals 70 und heute (vermutlich) 10 Toten sowie unzaehligen Verletzten die fuer den Rest des Lebens gezeichnet sind.
  9. #28

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach eigenen Angaben soll das Flugzeug mit seinen 3800 PS eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 885 Stundenkilometern erreichen.
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,786845,00.html
    Der Geschwindigkeitsrekord für kolbenmotorgetriebene Flugzeuge wird von einer Grumman F8F-2 mit mit 850,24 km/h gehalten! 885 km/h sind Fantasyzahlen...
  10. #29

    Eigentlich löst jede Mustang,...

    Zitat von dimetrodon109 Beitrag anzeigen
    Trauriger Anlass, aber die alten hochgezüchteten Maschienen sollten in ein Museum und nicht von selbstsüchtigen Greisen unter dem Verlust von Menschenleben vorgeführt werden.
    Der echte Warbirdfan ist mit einer Platzrunde in der Nähe des Museums vollkommen zufrieden. So ist weder ein Verlust an Leben noch ein Verlust der seltenen Maschienen zu beklagen.
    die am Boden in millionen Einzelteile zerschellt in den Augen eines selbst der Nachkriegsgeneration zugehörigen Deutschen Glücksgefühle aus. Es war schließlich die P-51 Mustang in ihren späteren Versionen, mit der es den amerikanischen Piloten gelang, den Himmel über Deutschland für ihre Viermotbomber freizukämpfen und der Luftwaffe am Ende doch das Genick zu brechen. Schade ist es mir nur um die 8 Zuschauer, unschuldige Zivilisten, die wieder wie damals 1944 von einer solchen Maschine in den Tod gerissen wurden. Aber auch wenn von der P-51 D verglichen zu ihren Ex-Gegnern Bf-109 und FW-190 noch genug Exemplare flugklar sind, solche historischen Maschinen sind zu schade, um von irgendwelchen Knallköppen zu überzüchteten Rennmonstern mit Jetgeschwindigkeit verschandelt zu werden. Und absolut ungeeignet dazu. Ferner ist ein Flugrennen in Baumwipfelhöhe bei 800km/h (selbst)mörderischer Leichtsinn und weitaus riskanter als spektakuläre Kunstflugfiguren in sicherer Höhe mit extra dafür konstruierten Flugzeugen. Unfälle wie in Rammstein 1988, Kollisionen mehrere Maschinen in niedriger Höhe passieren übrigens bei den Reno Air Races mit schöner Regelmäßigkeit. Nur weil das Kaff in der Wüste liegt, ist der Blutzoll noch nicht so hoch.