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Unglücksflug AF 447: Absturz im System

REUTERSIn schweren Turbulenzen fiel die Geschwindigkeitsmessung aus, die Piloten reagierten falsch, verloren die Kontrolle: Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht zum Absturz der Air-France-Maschine 447. Angehörige von Opfern kritisieren den Report als einseitig.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,842868,00.html
  1. #1

    Soll die BEA lügen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In schweren Turbulenzen fiel die Geschwindigkeitsmessung aus, die Piloten reagierten falsch, verloren die Kontrolle: Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht zum Absturz der Air-France-Maschine 447. Angehörige von Opfern kritisieren den Report als einseitig.

    Absturz von Air France 447: Abschlussbericht vorgestellt - SPIEGEL ONLINE
    Die BEA macht nicht nur die Piloten für den Absturz verantwortlich! Vielleicht sollte man besser den originalen Untersuchungsbericht lesen und sich weniger an der Pressekonferenz orientieren.
    Ein guter Artikel auch über frühere Zwischenberichte findet sich hier:

    Crash: Air France A332 over Atlantic on Jun 1st 2009, aircraft entered high altitude stall and impacted ocean
  2. #2

    Air France:

    "Die Crew habe in einer außergewöhnlichen Situation ihre Aufgaben bis zum Schluss erfüllt, hieß es in einer ersten Stellungnahme." Danke, Air France.
    Tatsache: Der Pilot war nicht in der Kabine, er schlief und musste zweimal aufgeweckt werden. Alles das während eines Gewitters, das andere Luftlinien vermeideten.
  3. #3

    ...

    Es wäre nicht das erste mal, wenn die (großen) Flugzeughersteller gedeckt werden. Gab auch schon ähnliche Fälle mit der NTSB und Boeing:
    1. Mayday - Alarm im Cockpit (Staffel 1. Episode 1.) Um Haaresbreite (Deutsch!!!!) - YouTube
  4. #4

    Was haben Angehörige von Opfern eigentlich für eine Kompetenz solche Untersuchungsberichte anzuzweifeln und was nützt es ihnen.

    Es gibt überhaupt keine Veranlassung bei diesem Szenario nicht das Wesentliche Versagen bei den Piloten zu suchen.

    Es ist Aufgabe von Piloten solche Störungen zu beherrschen denn es handelte sich um eine beherrschbare Situation.
  5. #5

    Zitat von Cr4y Beitrag anzeigen
    Es wäre nicht das erste mal, wenn die (großen) Flugzeughersteller gedeckt werden. Gab auch schon ähnliche Fälle mit der NTSB und Boeing:
    1. Mayday - Alarm im Cockpit (Staffel 1. Episode 1.) Um Haaresbreite (Deutsch!!!!) - YouTube
    Warum sind Verschwörungstheorien eigentlich immer das erste was kommt.

    Tatsache ist das der Ausfall der Sensoren kein unbeherrschbare Situation herbeigeführt hat, der Unfall also nur dem Versagen der Piloten zuzurechnen ist, deren wesentliche Aufgabe es ist solche Situationen zu beherrschen, sonst könnte man auch auf ihre Anwesenheit verzichten und vollautomatisch ohne Piloten fliegen.
  6. #6

    Stall?

    Auch ich als absoluter Laie weiss was Stall ist und dass man dann die Nase nach unten bringen muss. Anscheinend hat aber das Geschwindigkeitsmeßsystem nur zeitweise funktioniert und den Stall-Alarm ein- und ausgeschaltet hat, was die Piloten zu falschen Schlußfolgerungen verleitete. Nase nach oben - System fällt aus, Alarm geht aus weil keine zu langsame Geschwindigkeit mehr festgestellt werden kann, Nase nach unten - System funktioniert wieder, Alarm geht an, weil die Nase immer noch viel zu hoch und die festgestellte Geschwindigkeit zu langsam ist, falsches Feedback also. Wahrscheinlich können nur Psychologen beurteilen, wieviel "Schuld" die Piloten hatten.
  7. #7

    Das ist eine unseriöse und pauschale Wiedergabe der Ereignisse, das, was man von Medien bei der Berichterstattung über Luftfahrt gewohnt ist. Das Fliegen dargestellt als diffuses Zauberhandwerk, das nur wenige verstehen, die dann den armen Otto-Normal-Bürger mit zweifelhaften Berichten beglücken. Vielleicht würde es Ihnen nicht schaden, Herr Traufetter, einfach mal einen, nur einen Untersuchungsbericht zu studieren, so lange, bis Sie ihn verstanden haben. Aber wahrscheinlich gibt es einfach einen Interessenkonflikt: Für die einen ist ein Untersuchungsbericht eine nüchterne und präzise Analyse aller verfügbaren Erkenntnisse mit dem Ziel, die Luftsicherheit weiter zu verbessern, für die anderen ist es ein Instrument, Technologie- und Institutionsskepsis zu schüren, Vertuschungsvorgänge zu implizieren, Empörung zu generieren. Die Argumentation folgt dabei dem Motto: Was ich nicht verstehe, ist zwielichtig.
  8. #8

    !

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Was haben Angehörige von Opfern eigentlich für eine Kompetenz solche Untersuchungsberichte anzuzweifeln und was nützt es ihnen.

    Es gibt überhaupt keine Veranlassung bei diesem Szenario nicht das Wesentliche Versagen bei den Piloten zu suchen.

    Es ist Aufgabe von Piloten solche Störungen zu beherrschen denn es handelte sich um eine beherrschbare Situation.
    Gegenfrage: Welche Kompetenz haben sie, zu der Feststellung zu gelangen, dass es eine beherrschbare Situation war? Und: Wie sollen Piloten eine Situation beherrschen, auf die sie in dieser Konstellation überhaupt nicht vorbereitet worden waren?
  9. #9

    Zitat von manuelbaghorn Beitrag anzeigen
    Wie sollen Piloten eine Situation beherrschen, auf die sie in dieser Konstellation überhaupt nicht vorbereitet worden waren?
    Das ist eine bekannte und eigentlich beherrschbare Problemsituation, für die ausgebildet werden muß – oder eben zumindest müßte, auch schon nach vorherigem Wissen.

    Der kritische Punkt ist dabei, welche Prioritäten die Ausbildungstiefe und Auffrischungs-Häufigkeit einerseits und der Kostendruck andererseits bei den Airlines haben.

    Es war aber mitnichten eine unvorhersehbare, schicksalshafte Situation, die den Absturz zwingend zur Folge hatte, sondern erst die völlig falsche Reaktion der Crew. Warum diese falsche Reaktion erfolgt ist, ist der eigentliche Punkt der Untersuchung, nicht mehr das ob.


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