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Unglücks-AKW: "Fukushima sprengt die Dimension von Tschernobyl"

Ist die Katastrophe in Fukushima schlimmer als der GAU von Tschernobyl? "Ja", sagt Thomas Dersee von der Gesellschaft für Strahlenschutz. "Nein, noch nicht", meint Gerhard Wotawa von der Zentralanstalt für Meteorologie in Wien. Zwei Experten, zwei*Interviews -*zwei Meinungen.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753938,00.html
  1. #40

    °

    Zitat von AndreasC Beitrag anzeigen
    Gutem Tag
    Schauen Sie sich doch mal den Link
    http://gebweb.net/japan-radiation-map/
    an.
    Darauf sind hunderte aktuelle Messungen von Geigerzählern in Japan, die Werte werden alle 10 Minuten aktualisiert. Interssant sind vorallem die Geigerzähler zwischen Fukushima und Tokio. Wenn man auf einen klickt kann man die Grafik der Werte von z.B. letzem Monat sehen.
    Gestern habe ich die Werte gespannt beobachtet und gedacht sie müssen raufgehen, da ja der Wind Richtung Tokio geblasen hat. Sie sind aber nicht raufgegangen, sogar eher gesunken.
    Weiss jemand warum? Nützt die Kühlung ev. trotzdem?
    Auf alle Fälle, eine sehr interessante Karte. Vorallem die History.
    Der Wind hat nicht auf Tokyo gedreht.
  2. #41

    qwerz

    Zitat von Yabanci Unsur Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon viel mir beim Lesen ein Mangel ins Auge. Nach Flugzeugunfällen – um im Bild zu bleiben – werden gerne Statistiken zur Sicherheit.....
    hier unterlaufen ihnen mehrere sog denkfehler: verkehrstote sind idR sofort erledigt, wenn nicht, dann nach einer zeit x, wobei der zusammenhang zum ereignis "unfall" gegeben ist.

    bei "nuklearunfällen" (wobei ich mir nicht sicher bin, ob wir hiroshima dazu zählen sollten) sind die auswirkungen sehr viel langfristiger und nicht so stringent wie beim autounfall. was folgen sind fehl- und missgeburten, veränderungen im blutbild, krebs. und da hat uns ja schon die zigarettenindustrie jahrzehntelang vor augen geführt, dass man diesen zusammenhang bis zum äußersten leugnen kann.

    und hiroshima hat in diesem zusammenhang noch einen gravierenden unterschied zu bieten: die bombe enthielt um die 60 kg uran - in fokushima lagern wohl so 1.760 tonnen radiaktives material.
  3. #42

    Genau mein Gedanke, ich

    Zitat von sp0cky Beitrag anzeigen
    Der "Experte" Wotawa ist wohl wie er selbst sagt kein Spezialist im Bereich Reaktortechnik.
    Was soll also diese Interview-Gegenüberstellung?
    Wo bleibt die Expertenmeinung des Experten für Vollkornbackwaren???
    Oder die der vielen Experten hier im Forum?
    Das Havarie-Patent ist übrigens genial: wir mischen dem Atom-Dreck noch mehr Dreck bei, damit man ihn nach dem Abregnen gut erkennen kann. Problem dabei: Sie sollten nicht dazusagen, dass es den Fallout im eigenen Land begünstigt... wer will das schon?
    hatte allerdings an Meerschweinchenzüchter gedacht. Naja.
  4. #43

    expertenforum ...

    hier sind echte experten unterwegs wie mir scheint.
    wirklich witzig!
  5. #44

    Lesen und das Gelesene verstehen

    Zitat von frunabulax Beitrag anzeigen
    "Selbst mehrere hundert Kilometer vom Reaktorgelände entfernt hat man bis zu 1,2 Mikrosievert pro Stunde gemessen - normal sind weit unter 0,1 Mikrosievert pro Stunde. Das lässt sich nur mit einer nuklearen Kettenreaktion erklären"

    1,2 Mikrosievert/h und später ist von 100-150 Mikrosievert/h die Rede? Der Typ ist ja völlig verwirrt!

    (Ich dachte, das stark radioaktive Wasser hatte bis zu 1 Sievert/h?)
    Selbst mehrere hundert Kilometer vom Reaktorgelände entfernt hat man bis zu 1,2 Mikrosievert pro Stunde gemessen - normal sind weit unter 0,1 Mikrosievert pro Stunde.

    Die japanische Regierung hat den Bürgern freundlich empfohlen, freiwillig etwa 30 Kilometer Abstand vom Unglücksreaktor zu halten. Das ist natürlich fahrlässig, bei derzeit herrschenden Radioaktivitätswerten von immer wieder 100 bis 150 Mikrosievert pro Stunde in der Region, vor allem offenbar in nordwestlicher Richtung.

    Aber Hauptsache erst einmal rumstänkern und den "Typ" für verwirrt erklären.
  6. #45

    Alles Vereine

    Zitat von FRM Beitrag anzeigen
    Wieso schreibt man nie die volle Beziechnung dieser "Behörde"? Es heisst "Umweltinstitut München e.V.", was in meinem Augen wenig mit einem wissenschaftlichen Institut zu tun hat. Es soll eigentlich verboten werden, für die Vereine das Wort "Institut" zu missbrauchen, da es bei den Leuten den Eindruck erweckt, dass es sich um eine Seriöse Organisations handelt und nicht nur um einen eingetragenen Verein.
    Das Wort "Institut" ist ebenso reinste Augenwischerei - sorry - aber die "meisten" Institute sind privatwirtschaftliche Unternehmen - die auf ihren eigenen Profit aus sind!
    Was sich zb: im Finanzbereich da tummelt, nett noch mit Ökonomie "Experten" ist schlicht fast immer ein "Institut" - selbst wenn es direkt von den Banken oder anderen Finanzdienstleistern gesponsert wird!

    Das wort "Verein" ist da letztlich noch das ehrlichste - Parteien sind Vereine, Öko- und viele Wirtschaftsinstitute und so fort!

    Ist eben kein "geschützter" Begriff und mit Unabhängigkeit, Wissenschaft, etc. hat das erstmal primär nichts - aber auch nichts zu tun - es "kann sein" aber das ist eben eher die Ausnahme in dieser Hinsicht!
  7. #46

    vvv

    Zitat von AndreasC Beitrag anzeigen
    Gutem Tag
    Schauen Sie sich doch mal den Link
    http://gebweb.net/japan-radiation-map/
    an.
    Darauf.......
    Das sind die Messpunkte der Präfektur Iribaki (liegt zwischen Fukushima und Tokio) die sie meinen:
    http://www.bousai.ne.jp/eng/speedi/pref.php?id=08

    Der Höchstwert lag schonmal bei 5500 nGy/h nach dem Venting als der Wind nach Tokio drehte und sinkt seitdem kontinuierlich.....
  8. #47

    Ohne Titel ist man freier.

    Zitat von Yabanci Unsur Beitrag anzeigen
    „Kein anständiger Ingenieur baut solche Anlagen“
    Die Anlagen sind 40 Jahre alt und damit zwei Jahre jünger als der Jumbo Jet 747. Man sollte nicht so tun, als wäre 1. alte Technik nicht Stand der Technik zu seiner Zeit und 2. durch ständige Anpassungen nicht weiterhin sicher.

    Abgesehen davon viel mir beim Lesen ein Mangel ins Auge. Nach Flugzeugunfällen – um im Bild zu bleiben – werden gerne Statistiken zur Sicherheit herangezogen, z.B. der Vergleich mit Auto- oder Motorradunfällen.
    Stellen Sie doch einmal eine Statiskt von Nuklearunfällen (vom Abwurf der ersten Atombombe über Kernversuche in der Atmosphäre bis zu Reaktorunfällen) zusammen und vergleichen Sie die Zahl der Toten mit Verkehrs- und Arbeitsunfalltoten. Allein die Tatsache, dass es immer noch Überlebende von Hiroshima und Nagasaki gibt, scheint doch auf den ersten Blick die Katastrophensuperlativen, die über qualitative Beschreibungen nicht hinausgehen, in Frage zu stellen.
    Mit Vergleichen ist das so eine Sache. Stellen Sie mal den Vergleich eines Gehirnchirurgen mit einem Metzgermeister an.

    Vermutlich ist es für den Patienten ziemlich bitter, aber statistisch, würde auch der Metzgermeister noch im Raster der Operationen nur ein Minuszeichen bekommen.

    Allerdings bleibt bei diesem Versuch die Verseuchung und die Erbschäden unberücksichtigt. Die Betrachtung des Gewinns lässt außer acht, dass die Risiken von denen getragen wurde, die noch nicht mal zugestimmt haben und an den Gewinnen nicht beteiligt waren, aber in jedem Fall die Verluste tragen müssen.

    Meiner Meinung nach eine typische Aufgabe für einen Staat. Das große Ziel, Verteilung des Verlustes, ebenfalls evtl. Ertrag der Gewinne. Das kann man gar nicht privatisieren.

    MfG. Rainer
  9. #48

    Fassungslose Anmerkung zur Anmerkung der Redaktion

    (Anmerkung der Redaktion: Laut "New Scientist" lagerten in Fukushima 1760 Tonnen Brennmaterial - zehnmal so viel wie in Tschernobyl)

    Hallo? Das Gewicht der Brennstäbe hat so nichts mit radioaktiven Inventar zu tun. Radioaktives Inventar wird in Becquerel bemessen, nicht in Tonnen.
  10. #49

    Glauben Sie das ????

    Zitat von Yabanci Unsur Beitrag anzeigen
    „Kein anständiger Ingenieur baut solche Anlagen“
    Die Anlagen sind 40 Jahre alt und damit zwei Jahre jünger als der Jumbo Jet 747. Man sollte nicht so tun, als wäre 1. alte Technik nicht Stand der Technik zu....
    … und nach Auto- oder Flugzeugunfällen, so traurig sie sein mögen, birgt und betrauert man die Toten, rettet evtl. Überlebende, beseitigt die Trümmer. Ende.
    Es werden weder ganze Landstriche für unabsehbare Zeit unbewohnbar, noch müssen sich noch nachfolgende Generationen mit Gen-Defekten plagen, noch müssen wir uns um die unbedenkliche Versorgung ganzer Volkswirtschaften Gedanken machen.
    Erkennen Sie da wirklich keinen Unterschied oder ist das schon böse Absicht?
    ..und was die Anzahl der Betroffenen im Vergleich zu Verkehrsopfern angeht:
    Da ist durchaus noch Luft nach oben drin.
    Wenn alle Planungen realisiert werden, haben wir in absehbarer Zeit weltweit die doppelte Anzahl an Kernkraftwerken verglichen mit den gerade mal knapp 500 derzeit. Und diese werden auch nicht jünger. Da werden solche „Zwischenfälle“ sicher nicht seltener werden, insbesondere wenn man sich ansieht, welche Staaten da alle mitmischen wollen und wie hilflos diese schon bisher bei weitaus kleineren Katastrophen agieren.

    Im Übrigen ist nicht alles was hinkt, ein Vergleich. Die heute fliegenden Jumbos (Boeing 747) sind nicht mehr die von 1969. Von ganz ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen.








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