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Unglück am Mont Blanc: Extrembergsteiger Arved Fuchs kritisiert Massentourismus
CorbisGefahren werden bagatellisiert, Restrisiken kleingeredet und die Natur zum Freizeitpark degradiert: Abenteurer Arved Fuchs glaubt, dass viele Bergsteiger ihre Fähigkeiten überschätzen - und sieht eine bedenkliche Tendenz.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...844197,00.html
- #1 13.07.2012 09:45 von
Extrembergsteiger??? Wann war denn der zum letzten Mal auf einem Berg?? Oder besser: Wann war der überhaupt shcin mal auf einem Berg??
.. ja, das ist schon abenteuerlich. Ich glaube, dass sich H. Fuchs gerne masslos überschätzt. Krieg ich jetzt auch einen sinnlosen Werbeartikel, lieber SPON ? - #2 13.07.2012 10:10 von
- #3 13.07.2012 10:22 von
- #4 13.07.2012 10:26 von
Risiko oder kein Risiko??
Diese Medienreflexe auf solche Unfälle sind schon erschreckend - auch, dass dann ein Herr Fuchs genötigt wird was zu sagen, bzw. eigentlich nichts zu sagen... Paradoxerweise scheint es aber neben dem Risikohype in unserer Welt noch das grasse Gegenteil zu geben, nämlich dann wenn es um unsere Kids geht. Wir versuchen seit Jahren Kindern erlebnisreich die Natur nahezubringen - www.new-institut.de - und werden durch manch Überbehütungswahnsinn genötigt unsere Aktionen in der Natur wieder einzustampfen. Und bei uns sind es nicht die Gipfel der Weltaber die Tour querfeldein oder auch mal alleine, ohne Betreuer... Perfekter Artikel hierzu hier bei spiegelonline: "Ein Recht auf Schrammen"
- #5 13.07.2012 10:28 von
Eigenverantwortung
Warum gewährt man Erwachsenen nicht das Recht, für sich selbst ihre Risiken beurteilen zu dürfen ?
Natürlich auch mit der Konsequenz, die Risiken zu tragen.
Wenn jemand in die Berge will - oder mit dem Kajak ins Wildwasser - als Taucher in den Bodensee etc. etc.
Immer gibt es Spezialisten, die weit über dem Niveau von Normalsterblichen Risiken eingehen.
Nur sollte man vielleicht auch mal akzeptieren, daß jemand unten oben oder verschollen bleibt. - #6 13.07.2012 10:32 von
Das kommt davon
wenn man DPA-Artikel ungeprüft übernimmt. In der Online-Ausgabe fom Focus steht dieser Schwachsinn wortgleich.
Arved Fuchs hat einige Erfahrung unter extremen Naturbedingungen zu überleben, aber eins ist er nicht, nämlich Extrembergsteiger. Der ist einmal mit Rheinhold Messner zum Südpol gelatscht und hat dabei keine allzu gute Figur abgegeben, aber das ist ihm selber klar. Er war bestimmt noch nie als Extrembergsteiger unterwegs, sein Naturell ist das Meer. - #7 13.07.2012 10:41 von
Der Begriff
scheint nicht gut verstanden zu sein. Wenn dieses 0,1 % beträgt, dann sind halt am Ende der Saison, wenn es 10000 Leute eingegangen sind, 10 tot. Wer sich in eine Situation begibt, von der man weiß, daß es ohne Vorwarnung und Chance zur Reaktion zu Lawinenabgängen kommt, der spielt alpine Roulette. Aber fast alle überleben schließlich und die wenigen bezahlen den mathematisch notwendigen Preis dafür, die Angelegenheit als "riskant" und die Ausführenden somit als "Abenteurer" bezeichnen zu dürfen.
Kein Risiko ist hingegen der mit absoluter Sicherheit auftretende Effekt der Hirnschrumpfung bei zu dünner Atemluft. - #8 13.07.2012 10:49 von
Extrem-Bergsteiger? Arved Fuchs hat sich weder so genannt noch ist er im Interview direkt so vorgestellt worden. Wahrscheinlich sind SPON und MoMa auf diese Bezeichnung gekommen, weil er mit R. Messner zusammen in der Antarktis war. Und er heute früh leichter vor ein Mikrophon zu bekommen war. Die Gedankengänge solcher Journalisten bei der Suche nach Interview-Partnern ist schon recht abenteuerlich.
Aber in der Sache hat er schon recht. Es kommt im Kollegen- und Freundeskreis wohl nicht so gut an, von der Besteigung des Brocken als Ferien-Highlight zu berichten. Da macht sich ein Alpengipfel schon besser. Noch dazu, wenn die Ausrüstung für solche Touren in jedem Sportartikel-Laden zu haben ist nicht mehr Spezialanfertigung ist. - #9 13.07.2012 11:56 von
Restrisiko
Abgesehen davon, dass Arved Fuchs kein erfahrener Bergsteiger ist und auch, wenn der Massentourismus in den Alpen schon ein Problem ist, passt sein Kommentar nicht zu dem aktuellen Unglück am Mont Blanc:
Dort sind auf einer Normalroute, über die Tausende schon gegangen sind, ohne zu verunglücken, auch erfahrene französische Bergführer verunglückt. Jeder Bergsteiger, der in solchen Regionen unterwegs ist und sich mit den Bergen auseinandersetzt, weiss um die Risiken. Die Bergsteiger waren halt zur falschen Zeit am falschen Ort. Auch der Normalanstieg über die Goutet-Hütte / Aiguille de Goutet (?) bietet unterhalb der Hütte Gefahren in einer Schneerinne, die stark von Steinschlag gefährdet ist.
(Kenne den Mont Blanc von einer "führerlosen" Besteigung.)
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