"Ungeheuerliche Angriffe": Köhler rechtfertigt seinen Rücktritt

Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...767360,00.html
  1. #50

    S.M. Horst I.

    Zitat von panzerknacker51 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe die Weinerlichkeit des Herrn Köhler nicht. Er hat halt zum falschen Zeitpunkt die Wahrheit ausgesprochen,...
    Nun muss man offensichtlich doch mal zurück zu jenem denk- und fragwürdigen Interview gehen, das damals mehr Widerspruch auslöste als Herrn Köhler genehm war:

    Tatsache ist, er hat nicht nur von militärischen Mitteln zur Sicherung freier Handelswege geredet, er hat überdies behauptet, eine zunehmende Zahl an Bundesbürgern sähe das genauso! Offensichtlich war zumindest letzteres nicht der Fall, sonst hätte es nicht so viel Proteste gehagelt. Mit dem aber mussten schon andere Politiker (aus geringerem Anlass) leben und schafften es auch irgendwie. Bloß H. Köhler empfand das Ganze offenbar als Majestätsbeleidigung: Pech für ihn, aber Glück für uns, dass wie nicht mehr im Kaiserreich leben!
  2. #51

    ++

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...767360,00.html
    Die Gründe, die Köhler für seinen überraschenden Rücktritt anführt, reichen nicht aus, um einen derart folgenreichen Schritt zu tun. Wer in die Politik geht, muß wissen, worauf er sich einläßt. Dünnhäutige Menschen sollten sich erst gar nicht in ein solches Amt wählen lassen!
  3. #52

    Narziss, made by Conservativs

    Zitat von saul7 Beitrag anzeigen
    Die Gründe, die Köhler für seinen überraschenden Rücktritt anführt, reichen nicht aus, um einen derart folgenreichen Schritt zu tun. Wer in die Politik geht, muß wissen, worauf er sich einläßt. Dünnhäutige Menschen sollten sich erst gar nicht in ein solches Amt wählen lassen!
    Ihr Wort in - wessen Ohr auch immer! Einerseits unbekümmert oder gar nassforsch austeilen, selbst aber bei geringstem Ungemach hochsensibel reagieren, dafür hat die Psychologie einen Namen - das ist Narzissmus!

    Insofern hielt ich Köhler für einen einmaligen Fehlgriff der Präsidentenmacherin, wurde aber wenige Monate später eines Besseren belehrt: Da schmolz schon wieder einer vor laufenden Kameras zu einem weinerlichen Häufchen Elend zusammen, obwohl er zuvor politische Gegner, aufmüpfige Journalisten oder ihm untergebene Militärs nach wahrhafter Gutsherrenart behandelt hatte.

    Offenbar ist das der neue Politikertyp der Konservativen - na, prost Mahlzeit!
  4. #53

    Für mich

    war Herr Köhler ein ganz ausgezeichneter Bundespräsident und ich hätte gewünscht, er wäre nicht zurückgetreten. Aber ich kann ihn verstehen. Was haben wir nun? Mit Menschen wie Herrn Trittin möchte ich nicht zusammenarbeiten.
    Aber einige Meinungen hier sind leider auch nicht viel besser. Warum fällt es so schwer, sachlich Kritik zu üben und eine andere Meinung ohne Beleidigungen zu äußern?
  5. #54

    naiv + eitel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

    "Ungeheuerliche Angriffe": Köhler rechtfertigt seinen Rücktritt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Kaiser Willem Sprüche zur falschen Zeit im falschen Land.
    Wähnte er, Köhler, königliches Salär gäbe es frei von zweckdienlichem nur als Beigabe an ausgewählte Personen? Werch ein Illtum!
    Hier muß auch gelogen, mindestens verschwiegen werden.
    Dies nicht getan zu haben, nur Produkt seiner noch größeren Eitelkeit.
    Ein Moltke wollte dergleichen Ansinnen nicht alleine tragen, weshalb er seine Sicht von Willems Kanonenbootpolitik wenigstens seiner Gattin offenbarte.
    Köhler hat die Ungeheuerlichkeiten seiner präsidialen Verlautbarung bis heute nicht begriffen. Dazwischen liegen WK I und WK II.
    Kohl nannte anläßlich eines Besuches eines Soldatenfriedhofs deutsche Geschichte "problematisch". Chapeau!
    Köhler? Ein Einfaltspinsel. Von Führungspersonal keine Spur.