Forum


 

"Ungeheuerliche Angriffe": Köhler rechtfertigt seinen Rücktritt

Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...767360,00.html
  1. #10

    Bei so viel Konsequenz gegenüber pösen Politik- Kollegen

    hätte dem normalverdienendem Untertan die Konsequente Ablehnung des sog. Ehrensoldes von mindestens 199.000 Euro per Jahr, Dienst?Wagen mit Fahrer etc. imponiert.
    Ziel verfehlt, warum Geld und Vorteile bis zum Lebensende??
    Ihr Verhalten Herr Köhler, als Kinder nannten wir das bockig.
  2. #11

    Inkompetent oder impertinent?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...767360,00.html
    Mir kommen die Tränen: Kaltgestellt mir kümmerlichen 400 000 Euronen Jahressalär bis zum Lebensende, ohne noch einen müden Handschlag verrichten zu müssen, von anderen Privilegien ganz zu schweigen!

    Er soll nur noch eine bisschen jammern der gute "Horscht", dann kann's durchaus passieren, dass jemand sein damaliges, höchst peinliches Statement wieder hervorkramt, auf dass sich wieder jeder Bürger erinnert, welche Köhler-Glaube da so verbreitet wurde...
  3. #12

    Respekt, Bürger Köhler!

    Die spät gegebene Erläuterung seiner Rücktrittsmotive sind heute so nachvollziehbar wie seinerzeit die Kommentierung von selbst-berufener Seite erkennbar auf gewolltem Missverstehen basierte. Dass Bürger Köhler als Bundespräsident eben "kein Politiker" war, gereichte ihm seinerzeit zur Ehre und machte ihn bis heute beim Volk um so beliebter.

    Seine aktuelle Mahnung zu Gunsten einer anderen europäischen Entwicklungs- und Flüchtlingspolitik erfolgt sicher zu recht. Die Aufforderung zu weiteren Überweisungen an Griechenland mag auf seiner welt-wirtschaftlicher Kompetenz basieren. Gleichwohl weigert sich gesunder Menschenverstand Investitionen in ein "Fass ohne Boden" zu gutzuheissen.
  4. #13

    Ich fordere Bundespräsident a.D. als Ehrenamt

    Wenn er "Schaden vom Amt" abweisen will, soll er gefälligst auf die Weiterzahlung seines Bundespräsidenten-Gehalts bis zum Lebensende(!) verzichten.
    Gar nicht abzuschätzen, was dieser Quatsch den Steuerzahler kosten wird.
  5. #14

    Nein Herr Koehler,

    Sie sind nicht das Opfer der Parteipolitik, das Deutsche Volk ist das Opfer der Parteipolitik und Sie haben sich als Bundespraesident aller Deutschen immer auf die Seite der Parteien gestellt, die Sie in das Amt gewaehlt haben und des oeffteren parteipolitisch gehandelt bzw. sich parteipolitisch geaeussert. Neutralitaet, bzw. Ueberparteilichkeit mag zwar der Leitsatz im Amt des Bundespraesidenten sein, dem sind Sie aber nicht immer gerecht geworden.

    Nach wie vor muss ich jedenfalls denken, dass Sie sich der Kritik haetten stellen muessen statt vor der Verantwortung wegzulaufen. Man muss vertreten wofuer man steht und wenn man fuer eine rede kritisiert wird oder angegriffen wird, dann muss man den Kritikern Rede und Antwort stehen statt sich feige davon zu machen.
  6. #15

    Kritik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...767360,00.html
    Klar, dass der Mann nicht mit demokratischer Kritik umgehen kann.
    War er doch selbst Lakaie des Bankenimperiums, bis er sich ungeschickt verplappert hatte.
    Man höre sich an, wie er wieder seine Auftraggeber in den Himmel lobt.
    Seine Sprüche haben keine Überzeugungskraft, weil sie nur aus Polemik bestehen - es fehlt Sinn und Überzeugungskraft.
    "Glaubt an Europa", damit ihr an Europa glaubt, denn Europa ist Europa."
    Was will man da noch sagen.
  7. #16

    Das war nicht nötig!

    Köhler hat sich als unglaublich mimosenhaft geoutet. Sein Rücktritt war nicht nötig. Als Politiker muss man auch Kritik aushalten können, da es in einer Demokratie unmöglich ist immer Entscheidungen zu treffen wo alle hinter einem stehen.
    Und Köhler hätte den Aufstieg des Herr Wulff verhindern können. Dieser Bundespräsident ist eine Katastrophe für unser Land. Herr Köhler war nicht mein Wunschpräsident. Aber im Gegensatz zu Herrn Wulff ist Herr Köhler eine Bereicherung für unser Land gewesen.

    Wir müssen daraus lernen und künftig den Bundespräsidenten direkt vom Volk wählen lassen!
  8. #17

    ojesses

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...767360,00.html
    Das Amt des Bundespräsidenten gehört abgeschafft. Ist ja eh nur ein Versorgungsposten für abgehalfterte Politiker geworden. Und nicht nur seit Wulff. Da war doch schonmal was wg. Heuß-Nachfolge. 1959. Adenauer wollte da nicht, weil er lieber nochmal Bundeskanzler werden wollte, dann haben sie halt diesen Komiker und Ex-Nazi Lübke genommen. Ich weiß nicht warum Herr Köhler diesen Job angenommen hat. Wirklich aus Pflichtgefühl? Das ehrt ihn sehr. Ich würde diesen Winkekasper-Job niemals annehmen. Naja, zu Wulff passt er prima.

    Ich wünsche Herrn Köhler alles Gute für seine zuküntigen Pläne.
  9. #18

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor mehr als einem Jahr trat Horst Köhler zurück, seitdem gab er kein einziges Interview zu seinen Beweggründen - jetzt hat der Ex-Bundespräsident sein Schweigen gebrochen. In der "Zeit" nennt er die Kritik an seinen Afghanistan-Äußerungen "ungeheuerlich" und erklärt sich zum Opfer von Parteipolitik.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...767360,00.html
    Da kann Köhler rumsülzen wie er will: es geht einfach nicht, dass man in so einer Situation den Lafontaine macht, nur weil man ein wenig gemobbed wurde...

    Eine Woche später hätte sich keiner mehr daran erinnert.

    Köhler hat sich damit völlig diskrediert und seine Amtszeit (und das Amt) schwer beschädigt.

    Mir jedenfalls wird er, wenn überhaupt, nur wegen dieser lächerlichen Sache in Erinnerung bleiben...
  10. #19

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Es stimmt, seine Aussagen wurden völlig falsch verstanden. Ich habe hinter diesem Zitat auch niemals verstanden, wie man as falsch interpretieren kann. Ein bisschen des Deutschen mächtig zu sein, das erwarte ich schon von Politikern aller Parteien (auch die Leute aus der CDU haben an seinem Sturz nämlich da kräftig mitgewirkt, nicht nur Trittin & Co.)
    Da kann ich nur zustimmen, von der einen Seite kamen Angriffe die teilweise nun wirklich rein parteipolitisch waren und von der anderen entweder gar keine oder nur sehr schwache Rückendeckung. Niemand will das die Bundeswehr wie anno Dazumal Dschingis Khan plündernd und rohstoffraffend in fremde Länder einfällt das wird wohl von Links bis Rechts Konsens sein. Aber es ist uns auch nicht verboten unsere staatlichen Interessen zu verteidigen, notfalls und als ultimatives Instrument der Außenpolitik auch mit militärischen Mitteln.

    Hierzulange sehen wir uns immer als Exportgroßmacht und über die deutschen Ausfuhren wird immer lang und breit dahergelabbert. Aber als Exportland muss uns nun mal die freie, sichere und verlässliche Versorgung von Rohstoffen durch weltweiten Handel am Herzen liegen, soll die dt. Industrie nicht auf dem trockenen sitzen. Und daher gehört die Sicherung der internationalen Handelswege auf dem Luft-, See- und Landweg einfach zu unseren ureigenstenen Interessen, ein Fakt der natürlich genau so für viele anderen europäische Länder gilt. Wenn nun Piraten vor Somalia die Schiffe der freien Welt kapern und damit die Heimatländer erpressen muss es der Weltgemeinschaft, und damit auch Deutschland, einfach rechtlich erlaubt sein, hier auch mit militärischen Mitteln die Sicherheit unser Handelsmarine und der Handelsmarinen aller Staaten sicherzustellen, wenn zivile Methoden wie Verhandlungen nicht fruchten. Was wäre in Deutschland los, wenn auf einmal der Liter Sprit 5 Euro kostet, weil 2/3 der Tanker aus Nahost nicht mehr am Zielort ankommen.. Sollen wir dann zu Fuß zur Arbeit laufen und Bus und Bahn schieben?? Oder einfach 3 Pullover übereinander ziehen weil Mitte Januar die Heizung aufgrund Ölmangel nicht geht? Ich glaube nicht...








TOP



TOP