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Ungeborenes Leben: Bluttest auf Down-Syndrom kommt in die Praxen
CorbisKritiker fürchten mehr Abtreibungen, der Behindertenbeauftragte der Regierung hält die Methode für illegal - dennoch ist der umstrittene Bluttest auf das Down-Syndrom bei Ungeborenen nun in Deutschland erhältlich. Ähnliche Prüfverfahren auf weitere chromosomale Veränderungen sollen folgen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/sch...850952,00.html
- #130 05.09.2012 07:49 von
Also meine Frauenärztin meinte es sei noch eine Studie, sie macht sich aber an unserem Universitätsklinikum Halle kundig. Und wenn es der besagte Test ist, welcher nach Medienaussagen 1.250 EUR kosten soll, hab ich Gott sei Dank Eltern, die die Möglichkeiten haben und bereit sind für ein gesundes Enkelkind zu bezahlen...
- #131 09.09.2012 21:39 von
Über Kosten spricht man doch nicht ...
Nicht jede schwangere Frau hat solch solvente Eltern oder einen zahlungsbereiten Partner.
Die, von mir zweimal in das Forum gestellte Frage zur Übernahme der Kosten durch die Allgemeinheit, respektive der sozialversicherungspflichtigen Beitragszahler, wurde hier mit eisernen Schweigen beantwortet.
Ansonsten alles Gute für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft. - #132 09.09.2012 22:05 von
Über Kosten spricht man doch nicht ...
Nicht jede schwangere Frau hat solch solvente Eltern oder einen zahlungsbereiten Partner.
Die, von mir zweimal in das Forum gestellte Frage zur Übernahme der Kosten durch die Allgemeinheit, respektive der sozialversicherungspflichtigen Beitragszahler, wurde hier mit eisernen Schweigen beantwortet.
Ansonsten alles Gute für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft.
MfG beggars banquet.
. - #133 30.09.2012 15:00 von
optional
Als Mutter eines Down-Jungen möchte ich mich hier auch mal äussern ...wenn ich es gewußt hätte, daß mein Sohn diese genetische Veränderung trägt, hätte ich mich zu einer Abtreibung entschieden - dazu stehe ich auch heute noch. Niemand kann einem sagen, wie "schwer" sich diese ausprägt. Wir haben Glück gehabt und unser Nicolas ist ein sehr lebenslustiges Kerlchen. Es ist aber so, daß der gesellschaftliche Druck von beiden Lagern auf die werdenden Mütter immer größer wird. Eine Schwangere auf der Entbindungsstation sagte zu mir (mein Sohn war gerade 2 Tage alt und der Schock saß noch sehr tief) : SOLCHE KINDER MUSS MAN HEUTE NICHT MEHR BEKOMMEN ! Schluck ... eine Stunde später kam eine sehr nette Krankenschwester und fragte mich, wie ich mich denn entschieden hätte, wenn ich die Diagnose vorher bekommen hätte. Als ich ehrlich antwortete, kam das entsetzte Statement: DAS IST MORD.
Egal, wie sich eine Frau in einer solchen Situation entscheidet, sie macht es für ein Lager immer falsch. Ich stehe auf dem Standpunkt, die zukünftigen Eltern müssen das ganz alleine für sich entscheiden - mit allen Konsequenzen. Sie werden sich vielleicht einmal denken, wie einfach es nun wäre, wäre das behinderte Kind nicht da ... oder aber, was sie verpasst haben, nachdem sie sich gegen das Kind entschieden haben.
Man muss nur aufpassen - eine Freundin von mir hat eine Tochter mit Down, die gleich am Lebensanfang eine schwierige Herz-OP über sich ergehen lassen musste. Ein "freundlicher" Mitmensch meinte, es wäre wohl richtig, nachdem man "solche Kinder" nicht mehr bekommen müsste, daß sie der Allgemeinheit mit den Kosten der OP wohl nicht zu Last falle und diese aus der eigenen Geldtasche zahle .... sowas darf nicht passieren ... aber die Gefahr dafür steigt ... DAS macht mir Angst !
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