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Ungeborenes Leben: Bluttest auf Down-Syndrom kommt in die Praxen
CorbisKritiker fürchten mehr Abtreibungen, der Behindertenbeauftragte der Regierung hält die Methode für illegal - dennoch ist der umstrittene Bluttest auf das Down-Syndrom bei Ungeborenen nun in Deutschland erhältlich. Ähnliche Prüfverfahren auf weitere chromosomale Veränderungen sollen folgen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/sch...850952,00.html
- #120 23.08.2012 09:33 von
Es geht hier nicht um Euthanasievergleiche, es geht um Euthanasie im Vollbild.
Euthanasie war und ist eine Massnahme der Volkshygiene. Der Bluttest ist ein Verfahren das ausschliesslich der Volkshygiene dient und eine gefahrlose und effiziente Methode darstellt Erbkranke pränatal zu identifizieren und so die Möglichkeit zu eröffenen diese vor ihrem Eintritt in das Gemeinwesen zu töten.
In den Dreissigern wäre man begeistert von dieser Möglichkeit gewesen. - #121 23.08.2012 09:36 von
- #122 23.08.2012 09:39 von
- #123 23.08.2012 11:51 von
Sie haben den Test nicht verstanden.
Der Test ersetzt Fruchtwasseruntersuchungen, und durch Fruchtwasseruntersuchungen sterben jedes Jahr 300-700 gesunde Embryonen (beide Zahlen nur durch Hörensagen).
Ist aber egal, es sterben welche dadurch.
Durch den neuen Test sterben die nicht mehr.
Ihre irrelevanten und durch die Rechtsprechung nicht gedeckten Ansichten zur Abtreibung im Allgemeinen können sie sich sonst wohin stecken. - #124 25.08.2012 18:05 von
Subsumtive Begriffserweiterung
Die neue Diagnosemethode dient zuvörderst der Gefährdungsminimierung pro femina und ihrer heranreifenden Leibesfrucht. Das ist nun wirklich nicht schwer zu verstehen.
Eine, aus der festgestellten Diagnose heraus, weitergehende freiwillige Entscheidung für oder gegen die Austragung eines Kindes, obliegt der Frau unter Einbeziehung des Partners, natürlich im Rahmen der gesetzlichen Normen. Diese sind für sich genommen ebenfalls noch sehr diskutabel, aber hier nicht das Thema. Diese lassen z.B. einen Abort auch nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft, auf Grund schwerer medizinischer Indikationen, noch zu.
Sie allerdings versuchen mit ihren ständigen Querverweisen auf die Euthanasieanwendungen im Großkotzreich, den trächtigen Damen der Schöpfung ein schlechtes Gewissen einzureden. Genau diese Art und Weise, Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen, - also Nazimethodik - mit der freigestellten Entscheidungsfindung einer heutigen jungen schwangeren Frau, pro oder kontra Kind, gleichzustellen; erhöht den sozialen Druck unangemessen.
Ausserdem ist es nach 1968, Feminismusdebatte, §218 Diskussion und Frauenbewegung als gesellschaftliche Entwicklungsschritte offensichtlich perfide und reichlich regressiv. :-(
PS. Zur Kostenübernahme dieser Igel-Leistung durch die Allgemeinheit habe ich immer noch kein Wort gelesen. Da sind die meisten Foristen hier ziemlich kusch dich. Bei Kindern immer nur über die Kosten zu reden ist ja so armselig, nicht wahr. Im Grunde tendiert die Einstellung wohl eher in Richtung: Sollen die selber sehen, wie sie klar kommen.
MfG beggars banquet. - #125 25.08.2012 19:22 von
Heute hatte sich wieder Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
und er meinte das werdende Eltern ihre Kinder Lieben würden sie solche Tests nicht machen. Dieser Mann befürchtet auch das es dadurch irgendwann vielleicht keine behinderten Menschen mehr gibt und das man sie dadurch auch diskriminiert. So eine riesen A., wie kann ein Mensch so einen Sch. erzählen. Gerade wenn man seine Kinder liebt macht man solche Tests, um sich auch auf die Behinderung vorzubereiten, desweiteren gibt es Vorsorgeuntersuchungen durch die der Arzt Krankheiten erkennen kann und dem ungeborenen Kind helfen kann.
Ich werde jeden Test machen lassen, den ich für sinnvoll halte. Denn was ist denn daran so schlimm sich dafür zu entscheiden ein behindertes Kind nicht zu gebären. Ich werde sogar ins Ausland gehen, da in einigen Staaten die Eizelle auf genetische Eigenschaften getestet werden darf. Ich will das mein Kind den besten Start bekommt.
Also der Behindertenbeauftragte soll seinen unverschämten Mund halten. - #126 25.08.2012 20:10 von
Ich z.B.
Ich habe als junge Erwachsene ein Praktikum in einer Camphill-Institution gemacht und habe auch ein quasi "Patenkind", eine 23jährige junge Frau, die auf dem Stand einer Zweijährigen ist, oft auch gewalttätig (auch mir gegenüber, wenn ich mich mehr mit ihrer Tante unterhalte und ihr nicht volle Aufmerksamkeit zolle), mit Herz- und natürlich auch Gewichtsproblemen, deren Medikamente die Hälfte des Einkommens ihrer Mutter verschlingen (in 3.-Welt-Ländern darf man für solche Sonderprodukte selbst aufkommen).
Diese Erfahrungen haben mich dazu gebracht, dass ich während der Schwangerschaft sicherheitshalber alle Tests, die verfügbar waren, gemacht habe. Notfalls hätte ich auch die Notbremse gezogen. - #127 25.08.2012 20:19 von
Es kommt ja wohl auch auf den Grad der Retardierung an.
Und auch auf die körperlichen Probleme.
Wenn im Falle eines Bekannten, der kleine Sohn (Kindergartenalter) schon 3 Herz-OPs hinter sich bringen musste und sieht wie die Familie leidet und der gesunde Sohn völlig vernachlässigt wird, weil er kein Problemkind ist, dann macht man sich schon seine Gedanken.
Oder wenn die Schwester meiner Freundin sich versteckt, wenn die Tochter (damals ca. 15 Jahre alt) im Restaurant eine Fünfjährige in die Backe beisst, weil dieses Kind sie nicht beachtet hat... und man steht daneben und ist hilflos. - #128 04.09.2012 10:51 von
Ich selber bin in der 13. SSW. Der US letzten Freitag war unauffällig, Nackenfalte super und Nasenbein auch super ausgeprägt. Der Biochemische Wert sagte heute jedoch 1:74, alles unter 150 ist schlecht. In der 11. SSW lag ich bereits mit Blutungen im KH, jetzt ist aber alles wieder gut. Das Baby entwickelt sich gut. Jetzt soll ich in der 16. SSW zur Fruchtwasserpunktion, nicht grade hilfreich wenn man in der 11. SSW bereits eine drohende Fehlgeburt hatte. Warum macht die Politik so ein Theater? Es kommen doch später, bei einem behinderten Kind, mehr Kosten auf die Krankenkassen und auf den Staat zu, als so ein Bluttest? Warum wirft der Staat uns solche Steine in den Weg? Reicht es nicht schon aus, dass wir soooo wenig Geld zu zweit dann haben? Ich bin noch 34 und derzeit getrennt und in meinem Kopf kreisen nur Fragen über Fragen... Ethik hin oder her, behinderte Kinder sind eine Belastung für jeden und man sollte diesen Kindern/Menschen nicht das Leben schwerer machen als es eh schon ist.
- #129 04.09.2012 13:06 von
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