Ungeborenes Leben: Bluttest auf Down-Syndrom kommt in die Praxen

CorbisKritiker fürchten mehr Abtreibungen, der Behindertenbeauftragte der Regierung hält die Methode für illegal - dennoch ist der umstrittene Bluttest auf das Down-Syndrom bei Ungeborenen nun in Deutschland erhältlich. Ähnliche Prüfverfahren auf weitere chromosomale Veränderungen sollen folgen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/sch...850952,00.html
  1. #120

    Zitat von beggars banquet Beitrag anzeigen
    Aber gefühlsdusselige Reden schwingen und Euthanasievergleiche aus den Dreißigern des vorigen Jahrhunderts heranziehen...
    Es geht hier nicht um Euthanasievergleiche, es geht um Euthanasie im Vollbild.

    Euthanasie war und ist eine Massnahme der Volkshygiene. Der Bluttest ist ein Verfahren das ausschliesslich der Volkshygiene dient und eine gefahrlose und effiziente Methode darstellt Erbkranke pränatal zu identifizieren und so die Möglichkeit zu eröffenen diese vor ihrem Eintritt in das Gemeinwesen zu töten.

    In den Dreissigern wäre man begeistert von dieser Möglichkeit gewesen.
  2. #121

    Zitat von snurdlebug Beitrag anzeigen
    Nein Herr Hueppe: Das Gefangensein einer Seele in einem Dow-Syndrom Koerper ist mit Menschenwuerde nicht vereinbar.
    Leben mit einer unheilbare Krankheit ist mit der Menschenwürde nicht vereinbar ?

    Ist Ihnen eigentlich klar was für einen Unsinn Sie da schrieben ?

    Gegen die Menschenwürde ist solche Menschen für lebensunwert zu erklären.
  3. #122

    Zitat von beggars banquet Beitrag anzeigen
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    War wohl noch ein bisschen früh, - oder aber schon zu spät?
    Je nachdem aus welcher Region der Erde Sie gepostet hatten. ;-)
    MfG beggars banquet.
    Offenbar haben Sie die Aussage nicht verstanden.

    Der Test dient nicht einer Gesundheitsbehandlung da Gendefekte nicht heilbar sind.

    Der Test kostet als Grundlage einer vorgeburtlichen Tötung des defekten Embryos diesen das Leben.
  4. #123

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Offenbar haben Sie die Aussage nicht verstanden.
    Sie haben den Test nicht verstanden.
    Der Test ersetzt Fruchtwasseruntersuchungen, und durch Fruchtwasseruntersuchungen sterben jedes Jahr 300-700 gesunde Embryonen (beide Zahlen nur durch Hörensagen).
    Ist aber egal, es sterben welche dadurch.
    Durch den neuen Test sterben die nicht mehr.

    Ihre irrelevanten und durch die Rechtsprechung nicht gedeckten Ansichten zur Abtreibung im Allgemeinen können sie sich sonst wohin stecken.
  5. #124

    Subsumtive Begriffserweiterung

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Es geht hier nicht um Euthanasievergleiche, es geht um Euthanasie im Vollbild.
    Euthanasie war und ist eine Massnahme der Volkshygiene. Der Bluttest ist ein Verfahren das ausschliesslich der Volkshygiene dient und eine gefahrlose und effiziente Methode darstellt Erbkranke pränatal zu identifizieren und so die Möglichkeit zu eröffenen diese vor ihrem Eintritt in das Gemeinwesen zu töten.
    In den Dreissigern wäre man begeistert von dieser Möglichkeit gewesen.
    Die neue Diagnosemethode dient zuvörderst der Gefährdungsminimierung pro femina und ihrer heranreifenden Leibesfrucht. Das ist nun wirklich nicht schwer zu verstehen.
    Eine, aus der festgestellten Diagnose heraus, weitergehende freiwillige Entscheidung für oder gegen die Austragung eines Kindes, obliegt der Frau unter Einbeziehung des Partners, natürlich im Rahmen der gesetzlichen Normen. Diese sind für sich genommen ebenfalls noch sehr diskutabel, aber hier nicht das Thema. Diese lassen z.B. einen Abort auch nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft, auf Grund schwerer medizinischer Indikationen, noch zu.
    Sie allerdings versuchen mit ihren ständigen Querverweisen auf die Euthanasieanwendungen im Großkotzreich, den trächtigen Damen der Schöpfung ein schlechtes Gewissen einzureden. Genau diese Art und Weise, Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen, - also Nazimethodik - mit der freigestellten Entscheidungsfindung einer heutigen jungen schwangeren Frau, pro oder kontra Kind, gleichzustellen; erhöht den sozialen Druck unangemessen.
    Ausserdem ist es nach 1968, Feminismusdebatte, §218 Diskussion und Frauenbewegung als gesellschaftliche Entwicklungsschritte offensichtlich perfide und reichlich regressiv. :-(
    PS. Zur Kostenübernahme dieser Igel-Leistung durch die Allgemeinheit habe ich immer noch kein Wort gelesen. Da sind die meisten Foristen hier ziemlich kusch dich. Bei Kindern immer nur über die Kosten zu reden ist ja so armselig, nicht wahr. Im Grunde tendiert die Einstellung wohl eher in Richtung: Sollen die selber sehen, wie sie klar kommen.
    MfG beggars banquet.
  6. #125

    Heute hatte sich wieder Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

    und er meinte das werdende Eltern ihre Kinder Lieben würden sie solche Tests nicht machen. Dieser Mann befürchtet auch das es dadurch irgendwann vielleicht keine behinderten Menschen mehr gibt und das man sie dadurch auch diskriminiert. So eine riesen A., wie kann ein Mensch so einen Sch. erzählen. Gerade wenn man seine Kinder liebt macht man solche Tests, um sich auch auf die Behinderung vorzubereiten, desweiteren gibt es Vorsorgeuntersuchungen durch die der Arzt Krankheiten erkennen kann und dem ungeborenen Kind helfen kann.
    Ich werde jeden Test machen lassen, den ich für sinnvoll halte. Denn was ist denn daran so schlimm sich dafür zu entscheiden ein behindertes Kind nicht zu gebären. Ich werde sogar ins Ausland gehen, da in einigen Staaten die Eizelle auf genetische Eigenschaften getestet werden darf. Ich will das mein Kind den besten Start bekommt.
    Also der Behindertenbeauftragte soll seinen unverschämten Mund halten.
  7. #126

    Zitat von gerdjuergen Beitrag anzeigen
    Und wer hat mit betroffenen Familien gesprochen? Wer kennt deren Alltag? Kann die zusätzliche Verantwortung einschätzen? Wer weiß, was die Downies (ich schreibe bewusst nicht von Kindern, weil ich auch die Erwachsenen meine) zurückgeben? Wer war mal in einem Kindergarten, einer Schule, einer Werkstatt, einem Wohnheim für Behinderte?

    Bei vielen Beiträgen habe ich den Eindruck, dass man Wissen durch Meinung ersetzt.

    Woher ich meine "Weisheit" habe? Ganz einfach, meine Schwester hat das Down-Syndrom, ist längst erwachsen und lebt gerne. Ich kenne das Zusammenleben, die zusätzliche Verantwortung, die schönen und weniger schönen Seiten.
    Und ich kenne weitaus schwerer Behinderte, die gesund auf die Welt kamen und dann verunfallten oder erkrankten. Traurige Beispiele für das, was im Leben schief gehen kann. - Wer sich dessen nicht bewusst ist und dieses Risiko nicht tragen kann/will, sollte sich vielleicht ganz grundsätzlich Gedanken über seinen Kinderwunsch machen.
    Denn es gibt keine Vollkasko für ein glückliches und gesundes Leben.
    Ich z.B.

    Ich habe als junge Erwachsene ein Praktikum in einer Camphill-Institution gemacht und habe auch ein quasi "Patenkind", eine 23jährige junge Frau, die auf dem Stand einer Zweijährigen ist, oft auch gewalttätig (auch mir gegenüber, wenn ich mich mehr mit ihrer Tante unterhalte und ihr nicht volle Aufmerksamkeit zolle), mit Herz- und natürlich auch Gewichtsproblemen, deren Medikamente die Hälfte des Einkommens ihrer Mutter verschlingen (in 3.-Welt-Ländern darf man für solche Sonderprodukte selbst aufkommen).
    Diese Erfahrungen haben mich dazu gebracht, dass ich während der Schwangerschaft sicherheitshalber alle Tests, die verfügbar waren, gemacht habe. Notfalls hätte ich auch die Notbremse gezogen.
  8. #127

    Zitat von JulieSteffi Beitrag anzeigen
    Unertäglich zu lesen, dass einige davon ausgehen, dass Eltern von Downies leiden, ebenso ihr Down-Kind. Woher kommt diese Annahme? Schon einmal ernsthaft damit auseinandergesetzt und Betroffene kennengelernt? Weder wir, noch die vielen Down-Familien, die wir kennen, machen einen leidenden Eindruck - ganz im Gegenteil, sehen das Down-Kind als Bereicherung.
    Es kommt ja wohl auch auf den Grad der Retardierung an.
    Und auch auf die körperlichen Probleme.
    Wenn im Falle eines Bekannten, der kleine Sohn (Kindergartenalter) schon 3 Herz-OPs hinter sich bringen musste und sieht wie die Familie leidet und der gesunde Sohn völlig vernachlässigt wird, weil er kein Problemkind ist, dann macht man sich schon seine Gedanken.
    Oder wenn die Schwester meiner Freundin sich versteckt, wenn die Tochter (damals ca. 15 Jahre alt) im Restaurant eine Fünfjährige in die Backe beisst, weil dieses Kind sie nicht beachtet hat... und man steht daneben und ist hilflos.
  9. #128

    Ich selber bin in der 13. SSW. Der US letzten Freitag war unauffällig, Nackenfalte super und Nasenbein auch super ausgeprägt. Der Biochemische Wert sagte heute jedoch 1:74, alles unter 150 ist schlecht. In der 11. SSW lag ich bereits mit Blutungen im KH, jetzt ist aber alles wieder gut. Das Baby entwickelt sich gut. Jetzt soll ich in der 16. SSW zur Fruchtwasserpunktion, nicht grade hilfreich wenn man in der 11. SSW bereits eine drohende Fehlgeburt hatte. Warum macht die Politik so ein Theater? Es kommen doch später, bei einem behinderten Kind, mehr Kosten auf die Krankenkassen und auf den Staat zu, als so ein Bluttest? Warum wirft der Staat uns solche Steine in den Weg? Reicht es nicht schon aus, dass wir soooo wenig Geld zu zweit dann haben? Ich bin noch 34 und derzeit getrennt und in meinem Kopf kreisen nur Fragen über Fragen... Ethik hin oder her, behinderte Kinder sind eine Belastung für jeden und man sollte diesen Kindern/Menschen nicht das Leben schwerer machen als es eh schon ist.
  10. #129

    Zitat von ulischnulli77 Beitrag anzeigen
    Ich selber bin in der 13. SSW. Der US letzten Freitag war unauffällig, Nackenfalte super und Nasenbein auch super ausgeprägt. Der Biochemische Wert sagte heute jedoch 1:74, alles unter 150 ist schlecht. In der 11. SSW lag ich bereits mit Blutungen im KH, jetzt ist aber alles wieder gut. Das Baby entwickelt sich gut. Jetzt soll ich in der 16. SSW zur Fruchtwasserpunktion, nicht grade hilfreich wenn man in der 11. SSW bereits eine drohende Fehlgeburt hatte.
    Der Triple-Test misst ja nicht nur Trisomie 21. Ich würde die Amnio machen lassen oder eben gleich den neuen Bluttest nehmen, der ist ja jetzt möglich, egal wie sehr die konservativen "Lebensschützer" Gift und Galle spucken - die zahlen nämlich nicht für mögliche Probleme.