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Ungarns Ministerpräsident: Proteste bei Orbáns Berlin-Besuch

dapdBuhrufe von jungen Ungarn: Beim Berlin-Besuch von Regierungschef Viktor Orbán gab es Proteste. Sie habe mit ihrem Gast ein offenes Gespräch geführt, teilte Kanzlerin Merkel nach dem Treffen mit dem umstrittenen Ministerpräsidenten mit.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-860811.html
  1. #1

    Trianon

    Der Vertrag von Trianon wurde am 4. Juni 1920 nach etwa sechsmonatigen Verhandlungen unterzeichnet. So genau kann man in einem Spiegel-Artikel schon sein.
  2. #2

    Weisheit und Tugend scheint dem Schlechten schlecht; Schmutz riecht sich selber nur.

    Es verwundert gar wenig, daß die neue ungarische Regierung derart vom despotisch-bürokratischen EU-Moloch befehdet wird, hat sie doch Ungarn eine Verfassung mit Bezug auf Geschichte und Kultur Ungarns gegeben und dies allein genügt schon um die Brüssler Lysander zu erzürnen, steht ihnen doch das liebe Selbstbestimmungsrecht der Völker im Wege, bei ihrem Traum sich zu den Herren Europas aufzuwerfen. Doch Ungarn ist zu klein und wegen der Mißwirtschaft der Vorgängerregierungen und der Knechtung durch Rußland zu arm, um sich vom Brüssler Moloch lossagen zu können; und hierin liegt das große Unglück Ungarns: Kaum fünfzehn Jahre waren die Ungarn frei, ehe sie den russisch-marxistischen Oberherrn gegen die Brüssler Lysander und den Warschauer Pakt durch die NAVO eingetauscht haben. Doch ist die Knechtung der kleinen Völkerschaften durch den Brüssler Moloch durchaus vorteilhaft, denn wenn sich Deutschland endlich selbst anschickt das Brüssler Joch zu sprengen, so hat es in diesen Verbündete.
  3. #3

    Oh - und die Menschen, die gegen ihren Regierungschef bei seinem Auslandsbesuch protestieren, werden gar nicht niedergemacht?
    Schau an: bei Herrn Riexinger in Athen war das kürzlich noch ganz anders.
  4. #4

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Oh - und die Menschen, die gegen ihren Regierungschef bei seinem Auslandsbesuch protestieren, werden gar nicht niedergemacht?
    Schau an: bei Herrn Riexinger in Athen war das kürzlich noch ganz anders.
    Dass man in Europa überall demonstrieren kann ist eine Erfolgsgeschichte der EU. Niedergemacht wird deshab niemand, außer veilleicht von denen gegen die man demonstriert. Ob es sinnig ist kurz mal in AUslang zu jetten um dort zu demonstrieen muss jeder selbst wissen, Es ist eine gute Tradition von den hier im Land lebenden Ausländern bei Staatsempfängen ihren Regierungen die Meinung zu sagen.
  5. #5

    da...

    haben sich ja die besten old-shool demokraten europas getroffen...
    je jetzt mal ehrlich die halten doch beide nicht viel von der demokrtie. mit worten wohl - jedoch ihre taten sprechen eine andere (wahre) sprache...
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Buhrufe von jungen Ungarn: Beim Berlin-Besuch von Regierungschef Viktor Orbán gab es Proteste. Sie habe mit ihrem Gast ein offenes Gespräch geführt, teilte Kanzlerin Merkel nach dem Treffen mit dem umstrittenen Ministerpräsidenten mit.

    Proteste beim Besuch von Ungarns Premier Orbán mit Merkel - SPIEGEL ONLINE
    Ich hab den Artikel nicht gelesen, beziehe mich nur auf das Bild: Das ist doch nicht echt???
    So lichtdurchflutet, so hell, so makellos sauber??
    Entweder bin ich blind oder kennzeichnet bitte die fake-Bilder.
  7. #7

    Trianon

    Ich bin kein Freund von Viktor Orbán und seinem despotischen Gehabe. Das kann Putin sowieso besser. Aber um die von uns tw. als revanchistische und nationalistische interpretierte Grundeinstellung der Ungarn zu verstehen, sollte man sich einmal vor Augen führen, was 1920 von den Kriegsgewinnern England, Frankreich und den USA mit dem Königreich Ungarn angestellt wurde. Es wäre ungefähr so, als ob man das Gebiet der heutigen Bundesrepublik großzügig an Nachbarstaaten und neu entstehende Länder verschenken würde, bis nur noch Hessen und Bayern übrig blieben. Was die Entente damals bewogen haben mag, z. B. das gerade mal etwas mehr als 50 Jahre bestehende Könireich Rumänien mit 103.000 qkm ungarischen Bodens samt Einwohnern zu beschenken, während dem verbleibenden Restungarn nur 93.000 qkm blieben, will heute keiner mehr wissen. Wenn ein Land 70% seiner Fläche und 40% seiner Bevölkerung an z. Z. ungeliebte Nachbarn verliert, dann bleiben da Ressentiments.
  8. #8

    Zitat von Albalux Beitrag anzeigen
    … sollte man sich einmal vor Augen führen, was 1920 von den Kriegsgewinnern England, Frankreich und den USA mit dem Königreich Ungarn angestellt wurde. Es wäre ungefähr so, als ob man das Gebiet der heutigen Bundesrepublik großzügig an Nachbarstaaten und neu entstehende Länder verschenken würde, bis nur noch Hessen und Bayern übrig blieben.
    Blödsinn! In allen 16 Ländern Deutschlands stellten und stellen ethnische Deutsche mit deutscher Muttersprache riesengroße Mehrheiten.

    In den »Ländern der ungarischen Krone« war das aber ganz anders.

    Geh mal ins Ethnografische Museum in Bp. und schau dir dort die sehr detaillierte Karte mit der Verteilung der Muttersprachen im ung. Königreich an. Da siehst du sehr genau die heutigen Grenzen Ungarns.

    Kurz und gut: Ungarn wurden in Trianon bis auf kleine Ausnahmen¹ genau jene Gebiete zugestanden, in denen ethnische Ungarn in der Mehrheit waren. Fairer geht es eigentlich nicht – oder meinst du etwa, dass Slowaken, Ruthenen, Serben, Kroaten und Slowenen bis heute Untertanen Ungarns sein sollten?

    Zitat von Albalux Beitrag anzeigen
    Was die Entente damals bewogen haben mag, z. B. das gerade mal etwas mehr als 50 Jahre bestehende Könireich Rumänien mit 103.000 qkm ungarischen Bodens samt Einwohnern zu beschenken, während dem verbleibenden Restungarn nur 93.000 qkm blieben, will heute keiner mehr wissen. Wenn ein Land 70% seiner Fläche und 40% seiner Bevölkerung an z. Z. ungeliebte Nachbarn verliert, dann bleiben da Ressentiments.
    Es war eben nicht Ungarns Land und Ungarns Fläche. In den mehrheitlich nichtungarischen Gebieten wurde nur die ungarische Fremdherrschaft von Österreichs Gnaden beendet. So einfach ist das.

    _________
    ¹ Ausnahmen:
    • Die ungarische Mehrheit am linken Donauufer in der Slowakei. Da wurde entschieden, die Grenze statt entlang ethnischer Verteilung einige Kilometer weiter südlich entlang der Donau zu ziehen.
    • Das Szeklerland in Rumänien. Auch dort gab es eine klare ungarischsprachige Mehrheit, allerdings recht weit entfernt vom ungarischen Kernland. Um keine Exklave mit all den Problemen zu schaffen, wurde das Gebiet Rumänien – das es von allen Seiten umschließt – zugeschlagen.
  9. #9

    Orbáns Werte

    "Es gebe in der EU gemeinsame Werte wie Würde, Freiheit, Demokratie, Herrschaft des Rechts und Frieden" - über die Würde sollte Herr Orbán den zehntausenden von sog. "öffentlichen Arbeitern" erzählen, die sich oft ohne Sinn und Sicht bemühen müssen, sonst bekommen sie nicht einmal die Sozialhilfe. Und für ihre volle Arbeitszeit erhalten sie ca. 170 Euro pro Monat, und das alles in Wochenraten ausgezahlt. So haben sie keine Chance, eine Rechnung zu überweisen oder wenn schon, dann haben sie keine Chance, ihren Kindern Essen zu kaufen. Das ist die "Würde" nach Herrn Orbán. Und einige Abgeordnete seiner Partei, die pro Tag so viel verdienen, behaupten: man kann aus so viel Geld leben!
    Bei dem Begriff "Freiheit" soll man nur an das Mediengesetz denken, bei "Demokratie" an die Neuverteilung der Wahlgebiete (nicht im Sinne der Demokratie) oder an die vorherige Registrierung der Wahlberechtigten und bei der Herrschaft des Rechtes entweder an die sofortige Entlassung von Richtern, die das 62. Lebensjahr erreicht haben oder nur einfach an das neue Grundgesetz, das ohne politische oder gesellschaftliche Diskussion schnell durchgedrängt wurde.
    Und was Frieden betrifft: es gibt keinen Frieden in diesem Land, Verwandte und Freunde wenden sich gegeneinander, abhängig davon, wer zu welcher Schicht gehört. Man darf langsam nur über Wetter und Familie sprechen...


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