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Ungarn in der Krise: Orbáns desolate Halbzeitbilanz

APEin politischer Erdrutsch brachte Viktor Orbán in Ungarn an die Macht, mit einer Zweidrittelmehrheit zementierte er geschickt seine Position. Doch die Halbzeit-Bilanz seiner Regierung fällt düster aus. Die Nation, tief gespalten, steht vor dem finanziellen Ruin - und außenpolitisch im Abseits.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...830579,00.html
  1. #1

    Im Grunde genommen sollte man Ungarn aus der EU entlassen und es pleite gehen lassen, anders scheint man diese unsägliche rechtsradikale Regierung nicht loszuwerden.
    Das größte Problem danach wird eine nötige 2/3 Mehrheit sein, die die Verfassung wieder von den rechten undemokratischen Strukturen befreit.
  2. #2

    ?

    Lieber Keno Verseck! Ich bin ein Ungar selbst und verstehe keinen Wort was Sie hier schreiben. Zitat: "In der Bevölkerung schwindet der Rückhalt für den Regierungschef" - Was ist das? Die Regierung würde immer noch die Wahlen mir Mehrheit gewinnen. Was denken Sie überhaupt, ständig Lügen über meinem Heimatland zu verbreiten. Hier in Ungarn haben wir das Gefühl, als würden die Journalisten im Westen von einem anderen Galaxy! Scönen Tag noch!
  3. #3

    Schon wieder ein Klassiker im Spiegel. Gut recherchiert (komischerweise nur Linke die zu Wort kommen, was in bei der "tiefen Feindschaft" zwischen den Lagern eine ausgewogene Perspektive gewährt; "Sondersteuern für ausländische Großunternehmen" - mal nachlesen! Die Steuer gilt allgemein, aber das fast alle Großunternehmen halt aus dem Ausland sind, darüber zerbricht sich der Schreiberling ja nicht den Kopf. Würde mal sehr gerne erfahren was der Spiegel schreiben würde, wenn Mercedes, BASF und SAP plötzlich in ausländischer Hand wären... aber das wäre ja ein Gedanke, der vielleicht ein bisschen Licht in die Motivation der ungarischen Regierung bringen könnte... Pfui!), fantastisch (nicht fanatisch! ;) geschrieben ("durchgewinkt"?) und ohne Zweifel über jeden Zweifel erhaben, denn wer hier zweifelt ist nur verzweifelt über all die Fakten.
    Und nochmal, super recherchiert! Noch ein Beispiel? Bitte schön: Besteuerung der Handytelefonate: So böse! Wie kann man nur? Erklärung (bitte sowas ja nicht im Artikel schreiben, denn das würde ja bedeuten, daß da doch eine Logik dahinter ist, und nicht die einer Diktatur...): In Ungarn zahlen derzeit ca 1 Million Personen Steuern. Muß weiter geschrieben werden? Na gut, noch ein bisschen mehr Info, denn im Artikel ist ja schon alles hervorragend ausgeführt: Es gibt mehr Handys als Einwohner. Jetzt ist aber Schluß!
    Und weil es so schön war: "der Wechselkurs des Forint verfiel zeitweise dramatisch." Und jetzt ist er wo?
    Noch mehr! Toller Artikel, so viel zu finden: "Steuer auf sämtliche Finanztransaktionen" Uff, böses Ungarn und Schäuble. Hust hust.
    Mehr! "Sozialleistungen für Arbeitslose radikal eingedampft, eine Arbeitspflicht für Sozialhilfeempfänger eingeführt, Renten gekürzt und Arbeitnehmerrechte stark beschnitten" Das ist natürlich nicht der Standard der IWF... Deswegen sitzen die Griechen auch gelangweilt (weil ja arbeitslos aber glücklich) zu Hause und wehren sich nicht gegen die IWF/EU Sparpläne. Dort gut, hier nicht.
    Es könnte noch weitergehen, mit Zweifeln an der Logik:
    "...doch er kann auch direkten politischen Einfluss nehmen, indem er Gesetze nicht unterschreibt, sondern sie ans Parlament zurückschickt." Die von der FIDESZ Mehrheit kamen... Na, was jetzt? Ist er doch ein Kontrollorgan für die wahnsinnigen (gewählten) Volksunvertreter im Parlament?
    Hier wäre eigentlich noch nicht Schluß, aber ich vermute mal, das, wie schon öfter, dieser Beitrag leider nicht rechtzeitig hier erscheinen wird, denn die Moderatoren schätzen zwar Meinungen, aber halt nur ihre eigenen...
    M
  4. #4

    optional

    "Áder ist damit der erste postkommunistische Staatspräsident Ungarns, der keine überparteiliche Persönlichkeit" eine von vielen graviernden Fehlern von diesen Artikel... Árpád Gönz, der erste President war in SzDSz, eine von den Gründern. Oder das Zaelt nicht?
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein politischer Erdrutsch brachte Viktor Orbán in Ungarn an die Macht, mit einer Zweidrittelmehrheit zementierte er geschickt seine Position. Doch die Halbzeit-Bilanz seiner Regierung fällt düster aus. Die Nation, tief gespalten, steht vor dem finanziellen Ruin - und außenpolitisch im Abseits.

    Regierungschef Viktor Orbán: Desolate Lage in Ungarn - SPIEGEL ONLINE

    Ich finde es gut, das sich heir auch ungarische Mitbürger zur Sache äussern. Allerdings sind hier deutlich nationalistische Tendenzen raus zu hören, aber egal.
    Bei uns kann man seine Meinung frei äussern, was ja aufgrund des neuen Mediengesetzes in Ungarn nicht mehr der Fall zu sein scheint.

    Davon abgesehen muß Ungarn nicht in der EU bleiben, wenn sie meinen dass es ohne die Gemeinschaft und die Solidarität der anderen Staaten besser geht, kein Thema.

    Nur über eins müssen sie sich dann im Klaren sein.
    Unterstützung gibt es nur zu Bedingungen wie sie in demokratischen Staaten üblich sind.
    Und die Unternehmer vergeben ihr Geld und damit auch Arbeitsplätze nur, wenn ihr Geld sicher angelegt ist und das scheinen ja viele Unternehmer nicht mehr zu glauben.
    Sie möchten frei von jeglicher Fremdbestimmung Ungar sein, ok.
    Aber ebensowenig können sie uns zwingen ihnen unser Geld zur Verfügung zu stellen, so sind die Regeln, ihre Regeln.
    Davon abgesehen in Deutschland gehören mehr als 50% der DAX Firmen nicht mehr den Deutschen, wo ist das Problem.
    Das sind aber Spielregeln die sich vermutlich nicht ganz verstehen. Das Leben ist nunmal ein Geben und Nehmen und sie geben nichts und wollen alles. Das macht einsam und arm.
  6. #6

    Getroffene Hunde

    bellen hier schon wieder rum, guter und treffender Artikel, über ein Land was von einer rechts-nationalen Regierung gerade runtergewirtschaftet wird, der IWF sollte keinen Notkredit vergeben, sondern das Geld in einen Aufbaufond für die Nachorban-Zeit anlegen, da wird gerade soviel kaputt gemacht, das Ungarn zum Entwicklungsland wird. Leider sind viele Ungarn von den eigenen Sozialisten und Demokraten enttäuscht worden, dass sie die demokratie- und rechtsstaatfeindliche FIDESZ wählten, aber der Rest Europas muß es ja nicht Dulden, es soll eine Lehre für die Zukunft sein, das Staaten schneller aus der EU entfernt werden können, die ja offensichtlich nicht dazugehören wollen und eine Diktatur anstreben.
    Wie weit sie vom europäischen Politikverständnis entfernt sind, sieht man an der Einordnung von Linken und Rechten, bei denen ist jeder Nicht-Nazi scheinbar ein Linker...
  7. #7

    So ist das,

    Zitat von szeki Beitrag anzeigen
    ...Was denken Sie überhaupt, ständig Lügen über meinem Heimatland zu verbreiten. Hier in Ungarn haben wir das Gefühl, als würden die Journalisten im Westen von einem anderen Galaxy! Scönen Tag noch!
    wenn man sich so sehr isoliert hat, wirkt alles um einen herum wie eine fremde Galaxy. "Alle lügen, nur ich nicht", nicht wahr? Aber wie der Artikel ja aufzeigt, geht die dunkle Zeit in Ungarn dem Ende zu. Und darüber freuen sich nicht nur wir Westler sondern sicher auch alle anderen Nachbarn.
  8. #8

    Die EU sollte sich mal Gedanken machen, wieso sich die Ungarn so eine "radikale" Regierung gewählt haben... und könnte eventuell einen Vergleich ziehen, zu dem was am 6. Mai -Gott bewahre- in der Parlamentswahl in Griechenland herauskommt und sich mal überlegen, ob das Polarisieren der Wähler zu den Extremparteien durch vorausschauendes und kluges Einlenken vielleicht vermieden werden könnte
  9. #9

    Zitat von demo_kratie Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, das sich heir auch ungarische Mitbürger zur Sache äussern. Allerdings sind hier deutlich nationalistische Tendenzen raus zu hören, aber egal.
    Bei uns kann man seine Meinung frei äussern, was ja aufgrund des neuen Mediengesetzes in Ungarn nicht mehr der Fall zu sein scheint.

    Davon abgesehen muß Ungarn nicht in der EU bleiben, wenn sie meinen dass es ohne die Gemeinschaft und die Solidarität der anderen Staaten besser geht, kein Thema.

    Nur über eins müssen sie sich dann im Klaren sein.
    Unterstützung gibt es nur zu Bedingungen wie sie in demokratischen Staaten üblich sind.
    Und die Unternehmer vergeben ihr Geld und damit auch Arbeitsplätze nur, wenn ihr Geld sicher angelegt ist und das scheinen ja viele Unternehmer nicht mehr zu glauben.
    Sie möchten frei von jeglicher Fremdbestimmung Ungar sein, ok.
    Aber ebensowenig können sie uns zwingen ihnen unser Geld zur Verfügung zu stellen, so sind die Regeln, ihre Regeln.
    Davon abgesehen in Deutschland gehören mehr als 50% der DAX Firmen nicht mehr den Deutschen, wo ist das Problem.
    Das sind aber Spielregeln die sich vermutlich nicht ganz verstehen. Das Leben ist nunmal ein Geben und Nehmen und sie geben nichts und wollen alles. Das macht einsam und arm.
    Grundsätzlich stimmt es ja was sie da schreiben.
    Aber: Das Mediengesetz hat noch niemanden an seiner Meinungsäußerung gehindert. (Bitte ein Beispiel, wenn sie schon die Zensur an die Wand malen).
    Sie verfallen in ihrer Anspielung auf Ihr Geld auch in ein Extrem wie die Jobbik: es geht nicht darum keine ausländischen Firmen in Ungarn, oder sonst wo zu haben, aber es es durchaus im Interesse Aller, das die Wert der mit den billigeren Arbeitsplätzen oder besser ausgebildeten Facharbeitern im Land verbleibt, zum Teil jedenfalls. Was bisher in Ungarn stattfand war ein reines Abpumpen aller (steuerbefreiten) Gewinne. Nur wenige haben den Wert Ungarns als Standort erkannt (Audi, Mercedes, Suzuki) aber halt auch leider nur mit unnötigen Zuckerln (Tax Holidays).

    Und zum Abschluß: IWF ist eine internationale Organisation, die keinerlei Grundlage für irgendwelche politischen Forderungen hat. Sie hat ihren Mitgliedern zu dienen, die einzahlen und auch mal was abrufen. Was hier die IWF hier aufführt, hat einzig mit der Französin an der Spitze zu tun. Oder glauben sie ein Inder oder Brasilianer hätte irgendwelche bedenken, zumal faktisch rein gar nichts feststeht. Die Klage der EU ist ja noch nicht mal mündlich verhandelt.

    Gruß,
    M


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