DPAKinder und die Blechkolonnen in Großstädten: für viele Eltern ist diese Kombination furchteinflößend. Dabei hat der Autoclub VCD hat in einer Untersuchung festgestellt, dass der Straßenverkehr für Kinder in Städten nicht gefährlicher ist als in kleinen Orten.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...838886,00.html
An der Kreuzung anhalten (wenn nicht durch grüne Ampel oder Vorfahrtszeichen geregelt) sehe ich ja ein - aber warum sollte ein Radfahrer dabei absteigen und das Rad schieben? Dazu ist er nicht verpflichtet, sondern nur (allein schon aus Eigenschutz) die Vorfahrt des fließenden Verkehrs zu beachten. Ein Autofahrer schiebt sein Auto ja auch nicht, wenn er eine Kreuzung/die Straße überquert. Allerdings: Einige Autofahrer sollten dies vielleicht durchaus machen, insbesondere wenn sie aus einer Ausfahrt kommen und dabei rücksichtslos den Radfahrern auf dem Radweg die Vorfahrt nehmen. Sie sehen: Idioten gibt es in beiden Lagern. Nicht immer alles verallgemeinern.
Aus dem Frankfurter Umland habe ich einmal die Geschichte gehört, dass an einer Schule dort ein Hinweis am Tor stünde "Ab hier kann Ihr Kind alleine gehen!" - weil wohl manche Eltern dort ihre Kinder nicht nur mit dem Auto zur Schule kutschierten, sondern bis in den Klassenraum trugen und dort auf den Stuhl setzten. - Ob diese Geschichte auf dem Weg zu mir etwas übersteigert wurde, weiß ich nicht, aber nach dem, was ich selbst erlebt habe, kann ich es mir schon vorstellen. Eltern täten dabei wohl generell gut daran, ihr Kind zu Fuß laufen oder Rad fahren zu lassen. Wo soll man die Kraft denn irgendwann her nehmen, wenn der eigene Körper nie gelernt hat, wofür er gut ist?
Nö, wäre dann wohl VDO :-)
Der VCD ist eine, naja, lustige Vereinigung.
Die Mutter meiner Freundin ist da Mitglied, dort war ich scho ne halbe
Stunde auf dem Klo, dannach kam ich mit einem Grinsen im Gesicht wieder.
....
Da hab ich deren Pamphlet "fairkehr" gelesen :-)
Das Wort des Chefredakteurs am Anfang hat mir einmal besonders
gut gefallen.
Die Jugend von heute ist so Intelligent, die will keinen Führerschein
mehr, nein, denn iPod und iPhone sind heute viel wichtiger.
Auch die Mädchen stehen nicht mehr auf die Typen mit den Dicken
Autos, sondern auf die mit den hipsten Gadgets (naja, stand sinngemäß wirklich da).
Episch, einfach nur episch :-)
Was wollen Sie erwarten von einer Gesellschaft, in der den Leuten seit Jahrzehnten beigebracht wird "Fahrbahnen sind ja sooo gefährlich für Radfahrer, Radwege sind ja soooo sicher und deswegen nötig"?
All diese von Ihnen zu Recht als lebensgefährlich kritisierten Verhaltensweisen sind auf Radwegen mehr oder weniger vorgeschrieben.
Wieso sollte dann der Durchschnittsmensch nicht den Schluss ziehen "wo kein Radweg, da eben dann der Gehweg, ist doch eh dasselbe und bleibe ich wenigstens der gefährlichen Fahrbahn fern"?
Also mich wundert es nicht - wer Radwege säht, wird Gehwegradler ernten.
Zu Ihrem Verständnis etwas ausführlicher: Der VCD ist kein Autoclub, sondern ein Verkehrsclub. Der ADAC ist ein Autoclub. Verkehr ist für den VCD eben nicht nur Automobilverkehr. Der Lapsus ist angesichts der SPONschen Fixiertheit auf das Automobil aber nicht verwunderlich.
Artikel wie dieser sind in der Rubrik "Verkehr" - achnee, die heißt ja hier "Auto" - die positive Ausnahme. Meistens geht es hier doch nur um irgendwelche neuen Blechdosenmodelle. Würden die mich interessieren, läse ich AutoBILD.
...die ihre Kiddies mit den dicken Autos zur Schule bringen und keinerlei Rücksicht darauf nehmen, dass die Kinder dort über die Straße gehen, dass eine Einbahnstraße ist, dass auch kleinere Kinder dort entlanglaufen. Hauptsache der eigene Nachwuchs kommt sicher an.
Ätzend.
Nein, aber die völlig vernünftige Einsicht, dass es absolute Sicherheit nicht gibt - und dass die Gefahr, die für das einzelne Kind dadurch, dass es zur Schule/Kindergarten geht, gegen Null geht.
Aber Eltern, die ihre Kinder aus "Sorge" zu unmündigen, unselbständigen Wesen erziehen, die nie lernen konnten, sich in unserer Gesellschaft zu bewegen und Situationen richtig einzuschätzen, das sind eigentlich die Menschen, die den Kindern schaden, und nicht der imaginäre Kinderschänder. Aber wenn Sie Ihre Kinder so behandeln wollen, bitte. Mir tun Ihre Kinder leid. aetzend.
Die Rede war von Radeln auf dem Bürgersteig - wohlgemerkt Bürgersteig, also ohne Radweg. Auf so einem Bürgersteig dürfen nur Kinder bis 10 Jahren fahren. Und sie MÜSSEN sich an einer Kreuzung verhalten wie ein Fußgänger. Sie haben auch keine "Vorfahrt" gegenüber einem aus der Seitenstraße kommenden Auto, selbst wenn ihr Weg der Vorfahrtstraße folgt und das Auto aus der Seitenstraße ein "Vorfahrt beachten"- oder Stoppschild vor der Nase hat. Und das wissen leider die wenigsten Gehwegradler.
Dass viele Autofahrer meinen, ihnen gehöre die Straße alleine, kann ich als Radler nur bestätigen.