Das ist natürlich eine Möglichkeit. Noch viel naheliegender ist aber das direkte Unterbinden des Missbrauchs. Providern sollten durch eine noch eindeutigere Rechtslage verboten werden, Beihilfe zu leisten. Sie sollten verpflichtet sein, den Traffic, der über den Router nach draußen befördert wird, von Filtern analysieren zu lassen. UBE erkennt man daran, dass an extrem viele Ziele auf Port 25 immer wieder derselbe Inhalt verschickt wird, oder dass die Inhalte immer wieder denselben URL enthalten. Wenn die Filtersoftware sowas feststellt, muss die Verbindung unterbrochen werden. Eine andere Möglichkeit besteht daran, die Firewall so zu konfigurieren, dass für Hinz und Kunz IP-Verbindungen per Port 25 gesperrt sind, außer zum Mail-Server (MTA) des Providers. Ich lese nach wie vor aus §240 StGB heraus, dass UBE Nötigung ist, und aus §303a StGB, dass es sich um Unbrauchbarmachung von Daten handelt. Nötigung, weil Millionen Opfer genötigt werden, sich dauernd zeitraubend damit zu befassen, sei es um Schwarze Listen zu aktualisieren ode anderweitig Filter anzupassen, sei es, um den Müll von Hand zu löschen. Unbrauchbarmachung von Daten, weil ein Email-Account unbrauchbar wird, wenn man der Nötigung nicht Folge leistet.
Nein, das wär kein Präzedenzfall, um auch Webseitensperrungen salonfähig zu machen. Bei Webseiten geht die Initiative für den Datenverkehr vom Empfänger aus, man holt sich freiwillig den Inhalt, und bei E-Mail geht sie vom Sender aus, man bekommt unfreiwillig den Inhalt zugestellt, das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Wenn erst beim Empfänger gefiltert wird, so wie bisher, funktioniert das nur sehr schlecht, und dem Opfer wird Zeit gestohlen, denn ohne zeitraubende Arbeit funktionierten Filter nicht.
Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass sehr viele Provider und providerartige Organisationen das sehr gut im Griff haben und nur manche schwarzen Schafe nicht. Beispielsweise kommt von deutschen Universitäten, Behörden und Nicht-IT-Großunternehmen praktisch nie UBE, und auch längst nicht von jedem Provider.
Nebenbei ist Spam die falsche Bezeichnung. Spam ist ein unzulässig oft wiederholter Inhalt in den Newsgroups, das hat mit E-Mail nichts zu tun. Massenhaft wiederholte E-Mails nennt man UBE (unsolicited bulk e-mail), und eine Teilmenge davon UCE, unsolicited commercial e-mail. UBE, die nicht UCE ist, also nichtkommerzielle UBE, ist auch ein Prolem, und es wird von dem Trick mit den Banken nicht gelöst. Beispielsweise UBE politischer Spinner, oder zur Verbreitung von Viren. Bitte keinen "Gegenbeweis" mittels Wikipedia versuchen, die falsche Begriffsbildung wurde in der Wikipedia wahrheitswidrig von Laien durchgesetzt. Dass Spam o.g. Bedeutung hat ergibt sich daraus, dass dieses Problem in den Newsgroups auftauchte, als es E-Mail für jedermann noch gar nicht gab. Ich habe damals in den 90ern (als die Wikipedia-Verfälscher noch kleine Kinder waren) zusammen mit 5 anderen Aktivisten den Spam in den Newsgroups vollautomatisch wieder gelöscht (gecancelt), manchmal tausende pro Tag, ich weiß also was Spam ist.

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