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Unerwünschte Werbung: Forscher wollen Händlern das Spam-Geschäft vermiesen

Fast 80 Prozent der weltweit verschickten E-Mails sind unerwünschte Werbepost. Provider wehren die Mailflut mit Filterprogrammen ab, nun haben US-Forscher eine Idee für eine grundsätzliche Lösung - sie wollen bei den Banken ansetzen, die Spam-Geschäfte abwickeln.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...764086,00.html
  1. #30

    Nicht zu Ende gedacht

    Die kartenausstellenden Banken im Westen sollen bei bestimmten Transaktionen die Zahlung verweigern, wenn die Empfängerbanken "als Unterstützer von Spam-beworbenen Waren bekannt sind".
    Frage 1: an welchen Kriterien soll erkannt werden, dass die Transaktion zur Zahlung eines Potenzmittel gehört? An der Summe? Am Verwendungszweck? Beides ist nicht praktikabel.

    Frage 2: die Spammer richten "spaßeshalber" bei einer westlichen Bank ein Konto ein. Schnell landet die Bank auf der schwarzen Liste. Wie wird nun zwischen guter und schlechter Bank unterschieden?


    Spam lässt sich effektiv nur durch technische Maßnahmen zur Strecke bringen. Solange aber alte Windows-Rechner und schlecht gewartete Root-Server im Internet hängen, solange wird es reichlich Spam geben.
    Oder man führt endlich signierte Mails ein. Was dann unsigniert ins Postfach wandert, vergammelt mehr oder weniger. Aber lieber verbummelt ein Rechenzentrum 20 Prozent seiner Stromkosten für das Filtern von Mails.

    Und wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, leben wir noch mit einem ganz anderen Spam: den unzähligen Mitarbeiter-Mails. Statt mal drei Gedanken in einer Mail zusammen zu fassen, lustige Witze im Forum zu posten oder einfach mal das Telefon zu nutzen, solange brauchen wir uns über den echten Spam kaum aufregen.
  2. #31

    -

    Leider völlig daneben der Artikel. Das organisierte cybercrime ist längst Besitzer von EIGENEN Banken! Denen zu sagen " Ihr dürft den pösen spammern nicht die Finazdienstleistungen anbieten" ist als würde man einem Bären sagen er dürfe nicht in den Wald scheißen....
    Zusätzlich ist die Idee alt und wurde u.a. bei der Nutzlosbranche wie den Gebr. Schmidtlein schon erfolgreich angewandt:

    Taler Taler du musst wandern
    von der einen Bank zur andern.
    Das ist doof. Das ist fies.
    Keine Bank will Schmidtleinkies.


    Letztendlich muss ich sagen: ich bekomme kaum noch spam, eigentlich so wenig, dass das Thema für mich schon gestorben war.
  3. #32

    Gegenvorschlag

    Zitat von elfindelosdias Beitrag anzeigen
    Die ganze Hysterie ist überzogen. Überall, werden wir vollgemüllt. Tv, Print, im Kaufhaus oder im Radio.

    So ist die Zeit. Wer das nicht will, der geht ins Kloster.
    Bessere Idee: Du gehst ins Kloset. Und lässt uns in Frieden.
  4. #33

    Unerwünschte Werbung SPAM

    Zitat von Zyklotron Beitrag anzeigen
    Wie naiv. Die Banken verdienen doch an jedem schmutzigen Geschäft mit. Die werden ihre schwärzesten Schafe doch nicht outen.
    Wenn die Banken nicht reagieren pder kooperieren, ist es möglich sie zu schließen oder vom internationalen Handel auszuschließen. Ganz einfach, oder?
  5. #34

    *

    Zitat von _thilo_ Beitrag anzeigen
    Emails sollten etwas kosten ! Und zwar ein paar wenige(!) Cent pro email.

    Es gibt da ja verschiedene Ansätze neben dem normalen email- transfer einen "offiziellen" Kanal zu implementieren.
    Damit würden sich ein Haufen Probleme quasi von selbst regeln.
    Wozu? Zum einen kosten Emails schon was, denn auch für den Datenverkehr muß man bezahlen und zum anderen wäre es deutlich sinnvoller sich auf einen oder mehrere Sicherheitsmechanismen, wie z.B. SPF zu einigen UND ca. 70% aller Admins von Mailservern vor die Türe zu setzen, weil sie schlicht zu blöd sind, ihre Kisten dicht zu halten.
  6. #35

    Das ist es

    Zitat von _thilo_ Beitrag anzeigen

    Emails sollten etwas kosten ! Und zwar ein paar wenige(!) Cent pro email.

    .

    Und es brauchen noch nicht mal ein paar Cent zu sein (damit würde man sich wahrscheinlich tatsächlich unbeliebt machen). 0.1 Cent/email würde den Normalverbraucher praktisch nichts kosten (1 Euro pro 1000 emails), aber der Spammer müsste für eine Million emails dann schon 1000 Euro bezahlen. Das schmerzt...
  7. #36

    Außerirdische "Intelligenz"???

    Zitat von deltacentauri Beitrag anzeigen
    Mit solchen Killerargumenten können Sie auch die Strafverfolgung von Internetbetrug und Kinderpornografie geißeln.
    Dem allerwertesten deltacentauri ist offensichtlich nicht klar, dass Landminen und Clusterbomden töten, aber das mag ja an seiner großen Entfernung zur Erde liegen. Von Spammails kenne ich das Phänomen des plötzlichen Ablebens oder des verstümmeltwerdens nicht. Und was ich damit eigentlich zum Ausdruck bringen wollte, nämlich dass es viel wichtigeres gibt als elektronischen Müll, hat dieser offensichtlich extraterrestrische schon überhaupt nicht kapiert. Außerirdische "Intelligenz"?? Dass ich nicht lache!
  8. #37

    Verantwortung der Nutzer

    Was hier bisher noch niemand angesprochen hat:

    Solange Spam-Mails auf fruchtbaren Boden fallen ("jeden Tag steht ein Dummer auf"), werden Leute versuchen, diesen Acker zu bestellen.

    Eine Seite ist die Technische, die andere die Menschliche. Es gibt nach wie vor Leute, die jeden Dreck anklicken, aufmachen, weiter leiten. Manchmal sogar Leute, die es (inzwischen) besser wissen sollten.

    Vielleicht muss man das ein wenig entspannter betrachten: auch Autos (und auch sonst so ziemlich alles, was wir im positiven Sinne nutzen) haben ihre negativen Seiten, die man wohl oder übel in Kauf nehmen muss. Man kann sich bis zu einem gewissen Grad schützen, aber die eigene Aufmerksamkeit, das eigene Gefahrenbewusstsein kann einem kein Steuergerät abnehmen.
  9. #38

    Theorie

    Zitat von Astrofish Beitrag anzeigen
    Und es brauchen noch nicht mal ein paar Cent zu sein (damit würde man sich wahrscheinlich tatsächlich unbeliebt machen). 0.1 Cent/email würde den Normalverbraucher praktisch nichts kosten (1 Euro pro 1000 emails), aber der Spammer müsste für eine Million emails dann schon 1000 Euro bezahlen. Das schmerzt...
    Mit etwas Kenntnis der Technik hinter E-Mail sollte einem aber klar sein, das dort kein abkassieren möglich ist.

    E-Mail ist per Design kostenlos, nicht an Provider gebunden oder an Accounts, auch nicht an Domains. Jeder mit Netzzugang kann mit einem Programm sofort losmailen. Genau das tun Spammer, sie nutzen infizierte PC und installieren da u.a. kleine Mailserver.

    Natürlich weiss man viel über die Infrastruktur von Spam. Bestimmte Länder, Provider, Domaindienstleister, Rechenzentren und Finanzfirmen könnte man auf eine schwarze Liste setzen. Aber selbst bei klaren Fällen wie einzelnen Rechenzentren geschieht nichts. Man kann denen nicht nachweisen das sie mitmachen, nur das sie missbraucht werden. Egal ob in China oder in den USA.

    Eine gewisse Mitschuld trifft auch die ganz normalen Nutzer. Denn der gewöhnliche Spammer ist ahnunglos - eine kleine Klitsche aus Asien, die Spam beauftragt bei kriminellen Russen mit Botnetz. Nun finden sich dort hunderte Millionen Mailadressen, die er dem Kunden anpreisen kann. Ebenso wie 80% der Mail Spam sind, sind vermutlich 80% der Postfächer bei Freemailern Mülleimer. Der typische Internet-Benutzer hat heutzutage mehrere Müll-Postfächer und benutzt selten auch nur einen einzigen richtigen Dienst. Die asiatische Klitsche denkt wahrscheinlich, in Europa leben so viele Menschen wie in China und Indien zusammen und das es sich nur lohnen kann.

    Letztlich ist es aber immer wieder bemerkenswert, wie wenig gegen Spam getan wird. Da berichten auch deutsche Zeitschriften über wochen- und monatelange Analysen von Kontroll-Servern, die riesige Botnetze steuern und in der Zeit für Milliarden Spam-Mails verantwortlich sind. Keinerlei Bestreben diese Systeme zu melden und dem Rechenzentrum Druck zu machen. Dabei sind es nicht selten immer wiederkehrende Dienstleister, die die Infrastruktur stellen. Es wäre garnicht so schwer Spammer deutlich zu schädigen und das Phänomen zu einer Randerscheinung zu machen. Aber die geeigneten Massnahmen werden nur bei schlimmeren Dingen wie KiPo durchgeführt.
  10. #39

    Politischer Wille

    Mir erschließt sich das Problem der Bekämpfung nicht?

    Wenn ein hoher Anteil des Mail-Traffics Spam ist, dann kostet uns User das viel Geld, denn die Kosten für den Traffic werden bekanntermaßen durch die Provider auf die Kunden umgelegt. Es entsteht uns also ein Schaden.

    Wenn die Legislative dieses Schädigen als illegal erklärte, ließe es sich auch strafverfolgen.

    Letztendlich muss ja ein Urheber auszumachen sein, da ja ein Geschäft getätigt werden soll. Sonst wäre das Spammen unlukrativ für die Urheber. Hierüber könnte die Strafverfolgung ansetzen.

    Befinden sich die Täter im Ausland, so muss die Politik Abkommen schaffen um ausländische Täter dingfest zu machen, bzw. uneinsichtigen Staaten Sanktionen androhen.

    Auf diese Art und Weise ließe sich mittelfristig die Spam-Kriminalität eindämmen.

    Meines Wissens gibt es eine solche Initiative nicht. Warum eigentlich nicht?
    Denn mit Filtern ist es ja nicht getan, der Traffic entsteht ja und verursacht Kosten, auch wenn in meinem Postfach kaum eine Spam-Mail ankommt. Es hilft auch nichts, auf den technisch unversierten User zu schimpfen. Oder will man eine Gesellschaft voller Nerds oder alle Unwissenden vom Netz ausschließen?!








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