Frage 1: an welchen Kriterien soll erkannt werden, dass die Transaktion zur Zahlung eines Potenzmittel gehört? An der Summe? Am Verwendungszweck? Beides ist nicht praktikabel.Die kartenausstellenden Banken im Westen sollen bei bestimmten Transaktionen die Zahlung verweigern, wenn die Empfängerbanken "als Unterstützer von Spam-beworbenen Waren bekannt sind".
Frage 2: die Spammer richten "spaßeshalber" bei einer westlichen Bank ein Konto ein. Schnell landet die Bank auf der schwarzen Liste. Wie wird nun zwischen guter und schlechter Bank unterschieden?
Spam lässt sich effektiv nur durch technische Maßnahmen zur Strecke bringen. Solange aber alte Windows-Rechner und schlecht gewartete Root-Server im Internet hängen, solange wird es reichlich Spam geben.
Oder man führt endlich signierte Mails ein. Was dann unsigniert ins Postfach wandert, vergammelt mehr oder weniger. Aber lieber verbummelt ein Rechenzentrum 20 Prozent seiner Stromkosten für das Filtern von Mails.
Und wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, leben wir noch mit einem ganz anderen Spam: den unzähligen Mitarbeiter-Mails. Statt mal drei Gedanken in einer Mail zusammen zu fassen, lustige Witze im Forum zu posten oder einfach mal das Telefon zu nutzen, solange brauchen wir uns über den echten Spam kaum aufregen.
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