RTLDie Vorwürfe von Günter Wallraff wiegen schwer: Der Paketzusteller GLS beute seine Mitarbeiter systematisch aus, berichtet der Enthüllungsjournalist unter Berufung auf verdeckte Recherchen. Das Unternehmen tut sich schwer mit seinem Dementi - moniert aber "einseitige Berichterstattung".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836248,00.html
Wenn man Familie hat muss man halt nehmen was kommt sonst kürzt einem das Amt alles.
Das tragische daran ist, dass die Fahrer, weil nie daheim, dann trotzdem von ihren Familien verlassen werden.
Unsere Arbeitsämter spielen den Ausbeuterfirmen (ob nun Niedrigstlohn oder Zeitarbeit) die Menschen in Zwangslage direkt zu. In Gegenden mit niedriger Arbeitslosigkeit nimmt eine Ausbeuterfirma zur Not auch alte Menschen, die nicht von ihrer Rente leben können, oder besoffene Russen ohne Führerschein, wie im RTL-Beitrag erwähnt.
Das ist nicht wirklich positiv.
ist dies eine sehr dürftige Stellungsnahme und spricht für den mental begrenzen Horizont der Unternehmensmanager. Diese Stellungsnahme sagt alles über das UN aus.. (natürlich sehr negativ).
Nicht nur GLS, sondern auch andere Paketdienstunternehmen werden insbesondere kaum erklären können, worin genau der wirtschaftliche Vorteil liegen soll, wenn die Fahrer nicht direkt beim Paketdienst, sondern bei einem Subunternehmer angestellt sind.
Normalerweise wäre der Subunternehmer ein verzichtbares Glied in der Kette, das nur zusätzlich mitverdienen will und daher unnötig Geld kostet.
In der Tat ist die Recherche einseitig , nämlich aus der Sicht der Subunternehmer und Fahrer.Die andere Seite sieht dann so aus:
Die Paketdienste , egal welcher, vergütet den Vor und Nachlauf(Also das Abholen an einer Paketabgabestelle, und die Auslieferung an den Kunden , an den Unternehmer.Das sind so um die 40 Prozent des Paketpreises. Einfaches Beispiel: Paketpreis: 4.50 Euro, Gutschrift an die Unternehmer ,einmal abholen , einmal beim Kunden zustellen 1.80 Euro.Verbleiben 2.70 Euro je Paket.Natürlich differiert das. Der Hauptlauf, z.b. von Frankfurt nach Hamburg kostet (1 Gliederzug LKW) 700.-- Euro,und hat so um die tausend Pakete an Bord. Dann bleiben für eben diesen Hauptlauf und das Umschlagen 2700 Euro .Wenn man sich jetzt mal anschaut , wieviele LKW an so einem Depot stehen, und in alle Himmelsrichtungen fahren, kann man sich schnell ausrechnen, wie lukrativ das Geschäft ist, besonders , wenn man das unternehmerische Risiko so elegant auslagert.Leider ist der Gesetzgeber nicht in der Lage , diese Mißstände abzustellen. Mag sich der einzele Kunde über seine günstigen Paketkosten freuen, als Steuerzahler, und Rentenbezieher zahlt er das zig-fach nach.Denn alle diese Leute zahlen kaum oder gar nix in die Sozialkassen ein.Und so wächst täglich die Zahl derer,die später aus Steuermitteln das Existenzminimum erhalten.
Wieder ein schönes Beispiel dafür , wie man Gewinne an die Wirtschaft und die Verluste an die Gesellschaft weitergibt.