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Undercover-Recherche: GLS wirft Wallraff einseitige Berichterstattung vor

RTLDie Vorwürfe von Günter Wallraff wiegen schwer: Der Paketzusteller GLS beute seine Mitarbeiter systematisch aus, berichtet der Enthüllungsjournalist unter Berufung auf verdeckte Recherchen. Das Unternehmen tut sich schwer mit seinem Dementi - moniert aber "einseitige Berichterstattung".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...836248,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Vorwürfe von Günter Wallraff wiegen schwer: Der Paketzusteller GLS beute seine Mitarbeiter systematisch aus, berichtet der Enthüllungsjournalist unter Berufung auf verdeckte Recherchen. Das Unternehmen tut sich schwer mit seinem Dementi - moniert aber "einseitige Berichterstattung".

    GLS wirft Wallraff einseitige Berichterstattung vor - SPIEGEL ONLINE
    Wenn es nix positives gibt, wird das i.d.R. halt etwas einseitig mit der Berichterstattung.
  2. #2

    Doch,positiv ist...

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Wenn es nix positives gibt, wird das i.d.R. halt etwas einseitig mit der Berichterstattung.
    das man mit 69 Jahren immer noch einen Job als Paketfahrer bekommt.Erstaunlich, das bei den miesen Arbeitsbedingungen noch genug bereit sind ,dese Arbeit anzunehmen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Vorwürfe von Günter Wallraff wiegen schwer: Der Paketzusteller GLS beute seine Mitarbeiter systematisch aus, berichtet der Enthüllungsjournalist unter Berufung auf verdeckte Recherchen. Das Unternehmen tut sich schwer mit seinem Dementi - moniert aber "einseitige Berichterstattung".

    GLS wirft Wallraff einseitige Berichterstattung vor - SPIEGEL ONLINE
    Bezeichnend ist auch, dass selbst in dieser kurzen Stellungnahme die Konzernmutter alle Verantwortung konsequent auf die Subs, hier Transportunternehmen genannt, abwälzt.
  4. #4

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    das man mit 69 Jahren immer noch einen Job als Paketfahrer bekommt.Erstaunlich, das bei den miesen Arbeitsbedingungen noch genug bereit sind ,dese Arbeit anzunehmen.
    Wenn man Familie hat muss man halt nehmen was kommt sonst kürzt einem das Amt alles.
    Das tragische daran ist, dass die Fahrer, weil nie daheim, dann trotzdem von ihren Familien verlassen werden.

    Unsere Arbeitsämter spielen den Ausbeuterfirmen (ob nun Niedrigstlohn oder Zeitarbeit) die Menschen in Zwangslage direkt zu. In Gegenden mit niedriger Arbeitslosigkeit nimmt eine Ausbeuterfirma zur Not auch alte Menschen, die nicht von ihrer Rente leben können, oder besoffene Russen ohne Führerschein, wie im RTL-Beitrag erwähnt.
    Das ist nicht wirklich positiv.
  5. #5

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    Erstaunlich, das bei den miesen Arbeitsbedingungen noch genug bereit sind ,dese Arbeit anzunehmen.
    Das ist das Ergebnis der rotgrünen Arbeitsmarkt"reformen", an denen nacher weder Schwarzrot noch Schwarzgelb etwas verbessert haben.

    Es wurden eben entsprechende "Anreize" in Form zusammengestrichener sozialer Absicherung gesetzt.
  6. #6

    Für ein Weltunternehmen!

    ist dies eine sehr dürftige Stellungsnahme und spricht für den mental begrenzen Horizont der Unternehmensmanager. Diese Stellungsnahme sagt alles über das UN aus.. (natürlich sehr negativ).
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Unternehmen tut sich schwer mit seinem Dementi - moniert aber "einseitige Berichterstattung".
    Alles was Recht ist: Man kann Wallraff schlecht vorwerfen, dass er sich nicht bei der Führungsebene von GLS eingeschlichen hat und aus dortiger Sicht argumentiert hat.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Unternehmen tut sich schwer mit seinem Dementi - moniert aber "einseitige Berichterstattung".

    GLS wirft Wallraff einseitige Berichterstattung vor - SPIEGEL ONLINE
    Nicht nur GLS, sondern auch andere Paketdienstunternehmen werden insbesondere kaum erklären können, worin genau der wirtschaftliche Vorteil liegen soll, wenn die Fahrer nicht direkt beim Paketdienst, sondern bei einem Subunternehmer angestellt sind.

    Normalerweise wäre der Subunternehmer ein verzichtbares Glied in der Kette, das nur zusätzlich mitverdienen will und daher unnötig Geld kostet.
  9. #9

    In der Tat ist die Recherche einseitig , nämlich aus der Sicht der Subunternehmer und Fahrer.Die andere Seite sieht dann so aus:
    Die Paketdienste , egal welcher, vergütet den Vor und Nachlauf(Also das Abholen an einer Paketabgabestelle, und die Auslieferung an den Kunden , an den Unternehmer.Das sind so um die 40 Prozent des Paketpreises. Einfaches Beispiel: Paketpreis: 4.50 Euro, Gutschrift an die Unternehmer ,einmal abholen , einmal beim Kunden zustellen 1.80 Euro.Verbleiben 2.70 Euro je Paket.Natürlich differiert das. Der Hauptlauf, z.b. von Frankfurt nach Hamburg kostet (1 Gliederzug LKW) 700.-- Euro,und hat so um die tausend Pakete an Bord. Dann bleiben für eben diesen Hauptlauf und das Umschlagen 2700 Euro .Wenn man sich jetzt mal anschaut , wieviele LKW an so einem Depot stehen, und in alle Himmelsrichtungen fahren, kann man sich schnell ausrechnen, wie lukrativ das Geschäft ist, besonders , wenn man das unternehmerische Risiko so elegant auslagert.Leider ist der Gesetzgeber nicht in der Lage , diese Mißstände abzustellen. Mag sich der einzele Kunde über seine günstigen Paketkosten freuen, als Steuerzahler, und Rentenbezieher zahlt er das zig-fach nach.Denn alle diese Leute zahlen kaum oder gar nix in die Sozialkassen ein.Und so wächst täglich die Zahl derer,die später aus Steuermitteln das Existenzminimum erhalten.
    Wieder ein schönes Beispiel dafür , wie man Gewinne an die Wirtschaft und die Verluste an die Gesellschaft weitergibt.


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