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Unbezahlbare Lebensmittel: "Es steht eine Revolution der Hungrigen bevor"

Ob Reis in Ecuador, Quark in Deutschland oder Croissants in Frankreich: Auf der ganzen Welt steigen die Lebensmittelpreise unaufhörlich und extrem. Die Hauptlast tragen die Ärmsten weltweit – Hilfsgruppen verlangen dringend eine globale Lösung für ein globales Problem.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543598,00.html
  1. #1

    ganze Welt = global?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob Reis in Ecuador, Quark in Deutschland oder Croissants in Frankreich: Auf der ganzen Welt steigen die Lebensmittelpreise unaufhörlich und extrem. Die Hauptlast tragen die Ärmsten weltweit – Hilfsgruppen verlangen dringend eine globale Lösung für ein globales Problem.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543598,00.html
    Wer hat denn immer behauptet, Globalisierung kommt nicht zuletzt auch den Armen zu Gute? (und dann mit Statistiken um sich werfend)
  2. #2

    Es geht wie immer um Geld ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob Reis in Ecuador, Quark in Deutschland oder Croissants in Frankreich: Auf der ganzen Welt steigen die Lebensmittelpreise unaufhörlich und extrem. Die Hauptlast tragen die Ärmsten weltweit – Hilfsgruppen verlangen dringend eine globale Lösung für ein globales Problem.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543598,00.html
    ... Ein Teil des Problems ist die Umwandlung von Lebensmittelrohstoffen in BIO-Treibstoffe. Von den Grünen hoch gelobt!
    Nur weiter so!
  3. #3

    Utopie

    Hach...wäre es schön, wenn Kommunismus funktionieren würde, aber Menschen sind nunmal nicht gleich und erst recht kümmert sie das Leid anderer überhaupt nicht so lange es ihnen nur gut oder sogar besser geht.
    Dass so ein Trend auch vor Lebensnotwendigen Dingen keinen halt macht zeigt sich ja nicht erst unter diesem Aspekt der Lebensmittelversorgung. Schon lange sind große Pharmazeutische Firmen Beispiel dafür, dass auf diesem Planeten keine Wohlfahrt herrscht.
    Indes eine Revolution wird nicht viel ändern...der Kreislauf würde sich ja doch nur wiederholen...
  4. #4

    lebensmittel in den tank?

    das szenario ist hoffentlich ein grund dass der "biosprit" vor dem aus steht! abholzung von waldflächen und spritproduktion mit industriellen verfahren am acker sind ja wohl offensichtlich krimineller blödsinn.
    dass normalbürgern das schon nach 5 minuten nachdenken klar ist aber unsere eliten erstmal riesensummen verbraten bevor sie diesen zug stoppen erstaunt immer wieder.
  5. #5

    Falls es so etwa gibt wie religiöse Ethik

    Glaube ich nicht, dass es dem Lieben Gott gefällt, wenn wir Getreide verbrennen für Strom oder Biosprit, sodass bei uns SUVs elegant und ökologisch korrekt über die Bordsteinkante kommen, während in Südamerika, Afrika oder Asien ein Familienvater nicht einmal mehr eine Schale Reis kaufen kann.
  6. #6

    Viel zu billig

    Es ist lachhaft, von einem "dramatischen" Preisanstieg bei Lebensmitteln in Deutschland zu sprechen. Sicher sind 20 Prozent viel. Aber gemessen an den sehr geringen Preisen auch wieder nicht. Wenn ein Päckchen Haferflocken nun 35 ct. statt 25 ct. kostet, ist das zwar ein Preisanstieg von 40 Prozent, aber mal ehrlich: Das merken in Deutschland doch die wenigsten im Portemonaie! Die Deutschen geben im Schnitt weniger als 10 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen und dagegen stellen, daß ein Viertel bis ein Drittel der Menschheit nicht oder nur sehr schwer in der Lage ist, mit dem verfügbaren Einkommen ausreichend Lebensmittel zu beschaffen. Dabei ließe sich das Problem vermutlich recht einfach lösen, indem man die der Sklaverei nahe kommende Exportausbeutung der armen Länder durch die Reichen ein Ende machte. Unsere Lebensmittel sind doch nur so billig, weil wir sie aus ärmsten Ländern importieren - sie stehen den Menschen dort also nicht mehr zur Verfügung. Das, was wir zahlen, geht an korrupte Regierungen, die Waffen davon kaufen und Kriege damit finanzieren. Unsere eigene landwirtschaftliche Überproduktion vernichten wir indes selbst. Wäre es nicht sinnvoller, auf Importe zu verzichten, die eigene Überproduktion zu exportieren und den ärmsten Ländern anstatt von Finanzspritzen Know How und Hilfe bei der Produktion von Grundnahrungsmittel bereitzustellen?
  7. #7

    Ok

    dann will ich nach vielen Jahren Spiegelforum lesen nun auch mal meinen Senf dazu geben.

    Das Problem ist nicht das keine Lebensmittel verfügbar sind, auch nicht das weniger produziert werden. Hoher Ölpreis usw. ist auch nicht der entscheidender Faktor für die Teuerung. Der wahre Grund ist ganz einfach Profitgier.

    Für mich absolut unverständlich ist, wenn z.B. Getreide aus Afrika zu Spottpreisen aufgekauft wird nur um es anschließend zu vernichten damit die Preise auf den Weltmarkt auch möglicht hoch bleiben. Zu allem Übel kommen dann div. Firmen und verkaufen diesen armen Ländern irgendwelches Gen-Saatgut. Die Folge daraus ist dann, dass kein eigenes Saatgut mehr herstellt werden kann und die Abhängkeit von der sogenannten "Ersten Welt" immer größer wird.

    In Deutschland das selbe. Die Lebensmittel verrotten regelrecht in den Regalen weil die Preise immer mehr anziehen. Das interessiert die Industrie nicht im geringsten. Die Regale sind voll und für nicht verkaufte Lebensmittel wird einfach wieder was auf die Preise aufgeschlagen. Das Geld kommt ja so oder so rein.

    Fazit: Es sind genug Lebensmittel verfügbar und diese währen "eigentlich" auch für Jedermann bezahlbar.
  8. #8

    Sofort die Biosprit-Produktion einstellen

    Wenn allein in den USA 50% der Maisernte zu Biosprit verarbeitet werden, kann dies nicht ohne Auswirkung auf Maisprodukte, Viehfutter und Fleisch sein.

    Biosprit erweist sich als das große Verbrechen, das sich durch die CO2-Lüge etabliert hat und sich dank höherer Subventionen und weniger Einschränkungen (Insektizide, genveränderte Sorten etc.) für die Landwirte als Goldgrube erweist.

    Außerdem sorgt Biosprit dafür, daß auch noch die letzten (Ur-)Wälder vernichtet werden und dem Anbau von anblich CO2-neutralen Monokulturen Platz machen müssen.
  9. #9

    Europa als Agrar -Exporteur

    Die EU ist einer der größten Agrar - Exporteure weltweit. Im Milchbereich sind wir Weltmarktführer und auch im Bereich Getreide (Weizen) und Schweinefleisch bedeutend. In den letzten 10 Jahren war die Situation so, dass wir durch Subventionen begünstigt enorme Mengen an Agrarprodukten zu Billigpreisen auf dem Agrarmarkt verkappt haben um den Inlandsmarkt zu entlasten.
    Das führte zu einer Schwemme an Billignahrung in den Entwicklungsländern und zerstörte dort den heimischen Markt. Jedenfalls wurde das als Hinderungsgrund genannt für die nachhaltige Entwicklung einer heimischen Agrarwirtschaft. Durch die Verknappung von Agrarrohstoffen ist es nun zu erheblichen Preisanstiegen weltweit gekommen. Weizen stieg von 9,50 Erzeugerpreis auf 26-30 €. Bei diesen Weltmarktpreisen müßte doch nun eine reale Möglichkeit bestehen, dass sich die Agrarwirtschaft in den Entwicklungsländern nachhaltig entwickeln kann, was aber anscheinend nicht der Fall ist. - Versäumnisse oder Ursachen dürfen meiner Meinung nach nicht aussschießlich bei den entwickelten Nationen gesucht werden, es gibt sie in einem gleichen Ausmaß in den Entwicklungsländern.








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