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Unbezahlbare Lebensmittel: "Es steht eine Revolution der Hungrigen bevor"

Ob Reis in Ecuador, Quark in Deutschland oder Croissants in Frankreich: Auf der ganzen Welt steigen die Lebensmittelpreise unaufhörlich und extrem. Die Hauptlast tragen die Ärmsten weltweit – Hilfsgruppen verlangen dringend eine globale Lösung für ein globales Problem.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543598,00.html
  1. #120

    Urbanes Märchen

    Zitat von Benjamin1965 Beitrag anzeigen
    Eine der Ursachen ist eben der Bio-Treibstoff, der von den Grünen ja so sehr gewünscht wird. Wahrscheinlich wollen die Grünen, daß die Menschen in Afrika und Südamerika verhungern. Die Leichen kann mna dann unterpflügen und noch besser Pflanzen für Biosprit anbauen.
    Gottchen, wer hat sich denn dieses "urbane Märchen" ausgedacht, das hier nun wie eine Tatsache die Runde macht?

    Ich hab noch nie etwas davon gehört, dass die Grünen Biosprit befürworten würden.
    Seit Jahren höre und lese ich von den Grünen nur Stellungnahmen wie diese.

    Schon seit der Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen überhaupt jemals als Möglichkeit ins Gespräch gekommen war, höre ich von "grüner" Seite Kritik an diesem Konzept.
  2. #121

    Esskultur

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Solange man sich mit seinem Verhalten und seiner Kultur an die Gegebenheiten im Zielland anpasst, und notfalls die eigene Kultur zurückstecken lässt, sehe ich da auch kein grosses Problem.
    Ich glaube nicht, das sich die wandernden Völker bei der Völkerwanderung in irgendeiner Form z.B. an die Römer angepaßt hätten und hierbei insbesondere die Besitzverhältnisse im römischen Reich respektiert hatten.

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Wollen Sie jetzt wirklich eine detaillierte Auflistung meines Speiseplans der letzten sechs Monate? Vegetarisch eben, möglichst Biogemüse.
    Mir ging es um die Herkunft dieses Gemüses einschließlich der Betrachtung der sozialen und Ökobilanz. Wenn sich z.B. Ägypter das heimische Ökogemüse und –obst nicht leisten können, weil es gewinnbringender ist, dieses nach Deutschland zu exportieren, hinterläßt dieses bei mir doch einen schalen Nachgeschmack, insbesondere wenn dann die Bevölkerung darauf angewiesen ist, nicht Ökoware aus deutscher Produktion zu importieren.

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    In meinem Elternhaus habe ich allerdings den Luxus, dass dort ein kleiner, aber feiner Gemüsegarten ist, ….
    Der Aufwand hält sich in Grenzen, der Geschmacksgewinn ist enorm, die Ausbeute hoch. Zukaufen muss man da relativ wenig.
    Solange andere diese Arbeit machen ist ja alles ok. Hierbei zwei interessante Aspekte:
    1.) Könnten Sie auch selber diese Arbeit verrichten um ihre Lebensmittelversorgung sicherzustellen? (Mal so rein zeitlich.)
    2.) Wie sieht es mit dem Winter aus? Wird noch kräftig eingemacht, dass man damit auch über den Winter kommt, oder ist das nur eine „Schönwetterveranstaltung“?
    Kleine Bemerkung am Rande: Ich selbt Besitzer eines Gartengrundstücks für einen „ambitionierten“ Hobbygärtner. Ich weis auch welche Arbeit hinter einer ernsthaften Nutzung eines solchen Gartens steht.

    Habe das Teil mal quergelesen: Fazit: Ein statistisch relevanter Zusammenhang ist nur dann gegeben, wenn das Bakterium Helicobacter pylori im Spiel ist. Eine Infektion mit diesem ist aber mittlerweile therapierbar.
  3. #122

    Ohne Massentierhaltung auch keine Eier

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Es ist ohne Weiteres möglich, sich auch vegan ohne Mangelerscheinungen zu ernähren, wenn man die entsprechenden Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren, die man sonst nur durch Tierprodukte aufnimmt, zugibt.
    ..Sogar ein Kind ohne Mangelerscheinungen grosszubekommen ist theoretisch möglich, aber eine Wissenschaft für sich. Dies würde die meisten Menschen überfordern, …
    Auf ein fröhliches experimentieren mit der Chemieküche. Warum steigen wir dann nicht gleich alle auf Soylent Green um?

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Das Weltbild der Veganer ist jedenfalls weitaus weniger einfach als das des selbsternannten 'Genussmenschen' (Euphemismus für fett, faul und ungesund).
    Ich habe da eher einen anderen Eindruck: Gerade die Hardcorefraktion der Vegetarier scheitert doch regelmäßig an der Realität.

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Gegen Käse, ein Glas Milch oder ein Ei ist auch gar nichts einzuwenden. Ich habe nicht einmal etwas dagegen, wenn jemand ab und zu ein Schnitzel ist, solange die Viecher artgerecht gehalten werden.
    Hierbei gibt es nur zwei klitzekleine Problemchen:
    1.) Wer von Käse, Milch oder Eiern redet, der ist, global gesehen, automatisch in der Massentierhaltung, die natürlich auch entsprechend Tierfutter verschlingt. Ohne Kälber keine Milch; Ohne Tierfutter keine Milch- oder Hühnerwirtschaft
    2.) Gerade wenn sie ihr Einkommen selber erwirtschaften, dürfte folgende kleine Regel gelten: Sie können sich ihren Lebensstandard nur deshalb leisten, weil andere den „Fraß“ in sich reinstopfen dürfen. Würden alle Bürger dieser Welt genug Geld bekommen und würden dieses für ihre Ernährung nur in Ökoprodukte mit natürlichem Anbau bzw. artgerechter Haltung investieren, wären sämtliche Produkte, bezogen auf Ihr Einkommen wesentlich teuerer.
    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Gedankenlosigkeit ist etwas, das mich einfach stört, und das ich den Aldi-Billighackfleischkäufern einfach unterstelle.
    Ist des nicht genauso gedankenlos, über einen Teil der Gesellschaft das Schwert zu brechen, ohne deren finanziellen Rahmenbedingungen zu würdigen?

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie glauben, dass bei Mäckes&Co in den Chicken McNuggets oder im McRib weniger Chemie ist als im Salat, glauben Sie falsch. Vor allen Dingen nicht, wenn Sie die Hormone, Anabolika, Antibiotika und anderen Zusätze aus der Zucht mitzählen.
    Ich finde es etwas unerquicklich, über die Qualität der Zutaten von Fastfood-Restaurants a la Mc Fress zu philosophieren, da diese in der Regel nur einen kleinen Teil der Ernährung der Durchschnittsbevölkerung abdecken. Spannender ist das Thema Fertiggerichte und vorbereitete Zutaten. Also dass, was sich der Durchschnittsbürger mittlerweile durch Microwelle, Betriebskantine und Imbiss zu Gemüte führt. Da ist das Fleisch nach meinen obigen Ausführungen der gesündere Teil.








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