Zitat von
Danol
Die Lösung ist, schon mehrfach angesprochen, eine radikale Reduzierung des Fleischkonsums in den Industriestaaten. 2004 hat jeder deutsche ~61kg Fleisch konsumiert, also ~1,15kg pro Woche was ein absoluter Irrsinn ist. Ich gehörte früher selbst zu den Vielfleischessern, seit ich allerdings Studiere fehlt mir dafür das Geld - und siehe da, es geht auch ohne, und zwar ohne merklichen Verlust an Lebensqualität. Die Lösung wäre ganz banal: Eine Neuauflage der Lebensmittelkarten, jeder hätte das Recht pro Woche 800g Fleisch zu erwerben, dann ist Ende. Diese Menge kann natürlich im laufe der Zeit weiter gesenkt werden.
Die dadurch eingesparten Flächen werden für die Produktion von Nahrungs- nicht Futtermitteln verwendet, wobei Überschüsse keinesfalls in die 3. Welt gelangen dürfen sondern Überproduktionen von vornherein durch geeignete Besteuerung zu vermeiden sind.
Parallel dazu ein Wissenstransfer in ärmere Länder und die sofortige Aufhebung aller Patente auf nicht selbst gezüchtete Pflanzen würden das Programm abrunden.
Das ganze ist aber nur eine vorübergehende Lösung, auch eine noch so effektive Landwirtschaft kann auch mit den dicksten Gentomaten nicht beliebig viele Menschen ernähren. Ärmere Länder könnten, als Gegenleistung zu einer wie oben beschriebenen Politik der Industriestaaten, anfangen eine auf ein langsames Schrumpfen der Bevölkerung zielende Familien- und Sozialpolitik umzusetzen, in Europa klappt das glücklicherweise ja schon ohne staatliches Handeln.
Mit 4 oder 5 MRD Menschen auf der Welt bleibt dann vielleicht sogar Platz um Biokraftstoffe anzubauen ohne Regenwälder zu zerstören und Menschen hungern zu lassen ...