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Unbemannte Späher: US-Regierung besitzt Pläne für Atomdrohnen

AFPDie US-Regierung hat gemeinsam mit einem Rüstungskonzern Drohnen mit Nuklearantrieb entworfen. Die unbemannten Späher sollen dank der Reaktoren monatelang ohne Pause fliegen können. Doch die Pläne liegen angeblich auf Eis - weil Atomdrohnen politisch nicht vermittelbar seien.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...825731,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die US-Regierung hat gemeinsam mit einem Rüstungskonzern Drohnen mit Nuklearantrieb entworfen. Die unbemannten Späher sollen dank der Reaktoren monatelang ohne Pause fliegen können. Doch die Pläne liegen angeblich auf Eis - weil Atomdrohnen politisch nicht vermittelbar seien.

    Unbemannte Späher: US-Regierung besitzt Pläne für Atomdrohnen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Politisch nicht vertretbar? In Amerika geht alles. Es ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, oder etwa nicht? Bei all dem, was seit 2001 durch die Instanzen gegangen ist, wäre eine atombetriebende Drohne eine Kleinigkeit. Naja. Ich will mich ja nicht aufregen. Wäre ja eine gute Sache, wenn diese Drohne nicht kommt.
  2. #2

    Alter Hut

    Hallo Spiegel Online,
    auch hier mal wieder schlecht recherchiert. Es gab schon konkrete Pläne für atomangetriebene Drohnen, sogar ein Test ist schon gelaufen.

    Pluto (Marschflugkörper)

    Und das Projekt wurde eingestellt, weil man Angst vor der Gegenreaktion hatte. Und nicht etwa wegen der Sicherheit des Fluggerätes...
  3. #3

    Wie kommt der Autor auf diese Einschränkung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine atomgetriebene Drohne besäße dagegen wohl selbst beim Einsatz eines hochmodernen Reaktors beeindruckende Ausmaße - schon allein wegen der Abschirmung, die notwendig wäre, um das Bodenpersonal vor der Strahlung zu schützen.

    Unbemannte Späher: US-Regierung besitzt Pläne für Atomdrohnen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Der Vogel fliegt automatisch und kann daher auch am Boden automatisch in einen Sicherheitsbereich einrollen. Solange ist eben das Flugfeld gesperrt. Da das Fluggerät eine "unbegrenzte Reichweite" hat, wären auch nur wenig entsprechend ausgerüstete Basen notwendig.
  4. #4

    Blabla

    Zitat von nasowas2012 Beitrag anzeigen
    Hallo Spiegel Online,
    auch hier mal wieder schlecht recherchiert. Es gab schon konkrete Pläne für atomangetriebene Drohnen, sogar ein Test ist schon gelaufen.

    Pluto (Marschflugkörper)

    Und das Projekt wurde eingestellt, weil man Angst vor der Gegenreaktion hatte. Und nicht etwa wegen der Sicherheit des Fluggerätes...
    Da hast du aber schludrig gelesen. Aber schnell den schlauen Max raushängen lassen.

    Pluto ist nie geflogen. Es gab nur Triebwerktests. Pluto hatte vom Konzept her auch nichts mit den im Artikel besprochenen Drohnen gemein. Es hätte eine reinrassige Erstschlag-Massenvernichtungswaffe sein sollen, weit mehr als nur ein Vehikel das mehr als ein dutzend Fusionsbomben ins Ziel bringen sollte. Dafür spricht auch dass das Gerät schon alleine durch seinen Überflug Leben vernichtet und Gebiete verstrahlt.

    Pluto wäre wohl die fürchterlichste Waffe geworden die die Welt je gesehen hätte. Und davor schreckte man zum Glück zurück.
  5. #5

    .

    Im letzten Absatz stand es doch gut Lesbar drin.

    Der Schutzmantel vom Reaktor, ist einfach zu Schwer. Allein der Auftrieb um das Gewicht zu Kompensieren ist enorm. Da können die gleich ne alte 707 Ferngelenkt fliegen lassen...

    Satelliten oder Weltraumdrohnen ( Man denkt an die ersten Planeten Roboter) mit Atomstrom Batterien zählen hier nicht, da wurde der Nebeneffekt der Hitze benutzt. Damit die Elektronik nicht einfriert
  6. #6

    Da fragt man sich doch...

    Da fragt man sich doch, wass passieren würde, wenn so ein fliegendes Kernkraftwerk vom Himmel fallen würde.

    Was würde passieren, wenn so ein Ding über einer Stadt herunterkommen würde?

    Vielleicht hätte eine solche Drohne über der Hochburg eines Feindes sogar absichtlich eine "Fehlfunktion"?

    Man mag sich nicht ausmahlen, welche desaströsen Folgen das haben könnte.

    Und so bleibt nur die Hoffnung, dass die USA von diesem Wahnsinnsprojekt Abstand nehmen.
  7. #7

    merkwürdig

    bei den bildunterschriften wird erst bemängelt, drohnen könnten nur kurz in der luft sein und müssten dann auftanken, für die reaper wird dann eine flugdauer von 36h angegeben.die von global/euro hawk ist iirc noch wesentlich größer. kurz ist für mich etwas anderes und mit 3000km einsatzradius kommt man auch schon recht weit
  8. #8

    naja, das ist nicht sonderlich revolutionär - es gibt / gab auch pläne für einen atombetriebenen bomber, siehe Convair B-36.

    dieses projekt wurde jedoch beerdigt, weil die gefahr für die besatzung zu groß war - daß vergleichbare technologien für umbemannte flugkörper in erwägung gezogen werden, wer verdenkt es.

    vermutlich wird diese drohne extremst bewaffnet sein, für reine aufklärung oder 1-2 hellfire-missiles lohnt sich der atomantrieb sicher nicht.
  9. #9

    Die Atomzeitalter

    Anfang der 1950'er Jahre begannen unzählige Studien für den Einsatz von kleinen Atomreaktoren in militärischen sowie im zivilen Einsatz.

    Es gab z.b eine Machbarkeitstudie innerhalb der U.S Army für einen Atomgetrieben Kampfpanzer. Das Projekt kam aber nicht über Konzeptzeichnungen und Modelle hinaus. Im zivilen Bereich ist natürlich der berühmte "Ford Nucleon" ein mittlerweile recht bekanntes Beispiel für eine weitere Machbarkeitsstudie eines zivilen Fahrzeugs für jedermann das nur noch alle paar Jahre "nachgetankt" hätte werden müssen/sollen.

    Beide Projekte sind aber auch weitere Beispiele für die technischen Probleme die diese zum scheitern brachten bevor sie überhaupt ernsthaft in Angriff genommen wurde. Politisch wäre damals natürlich alles machbar gewesen. Das Atom war noch unser aller Freund und Lösung für nahezu alle Energie Probleme. Beide Projekte wären unkritisch in die Armee und auf die Straßen der amerikansichen Großstädte gelangt wenn es nur eine Frage der Akzeptanz gewesen wäre.

    Stattdessen war es am Ende die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit die allen Projekten einen schnellen Tod bescherte.

    Damals ging die Wissenschaft recht optimistisch davon aus das bald neue leichte "Wunderkunststoffe" entdeckt würden die Radioaktivität so effektiv wie Blei abschirmen würden , dabei nur einen Bruchteil so dick sein müssten sowie auch nur einen Bruchteil soviel wiegen würden wie besagtes Blei.

    Auch Atomreaktoren zu verkleinern wurde als "relativ unkompliziert" eingeschätzt. Die theoretisierten Wunderkunstoffe wurden aber bis heute noch nicht entdeckt und das verkleinern der Reaktoren stellte sich als schwieriger und teurer heraus als vermutet. Am Ende war man schon froh einen Reaktor überhaupt in ein vergleichsweise riesiges Uboot bekommen zu haben, und das hatte schon unzählige Millionen gekostet.

    So verschwand der Ford Nucleon kurz nach seiner Ankündigung wieder in der Schublade. Als Fords Ingenieure sich kühler und kritischer mit der Planung auseinander setzten, stellten sie schnell fest das der Nucleon rein technisch nicht machbar war ohne ihn vollkommen unwirtschaftlich zu machen.

    Viel zu groß und viel zu schwer (Dank der nötigen Blei Abschirmung) und vor allen Dingen in Entwicklung sowie Verkauf viel zu teuer um dem Verbrennungsmotor und seinem billigen Benzin Konkurrenz machen zu können.


    Heute wären beide, wie Sandia und Northrop jetzt richtig erkannt haben, schon rein politisch und gesellschaftlich nicht mehr zu realisieren.

    Das die Sandia National Laboratories verstärkt neue Wege zu gehen versucht sollte niemanden überraschen. Die Firma stellt seit dem Beginn des Atomzeitalters alle Nuklearwaffen für die amerikanischen Streitkräfte her die diese so besitzen.

    Das ist allerdings seit Ende des kalten Krieges nunmal kein Zukunftsjob mehr und auch wenn sie mit Wartung , Abrüstung und kleineren Neuentwicklungen für den kommenden Jahrzehnte noch lange nicht arbeitlos sind, so muss Sandia doch sehen wofür sie in Zukunft weiter Staatsgelder bekommen möchten.

    Man wird in Zukunft noch viel mehr von Sandia hören.


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