Dann ist die Werra halt ein Salzwasserfluss und die Weser zumindest brackig. Man muss sich doch nicht immer darauf versteifen, dass "alles bleibt, so wie es ist."
DPADer Dax-Konzern K+S versalzt mit seinen Bergwerken Flüsse, Böden und Grundwasser - mitten in Deutschland. Das alles auf der Grundlage von Grenzwerten, die zum Teil noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Doch jetzt will die EU einschreiten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...845290,00.html
Dann ist die Werra halt ein Salzwasserfluss und die Weser zumindest brackig. Man muss sich doch nicht immer darauf versteifen, dass "alles bleibt, so wie es ist."
Was hier nicht erwähnt wird, daß es zu DDR-Zeiten viel schlimmer war, weil in der DDR absolut hemmungslos Salz eingeleitet wurde. Der Fluß fließt ja von Ost nach West. Die heutige Belastung von Werra und Weser ist dagegen lächerlich.
Ich bin Gegner des irrwitzigen Salzabbaus.
Allerdings hat Herr Kämmerer in der Schule im Fach Chemie/Physik nicht aufgepasst (oder war erkrankt):
Salzsole ist deutlich schwerer als Süßwasser.
MfG
4micat
Das Kochsalz kann nicht Gewinn bringend verkauft werden, daher entsorgt man es lieber im Fluss und im Grundwasser. Na tolle Einstellung. Wenn es doch schon gefördert ist, dann kann es auch verkauft werden, von mir aus lose im Eimerchen wie zu Omas Zeiten, aber dann ist es immer noch nicht im Wasser.
Wenn ich allerdings bedenke, wie viel Leute einfach Salz auf den Bürgersteig kippen, damit ja kein Grünzeug mehr gen Himmel blickt, frage ich mich tatsächlich, ob es Sinn macht, sich über die Konzerne aufzuregen, wo es Otto Normalbürger keinen Deut besser macht. Unsere Erde wird uns die Nachlässigkeiten danken. Erklärt es den Kindern.
Wenn K+S es noch schafft, durch periodische Schwankungen der Abwassermenge eine Tide zu erzeugen, haben wir ein Wattenmeer in der Mitte Deutschlands. Da braucht es das an der Nordsee nicht mehr, da kann man dort Erdöl fördern oder wenigstens durchleiten.
Eine klassische "win-win"-Situation!
Ich hoffe, die zuständigen Behörden des Wartburgkreises haben sich diesbezüglich mit K+S bereits abgestimmt.
Nun, wie der Artikel zeigt, kann von "lächerlicher" und "geringer" Belastung keine Rede sein.
Die Argumentation von K+S, dass sich eine Pipeline für den Standort an der Werra rechnen müsse, mag wohl betriebswirtschaftlich sinnvoll sein. Volksiwrtschaftlich betrachtet, erwirtschaftet aber K+S seinen Gewinn (20011: über 500 Mio. Euro) auf dem Rücken der Umwelt und sozialisiert die daraus resultierenden Kosten auf dem Rücken der Steuerzahler.
Die Pipeline zur Nordsee kostet K+S also einen aktuellen Jahresgewinn.Ich sehe nicht ein, warum der Steuerzahler angesichts dieser Zahlen dem Unternehmen diese Umweltsauerei durchgehen lassen sollte. Sollte nämlich tatsächlich die Lauge ins Grundwasser aufsteigen, dürften die Kosten für die Trinkwasseraufbereitung in der Region explodieren - und die Bevölkerung müsste dann über höhere Wasserpreise dafür erneut die Zeche zahlen.
Sind Sie auch Gegner der Moderne, Befürworter einer neuen Steinzeit? ;-)
Wer den Berg einmal gesehen hat, der weiß weshalb man das nicht einfach als Kochsalz verkaufen kann. HALLO!! Ein 200m hoher Berg. Wie viele Jahrtausende wollen wir denn das Salz alles nutzen - das dann ja doch wieder im Abwasser und in den Flüssen landet.
Pipeline bauen, das scheitert doch eh. An Umweltverbänden und Anwohnern, genau das gleiche wie mit den Stromtrassen.
Und wenn man ein bisschen die Geschichte kennt, weiß man das an der Werra eigentlich seit "schon immer" Salzwasser austritt!
Von einem Krieg um das kostbare Gut, dem in folgenden Jahrhunderte noch etliche folgten, nämlich dem Krieg um die salzhaltigen Quellen an der Werra, berichtet schon im Jahre 58 der römische Historiker Tacitus (55-120 n. Chr.).
aber die Anrainer der Werra und Weser (bis Bremen) haben damit massiv Probleme. Nach dieser Einstellung kann man auch sagen: Eisschmelze auf Grönland? Mir doch egal. Erhöhte Radioaktivität in Fukushima? Na, solange es noch Standorte mit so hohen, natürlichen Strahlenwerten gibt ist das doch auch noch super. Trockenheit in den USA? Sollen sich nicht so anstellen, ist immerhin noch mehr Vegetation als in der Sahara-Wüste...
Wissen Sie wieviel die öffentlichen Körperschaften jedes Jahr ausgeben, damit das Werra-Weser-Flusssystem nicht zu 'toten' Gewässer wird. Und wenn ich lese wie stark die Salzbrühe die Brücken und Schleusensysteme angreift, dann zahlt auch hier die Allgemeinheit jedes Jahr enorme Summen Geldes, nur damit K+S der Darling der Börse bleibt. Kosten aus Umweltschäden sozialisieren, Profit privatisieren, so kann und wird es nicht weitergehen!