Umweltminister: Merkel wirft Röttgen raus

dapdNorbert Röttgen durfte nichts sagen. Den Rücktritt des Umweltministers verkündete Kanzlerin Angela Merkel selbst. Zum Nachfolger hat sie Peter Altmaier bestimmt - den bisherigen Geschäftsführer der Unionsfraktion.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...833583,00.html
  1. #70

    Gar nicht gut

    Ministerwechsel belasten in Regel nur die Staatskasse, weil sich bei einer höheren Frequenz nur die Anzahl der finanziell Anspruchsberechtigten erhöht. Wer da jetzt an der Spitze Nichtpolitik macht ist hingegen völlig gleichgültig. Gerade bei den kleineren Ministerien ist die Existenzberechtigung mitunter ohnehin fragwürdig. Gerade wenn auf Landeseben ohnehin noch eine Phalanx von Ministerien gleicher Zuständigkeit parallel geschaltet ist (im Zweifelsfall sollte man die Zuständigkeit natürlich beim Bund bündeln, denn Föderalismus macht nur in Flächenstaaten Sinn).
  2. #71

    nrw-wahl als abstimmung über bundespolitik auszurufen war nicht klug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Norbert Röttgen durfte nichts sagen. Den Rücktritt des Umweltministers verkündete Kanzlerin Angela Merkel selbst. Zum Nachfolger hat sie Peter Altmaier bestimmt - den bisherigen Geschäftsführer der Unionsfraktion.

    Norbert Röttgen tritt als Umweltminister zurück - SPIEGEL ONLINE
    das ist doch mal wieder ein beispiel mitfühlender christlicher politik - zack und raus ist der liebe parteifreund, muttis klügster wird von ihr selbst einen kopf kürzer gemacht.

    gemach, gemach, es trifft ja keinen armen, hartz4 wie den schleckerfrauen droht dem manne sicher nicht - parkpöstchen gibt es zu genüge und außerdem ist röttgen ja noch ein vergleichsweise junger mann... .
  3. #72

    alte Rechnungen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Norbert Röttgen durfte nichts sagen. Den Rücktritt des Umweltministers verkündete Kanzlerin Angela Merkel selbst. Zum Nachfolger hat sie Peter Altmaier bestimmt - den bisherigen Geschäftsführer der Unionsfraktion.

    Norbert Röttgen tritt als Umweltminister zurück - SPIEGEL ONLINE
    Abgesehen vom dilletantischen NRW-Wahlkampf wurde da noch eine alte Rechnung vom letzten Frühjahr beglichen.

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat sich Röttgen damals ohne Not an die Spitze des übereilten Atomausstieges gesetzt.

    Mit immer neuen Preissteigerungen konfrontiert, ist bei Otto-Normalo die liebe zum übereilten Atomausstieg verloschen.
  4. #73

    .

    Zitat von DerZitator Beitrag anzeigen
    Was ich heute gelernt habe:
    Ein Minister der betrügt, fälscht, lügt und sich mit gestohlenem Wissen schmückt, ist für Frau Merkel weiterhin ministeriabel.
    Ein korrupter Präsident, der seinen luxuriösen Lebensstil von "Freunden" bezahlt bekommt und der Presse mit Krieg droht, ist für Frau Merkel weiterhin präsidiabel.
    Ein Minister, der die Niedertracht besitzt sich einem demokratischen Votum zu stellen und dabei verliert, ist für Frau Merkel nicht mehr tragbar.
    Die Ammoralität dieser Frau und der Sie umgebenden schwarzen Horden ist mit druckbaren Worten, nicht mehr beschreibbar.
    Ich bitte Sie: Röttgen war ein Parteisoldat durch und durch. Der fällt gerne für seinen Oberfeldwebel. Wenn jetzt noch Pofalla, von der Leyen und Schavan den Stuhl räumen müssen, so wäre das ein Schritt in Richtung eigenes Profil für die CDU. Aber dann würde die Chefin ihre treu ergebenen Schäfchen durch frei denkende ersetzen müssen...
  5. #74

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Norbert Röttgen durfte nichts sagen. Den Rücktritt des Umweltministers verkündete Kanzlerin Angela Merkel selbst. Zum Nachfolger hat sie Peter Altmaier bestimmt - den bisherigen Geschäftsführer der Unionsfraktion.

    Norbert Röttgen tritt als Umweltminister zurück - SPIEGEL ONLINE
    Sich vom Jürgen Trittin der CDU zu trennen ist sicher ein richtiger und überfälliger Schritt. Bleibt zu hoffen das mit Altmeier die Umweltpolitik wieder einen Schritt in die Mitte rückt, man hin und wieder auch mal einen Blick auf die Kosten wirft und nicht mehr jedem Ökospleen hinterher hechelt.
  6. #75

    Dazu ist die SPD..

    Zitat von sheru_tecora Beitrag anzeigen
    Und wieder nur ein Bauernopfer. Wann werden wir die Oberchaotin endlich los? Die SPD sollte nächstes Jahr irgendwie eine Koalition auf die Beine stellen, meinetwegen mit Linken und Piraten, aber bitte keine große Koalition bei der Katastrophen-Merkel Bundeskanzlerin bleibt!
    ... zu dämlich. Bei der SPD bekamen Figuren, die LTWs vergeigt haben wie Eichel in Hessen und Steinbrück in NRW, noch Ministerposten.

    Jetzt kann der Seehofer triumphieren. Auf seinen Druck hin, kann er sagen, hat die Murksel den Röttgen gefeuert.
  7. #76

    Er kann twittern!!!

    Zitat von Masterintenso Beitrag anzeigen
    Was ich mich ja frage ist, was qualifiziert denn nun den Altmaier dazu, neuer Umweltminister zu sein? Muss man dafür nicht irgendwie eine Qualifikation mitbringen?
    Er kann twittern! Und ist ein großer Kommunikator!

    Hat vorhin tatsächlich ein Politik-Professor auf Phoenix von sich gegeben.
  8. #77

    Ja, sie hat sich wieder mal rein taktisch verhalten

    Zitat von raven_wolf Beitrag anzeigen
    so kann man es auch sehen. Klasse Artikel. Die Überschrift ist mal wieder zu köstlich.
    Ja, sie hat Röttgen rausgeworfen, eiskalt und einer Kampagne gebeugt.

    Das muss mich nicht jucken. Wer so nassforsch oberlehrerhaft auftritt, wie Röttgen es tat, den muss man dann nicht zwangsläufig bemitleiden.

    Andererseits betrachte ich jedoch die Heuchelei und Verlogenheit, die da m.E. an einem ganz bestimmten Punkt bei vielen politischen "Größen", egal welcher politischer Farbe zutage tritt, mit Skepsis. Es wirkt abstoßend auf mich.

    Man kann von Röttgen persönlich halten, was man will, seine Weigerung, nach NRW zu gehen, ist m.E. weder sachlich noch menschlich zu bekritteln oder moralisch als verwerflich zu betrachten.

    Jeder Politiker fragt sich: Was will ich erreichen, was kann ich erreichen und in welcher Position kann ich es erreichen? Würde er anders handeln, wäre er a Bisserl deppert.

    In NRW, das scheinen viele "Obermoralisierer" nicht wahrhaben zu wollen, ging es um die Wahl des/der Ministerpräsidenten/in. Es ging glasklar nicht um die Wahl des Oppositionsführers im zukünftigen Landtag.

    Man kann es als plausibel betrachten, dass Röttgen davon ausging, dass er bei einer verlorenen Wahl in Berlin als Umweltminister weiterhin mehr erreichen kann als Oppositionsführer in NRW. Das ist eine logische Gewichtung, die nichts an Aussagekraft verliert, weil mir Röttgen persönlich recht unsympathisch scheint. Der Vorwurf, Röttgen habe sich nicht ganz auch als Oppositionschef dem Land NRW verschrieben, trifft also nicht die Sache. Er löst sich in Luft auf oder erweist sich als pure Stimmungsmache oder Parteitaktik, egal von welcher Seite.

    Besonders übel finde ich weiterhin, dass sich seine ganz besonderen Kritiker, insbesondere der Lautsprecher Seehofer, in einer ähnlichen Situation mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenso wie Röttgen entschieden hätten. Sie werfen Röttgen wohl vor, was sie selber ebenfalls praktiziert hätten.

    Aber was soll man schon von einem Menschen halten, der erstens mit Familienfotos landesweit im Wahlkampf Werbung für das Familienbild der CSU macht und gleichzeitig in Berlin mit einer "Nebenfrau" ein Verhältnis hat und ein Kind zeugt? So was steht meines Wissens nicht als 11. oder 12. Gebot im Parteiprogramm der CSU.
  9. #78

    Naivling

    Zitat von Masterintenso Beitrag anzeigen
    Was ich mich ja frage ist, was qualifiziert denn nun den Altmaier dazu, neuer Umweltminister zu sein? Muss man dafür nicht irgendwie eine Qualifikation mitbringen?
    Wo leben Sie denn ? Ein Minister soll für sein Amt entspechende Qualifikation mitbringen ? Dass ich nicht lache. Er muss nur politisch korrekt labern können in unserer Mainstream-Medienwelt.
  10. #79

    Röttgen könnte doch Oppositionsführer in NRW werden. Das wollten doch die Wählerinnen und Wähler. Röttgen hat bestimmt noch nicht sein Landtagsmandat zurückgegeben.