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Umweltkiller Bergbau: Lateinamerikas schmutzigste Stadt begehrt auf

Diese Stadt tötet: Der Bergbauort La Oroya, hoch in den peruanischen Anden gelegen, gilt als meistverseuchte Stadt in ganz Nord- und Südamerika. Knut Henkel hat sie besucht – und gesehen, wie die Einwohner gegen Gift und Geldgier der Bergbau-Lobby streiten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,512451,00.html
  1. #1

    Wo ist das Problem?

    Kapitalismus halt. Der freie Markt regelt das.
  2. #2

    Wer ist denn der Schuldige ??

    Sollte man sich immer wieder fragen.

    Auch z. B., wenn man bei Hausbau, Hausreparatur in den dann wahrscheinlich billigsten Baumarkt geht oder auch noch verschiedene andere, um dann die billigste Version eines Metallapparates, eines Rohres zu kaufen.

    Offensichtlich ja auch kein neues Problem. Es wird schon bei "Agricola " beschrieben und die Bergleute singen im Harz noch heute: " Es riecht so schweflig sauer....." Und danach kann man heute noch durch verwüstete Steilhänge des Harzes fahren.

    Es ist also nicht ein Problem des Kapitalismus, oder der Globalisierung. Es ist ein Probliem der allgemeinen Gedankenlosigkeit - unserer Gedankenlosigkeit..
  3. #3

    (Geld-) Macht korrumpiert

    Zitat von gutmensch666 Beitrag anzeigen
    Kapitalismus halt. Der freie Markt regelt das.
    Wohin führt solche Regelung ?
    Das ist Kapitalismus auf der menschlichen Entwicklungsstufe wie zu Beginn des Industriezeitalters im 19. Jahrhundert.

    "Zum Glück" haben im Durchschnitt wirtschaftlich arme Menschen mehr Kinder. So wachsen noch einige Zeit genug Menschen nach, um im Dienste inhumaner Wirtschaft Politikern vor Ort und den Aktionären im fernen Ausland die Taschen weiter zu füllen.

    Bei solchen menschenverachtenden Situationen ohne Aussicht auf Besserung auf friedlichem Wege bekommt das Wort "Revolution" plötzlich einen angenehmen, hoffnungsvollen Klang.
  4. #4

    Geiz-ist-geil und Globalisierung.

    Zitat von Dr. Wolfgang - P. Bethe Beitrag anzeigen
    Sollte man sich immer wieder fragen.

    Auch z. B., wenn man bei Hausbau, Hausreparatur in den dann wahrscheinlich billigsten Baumarkt geht oder auch noch verschiedene andere, um dann die billigste Version eines Metallapparates, eines Rohres zu kaufen.

    Offensichtlich ja auch kein neues Problem. Es wird schon bei "Agricola " beschrieben und die Bergleute singen im Harz noch heute: " Es riecht so schweflig sauer....." Und danach kann man heute noch durch verwüstete Steilhänge des Harzes fahren.

    Es ist also nicht ein Problem des Kapitalismus, oder der Globalisierung. Es ist ein Probliem der allgemeinen Gedankenlosigkeit - unserer Gedankenlosigkeit..
    Sie können heutzutage nicht mehr davon ausgehen, durch den Kauf eines teureren Markenprodukts auch bessere Qualität und bessere Arbeitsbedingungen für die Arbeiter in Rohstofförderung und Produktion zu finanzieren. Im Zweifelsfall kommt das Produkt aus der gleichen Drittweltproduktion, nur die Gewinnmarge ist grösser.

    Für einen Kunden ist kaum nachvollziehbar, wie und woher sein Produkt in den Laden kommt, was auch nicht sehr schwer zu kennzeichnen wäre, aber leider den Interessen der Industrie diametral zuwiderläuft.

    Das Problem ist nicht die Geiz-ist-geil-Mentalität, diese ist auch nur eine Reaktion auf sinkenden Wohlstand und zunehmend unsichere soziale Absicherung, von Wirtschaft und Politik verschuldet.

    Das Problem ist die absolute Abwesenheit jeglicher Moral, Verantwortung und jeglichen Gewissens in der Wirtschaft, wenn es um 3 Cent mehr Dividende geht, für die Kinder mit Blutbleiwerten, die achtmal ber dem Grenzwert liegen, nur ein Kollateralschaden sind. Die grösste Sorge dabei ist, dass der Endkunde nichts davon erfahren soll, sonst könnte dessen erwachendes soziales Gewissen die Gewinnmarge schmälern.

    Wir stehen einer entfesselten globalisierten Wirtschaft gegenüber, die Staaten und Völker gegeneinander ausspielt, für die es keine Gesetze und Regeln gibt, die man nicht mit Hilfe wirtschaftlichen Drucks und von Korruption (natürlich) übertreten kann.

    Menschen spielen in dieser keine Rolle ausser als Posten in der Bilanz, und Vorteile der Globalisierung für die gemeinen Menschen gibt es nicht. Punkt. Das liegt daran, dass die Globalisierung auf den Druck der wirtschaftlichen Lobby vorangetrieben wird, und die kennt nur einen Masstab: Profit.

    Wer allen Ernstes die Globalisierung verteidigt oder befürwortet ist entweder einer der wenigen Profiteure (super für ihn), oder blind, taub und dumm.
  5. #5

    Revolution, aber richtig.

    Zitat von H. Krämer Beitrag anzeigen
    [...]
    Bei solchen menschenverachtenden Situationen ohne Aussicht auf Besserung auf friedlichem Wege bekommt das Wort "Revolution" plötzlich einen angenehmen, hoffnungsvollen Klang.
    Nicht nur für Sie. Die wachsende Unzufriedenheit mit den Folgen der Globalisierung, und die Realisation, wirtschaftlich und gesellschaftlich abgehängt zu werden, und der daraus resultierende verständliche Hass treibt einem Chavez z.B. die Massen zu.

    'Revolution' hätte für mich einen weitaus angenehmeren Klang, wenn ich wüsste, dass es die Menschen zur Selbstbestimmtheit und einer Demokratie führt, die diesen Namen auch verdient, und sich nicht hinter einem 'Revolutionsführer' versammeln, der schon die Pläne für die nächste Diktatur in der Tasche hat, die dann zum Selbsterhalt wieder gemeinsame Sache (offen oder halbverdeckt) mit den internationalen Grosskonzernen macht.
  6. #6

    Tianying oder Tianjin (China)???

    Hallo Spiegel Online - in ihren Berichten über die "schmutzigsten Städte der Welt" wird zum einen von Tianying und zum anderen von Tianjin gesprochen. Welche ist es denn nun?
    Gerade Hamburger würden das sehr gerne Wissen, denn in Kürze wird in Tianjin der A320 gebaut, und garantiert mit Unterstützung von deutschen, französischen (etc) Mitmenschen.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Airbus sich hat bei der Standortwahl so hat täuschen lassen. Also gehe ich mal davon aus, dass Tianying der bleiverseuchte Ort ist.

    Dann korrigiert doch bitte auch euren Beitrag bzw. auch die bunte Karte der dreckigsten Orte.
  7. #7

    Mehr Druck auf internationale Konzerne

    Es ist empörend, wie internationale Konzerne die Wehrlosigkeit der Bevölkerung in armen Ländern ausnutzen. Darüber kann von der Presse gar nicht genug berichtet werden. Dann ist zu hoffen, dass die öffentliche Meinung Druck auf die Regierungen der reichen Länder ausübt, die dann ihre Konzerne ihrerseits unter Druck setzten, auch in armen Ländern die Umweltstandards, Sozialstandards und Sicherheitsstandards einzuhalten.
  8. #8

    Regionale Auswirkungen

    Unterhalb von La Oroya, in der zentralen Hoch-Amazonas Region Pasco - Provinz Oxapampa, liegt der National Park Yanachaga-Chemillen. An klaren Tagen kann man von den höchsten Bergketten dieses National Parkes die Schornsteine von La Oroya sehen. Die kleine Stadt Oxapampa liegt in der Hauptwindrichtung, die den Scmutz von den Minen Fabriken selbst über diese grosse Entfernung bis hier hinüberträgt. Laut lokaler Meinungen erklärt dies eventuell auch die recht hohe Rate von Krebserkrankungen in dieser Provinz.

    Die gesammten negativen Auswikungen dieser Gift - und Schmutzschleudern aus La Oroya auf die gesamte zental-peruanische Region sind wohl noch garnicht so vollkommen erfasst!!
  9. #9

    wie damals im Ruhrpott

    Ach ja, wie damals im Ruhrpott (oder vor noch nicht einmal 20 Jahren in Bitterfeld).

    Und wie lächerlich: Eine Liste der 10 schmutzigsten Orte der Welt. Sicherlich wird in Hamburg das 1000 fache mehr an CO2 in die Atmosphäre entlassen als in einem peruanischen Bergdorf...








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