Umwelt: Schreckhafte Monster

Das US-Militär soll einen Feind besiegen, der die Großen Seen zu erobern droht: Karpfen aus Asien. Die Riesenfische verdrängen einheimische Arten und springen Ausflüglern an den Kopf.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,754932,00.html
  1. #10

    Jau

    Zitat von rolinca Beitrag anzeigen
    vielleicht sollte man jetzt einfach ein paar karpfenfressende raubtiere aus asien importieren?
    Krokodile und Süßwasser-Haie wie der Bullenhai wären doch was. :-)
  2. #11

    Nein!

    Zitat von rolinca Beitrag anzeigen
    vielleicht sollte man jetzt einfach ein paar karpfenfressende raubtiere aus asien importieren?
    Hägar der Schreckliche hatte das Problem mal: Um den Ratten an Bord Herr zu werden, hat er sich einige Katzen besorgt. Später brauchte er dann einige Hunde...
  3. #12

    Fangprämien

    Warum setzen die nicht einfach Abschuß-/Fangprämien aus? Jeder Spiegelkarpfenkopf bringt 50 Cent, das Filet darf man selber verwerten/verkaufen. Hat schon mit den Bisons funktioniert...
  4. #13

    ...

    Hab letztens einen Bericht über das Thema im TV gesehen. Das Problem sind nicht, dass Leute nicht die Karpfen fangen würden, aber es gibt einfach keinen ausreichenden Bedarf in Restaurants/Supermärkten.
  5. #14

    Gruss aus Chicago

    Also in Deutschland muss schon das Sommerloch ausgebrochen sein.
    Dieser Artikel ist sowas von alt und unvollständig! Hier in Chicago macht man sich zwar schon Sorgen um die Verbreitung dieses Fisches, die mörderischen Absichten Fischer umzubringen, sind uns aber bisher verborgen geblieben.
    Die Fischindustrie in den grossen Seen ist ein ca. 8Mrd. US$ business. das könnte der Karpfen ziemlich schnell lahm legen. Daher wird seit vielen Jahren alles getan, um eine Ausbreitung zu verhindern. Beteilgt ist das US Army Corps on Engineers, sowas wie die Pioniere der US-Army. Die sind aber an fast allen Stauseen und sehr vielen Wasserstrassen mit der technischen Umsetzung von Baumassnahmen beteiligt. Und die Massnahmen der letzten Jahre haben auch dazu geführt, dass man bisher kein DNA nördlich der 40 Meilen Barriere im Calumet-River gefunden hat. Allerdings fanden die meistens der dargestellten Massnahmen schon Anfang 2010 statt. Und das verwendete Gift wurde auch nur in einen Teilstück des Flusses genutzt, der weit vom Michigan-See entfernt ist. Denn....
    Der ist auch noch das Trinkwasser-Reservoir für ca. 10 Miillionen Menschen hier.
    Schön, dass der SPIEGEL nur etwa 18 Monate braucht, um Informationen aufzunehmen und dann zu berichten. Weiter so.
  6. #15

    Man ist der Spiegel wieder weit vorn

    http://www.tagesschau.de/ausland/silberkarpfen102.html
    Ist ein verdammt alter Hut, da hat doch die tagesschau schon vor einem halben Jahr drüber berichtet. Und mit ein wenig mehr Recherche hätte der faule Schreiberling auch rausgefunden, dass der Silberkarpfen längst in den Großen Seen angekommen ist.
  7. #16

    *prust*

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das US-Militär soll einen Feind besiegen, der die Großen Seen zu erobern droht: Karpfen aus Asien. Die Riesenfische verdrängen einheimische Arten und springen Ausflüglern an den Kopf.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,754932,00.html
    da kann man den Amis doch nur die gesundheitsfördernde Aufforderung zurufen: "eßt mehr Fisch!" Vielleicht sollte McFraß auf Karpfen umsteigen...
  8. #17

    Ökologie vs Ökonomie

    Zitat von docker Beitrag anzeigen
    (wundert einen, dass die Amerikaner da nicht selbst drauf kommen ) : Karpfen abfischen, schlachten, auf Eis legen oder tiefgefrieren und nach China und andere karpfenessende Länder exportieren.
    Nette Idee, aber leider undurchführbar. Der Grund sind die Lohnkosten.
    Ein US-Amerikaner, welcher die Fischlein fängt, verarbeitet und transportiert, verdient (naja.. er bekommt mehr, ob er es auch verdient sei dahingestellt) ein vielfaches dessen, was sein asiatisches Pendant verdient (bekommt.;)).
    Daraus folgt, der US-Amerikaner kann sich zwar asiatischen Fisch leisten, der Asiate kann sich aber leider keinen US-amerikanischen Fisch leisten. Ökonomie schlägt Ökologie.
  9. #18

    titel

    typisch Kapitalismus... selbst die Globalisierungsvorteile nutzen, aber diese den Fischen nicht zustehen... tjo, blöd gelaufen halt... da muss man nicht dumm tun... jeder weiß über welche Wege sich habitatfremde Spezies einschleichen...
    übrigens, wette ich alles daraud, dass man das Problem nicht in den Griff bekommt... diese Karpfen werden erst verschwinden wenn sie keine Nahrung mehr habenm was bedeutet dass sie sich solange vermehren bis dass die großen Seen biologisch tot sind...
    da wartet man 30-50 Jahre bis sich die Seen wieder regeneriert haben und kann dort wieder "heimische" Fische aussetzen... die sich dann in 12-30 Jahren wieder so vermehrt haben, dass man sie zu Verzehr wieder fangen kann...

    alles in allem dauert dieser Prozess von jetzt an ca. 100 Jahre, wenn man die 20 Jahre noch dazu rechnet, die es noch braucht bis die Seen "Karpfen-Peak" erreicht haben...

    wo ist also das Problem?
  10. #19

    titel

    Zitat von liooth Beitrag anzeigen
    Warum setzen die nicht einfach Abschuß-/Fangprämien aus? Jeder Spiegelkarpfenkopf bringt 50 Cent, das Filet darf man selber verwerten/verkaufen. Hat schon mit den Bisons funktioniert...
    und mit Indianerskalps auch...