Das Video ist symptomatisch für ein Land, in dem viel geredet und wenig getan wird. "Gesicht bewahren" und Unangenehmes ausblenden und verschweigen ist ein grosser Teil der mex. Gesellschaft.
Es wird sich nun aufgeregt, diskutiert, beklagt, kritisiert, etc. - und dann wieder vergessen. Nichts wird getan werden (ich erinnere mich immer an Heinrich Böll's Kurzgeschichte). Der Kindergarten ABC und die 47 verbrannten Kleinkinder lassen grüssen.
Natürlich sind die Verhältnisse im Video überspitzt dargestellt; weit weg von der täglichen Realität der normalen Bevölkerung (der Politiker und obere 10.000 nicht angehören) ist der Inhalt aber nicht.
Alles in allem: Mexikaner lieben es -noch mehr als Deutsche- sich zu über ihre Verhältnisse beklagen. Den Mut und das Durchhaltevermögen, daran auch wirklich etwas zu ändern, haben sie nicht. Das ist sehr schade, aber schon so seit Cortés/Moctezuma, und fortgeführt über Hidalgo, Iturbide, den "Niños Héroes", Porfirio Díaz, die "Revolution", 70 Jahre PRI, den 2.10.1968, Fox und seine leeren Versprechen, Calderón und sein hohler Slogan vom "Vivir mejor", usw., usf.
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