Schade, jetzt haben sich die beiden Beiträge überschnitten. Und ich muss wieder Fragen: Was verstehen Sie genau unter einer systemischen Sicht? Solange sich dahinter nicht ein nur anders gearteter Reduktionismus versteckt, stimme ich Ihnen voll zu.
Warum ich noch mal Frage? Weil mir ihre obigen Ausführungen zur Rolle der Gene immer noch wie eine Suche nach einem alles-oder-nichts vorkommen. Diese Frage geht aber an ihrem Charakter vorbei. Das Kodierungsprinzip der Gene ist anders. Wenn Sie viel Zeit haben, schauen Sie sich bitte diese 3 Stunden Vorlesung an:
21. Chaos and Reductionism - YouTube 22. Emergence and Complexity - YouTube
Was Sie dort finden werden, ist das genau Gegenteil von "Binsenweisheiten". Ein Blick über den Tellerrand, der vielleicht nötig ist, um sich bestimmter Paradigmen im eigenen Denken überhaupt bewußt zu werden.
Wenn Sie mit der Historie der Wissenschafsttheorie so weit vertraut sind, skippen Sie die Einleitung. Die Erläuterung, warum die reduktionistische Herangehensweise auf Gene nicht angewendet werden darf, beginnt im ersten Teil so um Minute 35. (An beliebige Stellen springen ist bei diesen Streams kein Problem, man muss nicht warten bis alles heruntergeladen wurde.)