Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung"

MARCO-URBAN.DEGünter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich - und kritisiert die "Gleichschaltung der Meinung". Lob erhält er aus Iran, dort wird sein "tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel" gefeiert.

Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung" - SPIEGEL ONLINE
  1. #120

    Erstschlag

    Zitat von ibekn Beitrag anzeigen
    Also das ein Erstschlag aus Seiten Isreals geplant ist, ist Fakt. Nicht nur weil U-Boote die klassisch für einen Erstschlag ausgerüstet sind gekauft wurden.
    Sie kennen den Unterschied zwischen einem Erstschlag und einem atomaren Erstschlag?

    Bezüglich der U-Boote: atomar gerüstete U-Boote sind keinesfalls eine Waffe für den Erstschlag, sondern für die Vergeltung. Mit einem Erstschlag verbindet man gewöhnlich auch die Hoffnung, die Möglichkeit des Angegriffenen für einen Gegenschlag auszuschalten. Kurz: die nukleare Vergeltung bleibt aus, wenn der Gegner sofort und mit einem Schlag "platt" gemacht wird. Hier kommen nun die U-Boote ins Spiel: die können sich an nahezu beliebigen Orten der Erde aufhalten und daher nicht durch einen Erstschlag gegen ihren "Heimathafen" vernichtet werden. Wohl aber können sie den atomaren Gegenschlag führen. Deshalb stellen sie im nuklearen Arsenal auch ein wichtiges und wirksames Mittel der Abschreckung dar. Aus ihrer Existenz lässt sich nicht auf atomare Angriffsbestrebungen Israels schließen. Israel besitzt die Bombe seit Jahrzehnten. Wenn sie ein Land von der Landkarte tilgen wollten, hätten sie es schon längst tun können.


    Denn auch wenns komisch klingt aber iran hat ein recht auf AKWs um strom zu erzeugen von einer Atombombe war nie die rede.
    Nee, natürlich nicht. Deshalb will der Iran sein Nuklearprogramm ja auch nicht kontrollieren lassen. Und hat auch andere Alternativangebote ausgeschlagen. Und forscht auch ständig an Langstreckenraketen.

    Niemand will die atomare Auslöschung des Irans oder Israels. Mir scheint aber, dass Appeasement-Politik wiederum so geeignet ist, den Frieden zu erhalten, wie sie es im 20. Jahrhundert schon einmal war.
  2. #121

    ja - vor demenz und Dummheit

    Zitat von akrisios Beitrag anzeigen
    Ich bin kein so schlechter Kenner Israels. Ich lebte dort einige Zeit und möchte Grass beipflichten das es nicht immer die richtigen rigiden Entscheidungen waren die Israel, auch und gerade im Eigeninteresse, mit den z.B. Palästinensern traf.
    Doch wenn Grass hier Vergleiche zieht sollte er beachten das die Menschen in Israel frei sind, die Frauen weitgehend gleichberechtigt, Homosexuelle sowie Randgruppen nicht verfplgt werden und es keine Todesstrafen gibt. Im Iran ist dies nicht so.

    Überdies redet Achmadinedschad in jeder 4. Rede davon Israel auslöschen zu wollen. Von Israel habe ich dies umgekehrt noch nicht einmal gehört oder gelesen. Also gänzlich eine polemische Fehlbehauptung. Das Israel einen Atomschlag gegen den Iran plant ist nicht nur neu in der Behauptung, es ist lächerlich.

    Er handelt sich also viel eher selbst den Vorwurf der Gleichmacherei als auch den der Verharmlosung des Irans ein.
    Also eher auf die alten Tage "Günter Krass".
    ist eben keiner gefeit. da mag man noch soviele Ehrentitel haben, auf die eine besondere Klientel hereinfällt.
  3. #122

    Und das...

    Zitat von frodo88 Beitrag anzeigen
    hat endgültig seinen Verstand verloren.
    .. und blamiert Deutschland weltweit.
    .... von jemanden, der sich frodo88 nennt ;)

    Aber wahrscheinlich wissen Sie noch nicht einmal, was ich meine^^
  4. #123

    A-Bomben-Propagnada

    Zitat von bio1 Beitrag anzeigen
    Der Iranische Präsident hat nicht gesagt, dass er Israel vernichten wolle. [...] Der iranische Präsident hat eine frühere Äußerung des ersten islamischen Führers, des späteren Ayatollah Khomeini, zitiert, daß "das Besatzungsregime von Jerusalem von den Seiten der Geschichte verschwinden müsse"...
    Das schlimmste an den Atombombenhetzern sind diese verkrampften Bemühungen, aus den Worten "von den Seiten der Geschichte verschwinden" aus dem Mund eine Holocaustleugners etwas anderes machen zu wollen als "vernichten". Die antisemitische Propaganda ist in ihrer Schamlosigkeit atemberaubend.
  5. #124

    Der Chor

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich - und kritisiert die "Gleichschaltung der Meinung". Lob erhält er aus Iran, dort wird sein "tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel" gefeiert.

    Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    der Gutmenschen mit der immer konformen, gut angepaßten
    Meinung -entsprechend der Massenpresse à la Springer- war doch in nahezu gleicher Besetzung schon bei Sarrazin tätig.
  6. #125

    Meinung eines Einzelnen

    Ein Mann der mal als großer Denker galt ist alt geworden. Um noch mal ins Gespräch zu kommen schlägt er in die Kerbe mit der einem Aufmerksamkeit garantiert ist. Große Philosophie darf man da nicht erwarten. Der Skandal ist nicht was er schrieb sondern das er aufgrund seiner Themenwahl und seines Standpunktes ein solch großes Echo hervorruft. Empört sind Menschen dann wenn sie auf Aussagen stoßen die sie teilen sich dies aber selbst nicht eingestehen.
  7. #126

    Unglaubliche Hetze

    Man kann Herrn Grass mögen oder nicht, man kann zu seinem Schaffen geteilter Meinung sein, man kann sogar mutmaßen, daß Grass ein gestörtes Verhältnis zur Öffentlichkeit hat, und man kann seinen Essay - Gedicht trifft irgendwie nicht - kritisieren oder unterstützen. Das ist alles erlaubt und auch Sinn solcher Foren. Was mir allerdings tierisch auf den Geist geht, ist, daß einige Leute hier eine Hetzjagd veranstalten, die ihresgleichen sucht. Peinlich daran ist, daß diese Schmierereien von der offensichtlich mainstream-beeinflußten Presse auch noch sehend geduldet und begleitet werden. Das hat Grass - ich persönlich mag ihn nicht sonderlich - nicht verdient, und ist auch in der Sache nicht hilfreich. Ganz am Anfang dieses Threads wurde ein Artikel aus Haaretz verlinkt. Vielleicht sollten sich alle mal diesen durchlesen, dann könnte man auch wieder auf den Boden kommen. Aber dazu muß man natürlich ein wenig Englisch verstehen ...
  8. #127

    die Reaktion macht den Unterschied!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich - und kritisiert die "Gleichschaltung der Meinung".

    Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es ist doch wirklich aufschlußreich, welche Reaktionen ein recht simples Gedicht eines alten Mannes in der Welt auslöst.
    Selbst der israelische Regierungschef kann sich mit einer Stellungnahme nicht zurückhalten.
    Schwache Poesie, die persönliche Vergangenheit, angeklungener Antisemitismus hin oder her. Die Welle an Reaktionen auf diese Zeilen aus allen Bereichen des öffentlichen und politischen Lebens geben mir zu denken. Jeder hängt sich dran oder haut drauf. Selbst ich fühle mich genötigt und gebe hier meinen Senf dazu.
    Wenn man über Israel kritisch spricht, ist es halt doch immer noch etwas anderes als wenn man Nordkorea, Griechenland, Kanada oder Pakistan in den Mund nimmt.
    Warum ist darf man kein kritisches Wort darüber verlieren ohne das man gleich als Antisemit verschrieen wird?
  9. #128

    Zitat von Fabeldichter Beitrag anzeigen
    Und bitte nicht wieder diese unbewiesene These vom iranischen Atomschlag auf Israel einwerfen. Das ist Kriegspropaganda aus der untersten geistigen und rhetorischen Schublade. Eigentlich muessten wir doch alle aus der Massenvernichtungswaffenluege im Vorfeld des Irakfeldzuges gelernt haben. Wer so einen Mist glaubt dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
    meinen sie weil es einmal keine massenvernichtungsmittel in den händen eines bösewichtes gab, ergibt sich die zwingende logik, es wird niemals so sein ?

    hier in deutschland hat diese logik literarischen wert und wird in gedichten gepriesen, in israel wäre es grob fahrlässig einer solchen logik zu folgen.
  10. #129

    Reality

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich - und kritisiert die "Gleichschaltung der Meinung". Lob erhält er aus Iran, dort wird sein "tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel" gefeiert.

    Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    The reality slowly shapes up!
    Interview with Rabbi Yisroel Dovid Weiss - YouTube