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Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung"
MARCO-URBAN.DEGünter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich - und kritisiert die "Gleichschaltung der Meinung". Lob erhält er aus Iran, dort wird sein "tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel" gefeiert.
Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt "Gleichschaltung der Meinung" - SPIEGEL ONLINE
- #120 05.04.2012 16:27 von
Erstschlag
Sie kennen den Unterschied zwischen einem Erstschlag und einem atomaren Erstschlag?
Bezüglich der U-Boote: atomar gerüstete U-Boote sind keinesfalls eine Waffe für den Erstschlag, sondern für die Vergeltung. Mit einem Erstschlag verbindet man gewöhnlich auch die Hoffnung, die Möglichkeit des Angegriffenen für einen Gegenschlag auszuschalten. Kurz: die nukleare Vergeltung bleibt aus, wenn der Gegner sofort und mit einem Schlag "platt" gemacht wird. Hier kommen nun die U-Boote ins Spiel: die können sich an nahezu beliebigen Orten der Erde aufhalten und daher nicht durch einen Erstschlag gegen ihren "Heimathafen" vernichtet werden. Wohl aber können sie den atomaren Gegenschlag führen. Deshalb stellen sie im nuklearen Arsenal auch ein wichtiges und wirksames Mittel der Abschreckung dar. Aus ihrer Existenz lässt sich nicht auf atomare Angriffsbestrebungen Israels schließen. Israel besitzt die Bombe seit Jahrzehnten. Wenn sie ein Land von der Landkarte tilgen wollten, hätten sie es schon längst tun können.
Nee, natürlich nicht. Deshalb will der Iran sein Nuklearprogramm ja auch nicht kontrollieren lassen. Und hat auch andere Alternativangebote ausgeschlagen. Und forscht auch ständig an Langstreckenraketen.Denn auch wenns komisch klingt aber iran hat ein recht auf AKWs um strom zu erzeugen von einer Atombombe war nie die rede.
Niemand will die atomare Auslöschung des Irans oder Israels. Mir scheint aber, dass Appeasement-Politik wiederum so geeignet ist, den Frieden zu erhalten, wie sie es im 20. Jahrhundert schon einmal war. - #121 05.04.2012 16:28 von
- #122 05.04.2012 16:28 von
- #123 05.04.2012 16:28 von
A-Bomben-Propagnada
Das schlimmste an den Atombombenhetzern sind diese verkrampften Bemühungen, aus den Worten "von den Seiten der Geschichte verschwinden" aus dem Mund eine Holocaustleugners etwas anderes machen zu wollen als "vernichten". Die antisemitische Propaganda ist in ihrer Schamlosigkeit atemberaubend.
- #124 05.04.2012 16:28 von
- #125 05.04.2012 16:28 von
Meinung eines Einzelnen
Ein Mann der mal als großer Denker galt ist alt geworden. Um noch mal ins Gespräch zu kommen schlägt er in die Kerbe mit der einem Aufmerksamkeit garantiert ist. Große Philosophie darf man da nicht erwarten. Der Skandal ist nicht was er schrieb sondern das er aufgrund seiner Themenwahl und seines Standpunktes ein solch großes Echo hervorruft. Empört sind Menschen dann wenn sie auf Aussagen stoßen die sie teilen sich dies aber selbst nicht eingestehen.
- #126 05.04.2012 16:28 von
Unglaubliche Hetze
Man kann Herrn Grass mögen oder nicht, man kann zu seinem Schaffen geteilter Meinung sein, man kann sogar mutmaßen, daß Grass ein gestörtes Verhältnis zur Öffentlichkeit hat, und man kann seinen Essay - Gedicht trifft irgendwie nicht - kritisieren oder unterstützen. Das ist alles erlaubt und auch Sinn solcher Foren. Was mir allerdings tierisch auf den Geist geht, ist, daß einige Leute hier eine Hetzjagd veranstalten, die ihresgleichen sucht. Peinlich daran ist, daß diese Schmierereien von der offensichtlich mainstream-beeinflußten Presse auch noch sehend geduldet und begleitet werden. Das hat Grass - ich persönlich mag ihn nicht sonderlich - nicht verdient, und ist auch in der Sache nicht hilfreich. Ganz am Anfang dieses Threads wurde ein Artikel aus Haaretz verlinkt. Vielleicht sollten sich alle mal diesen durchlesen, dann könnte man auch wieder auf den Boden kommen. Aber dazu muß man natürlich ein wenig Englisch verstehen ...
- #127 05.04.2012 16:28 von
die Reaktion macht den Unterschied!
Es ist doch wirklich aufschlußreich, welche Reaktionen ein recht simples Gedicht eines alten Mannes in der Welt auslöst.
Selbst der israelische Regierungschef kann sich mit einer Stellungnahme nicht zurückhalten.
Schwache Poesie, die persönliche Vergangenheit, angeklungener Antisemitismus hin oder her. Die Welle an Reaktionen auf diese Zeilen aus allen Bereichen des öffentlichen und politischen Lebens geben mir zu denken. Jeder hängt sich dran oder haut drauf. Selbst ich fühle mich genötigt und gebe hier meinen Senf dazu.
Wenn man über Israel kritisch spricht, ist es halt doch immer noch etwas anderes als wenn man Nordkorea, Griechenland, Kanada oder Pakistan in den Mund nimmt.
Warum ist darf man kein kritisches Wort darüber verlieren ohne das man gleich als Antisemit verschrieen wird? - #128 05.04.2012 16:29 von
meinen sie weil es einmal keine massenvernichtungsmittel in den händen eines bösewichtes gab, ergibt sich die zwingende logik, es wird niemals so sein ?
hier in deutschland hat diese logik literarischen wert und wird in gedichten gepriesen, in israel wäre es grob fahrlässig einer solchen logik zu folgen. - #129 05.04.2012 16:29 von
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