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Umstrittenes Gesetz: Webfirmen starten Allianz gegen Leistungsschutzrecht

Sie wollen Geld mit dem Internet verdienen - und sehen sich durch das geplante Leistungsschutzrecht bedroht: Acht deutsche Web-Firmen und eine Investmentgesellschaft haben nun eine Allianz gegründet.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...856954,00.html
  1. #1

    Ich hoffe Google "regelt" das, wie einst in Belgien

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie wollen Geld mit dem Internet verdienen - und sehen sich durch das geplante Leistungsschutzrecht bedroht: Acht deutsche Web-Firmen und eine Investmentgesellschaft haben nun eine Allianz gegründet.

    Adiz: Webfirmen starten Allianz gegen Leistungsschutzrecht - SPIEGEL ONLINE
    Und fegt umgehend alle aus seinem Index, die versuchen, dem Gastgeber ihre Spielregeln aufzuzwingen:

    Verlegerstreit: Google wirft belgische Zeitungen aus dem Suchindex - SPIEGEL ONLINE

    Allen, die sich abgrenzen möchten, steht der Weg offen, alleine oder gemeinsam ihre Angebote mit einem eigenen Index in einer eigenen Suchmachine zur Verfügung zu stellen.

    MfG
  2. #2

    Das Damoklesschwert ..

    .. des Leistungsschutzrechtes ist u.a., dass sich der Anspruch verfestigt, und am Ende gegen alle richtet. Die geschmierte Politik wird dann, um vorgeblich die Bürokratiekosten zu begrenzen, auf einfache, für die Wirtschaft zumutbare, Abrechnungsmodelle zugreifen. Wie wär's wenn dann alle das Leistungsschutzrecht über die GEZ Gebühren bezahlen. Diese werden dann teilweise an die Pressekonzerne ausgeschüttet, für etwas das sie selbst freiwillig und ohne Zwang ins Netz gestellt haben, und außerdem über Werbung finanziert wird. Man nimmt halt was man kriegen kann.
  3. #3

    Sie verkennen die Situation...

    Zitat von Privatier Beitrag anzeigen
    Und fegt umgehend alle aus seinem Index, die versuchen, dem Gastgeber ihre Spielregeln aufzuzwingen:

    Verlegerstreit: Google wirft belgische Zeitungen aus dem Suchindex - SPIEGEL ONLINE

    Allen, die sich abgrenzen möchten, steht der Weg offen, alleine oder gemeinsam ihre Angebote mit einem eigenen Index in einer eigenen Suchmachine zur Verfügung zu stellen.

    MfG
    ...Google ist keineswegs der "Gastgeber" im Internet. Google stellt nur einen kleinen Teil der Infrastruktur sozusagen die Hinweisschilder auf der Straße. Dass es immer wieder Menschen gibt, die diese Datenkrake verteidigen, wundert mich sehr.

    Ich kann ja verstehen, dass die Nutzer der "Umsonst-Kultur" diese auch weiterhin gern behalten würden... Aber ich kann auch jene verstehen, die für ihre Leistungen Geld haben möchten...
  4. #4

    Ach, das ist mir ja neu...

    Zitat von petzi Beitrag anzeigen
    (...) Diese werden dann teilweise an die Pressekonzerne ausgeschüttet, für etwas das sie selbst freiwillig und ohne Zwang ins Netz gestellt haben, und außerdem über Werbung finanziert wird. Man nimmt halt was man kriegen kann.
    ...dass Dinge, die ohne Zwang ins Netz gestellt werden und zudem "über Werbung finanziert werden" - wo nehmen Sie eigentlich das Wissen her? - für jeden kostenlos zu erhalten sind?
  5. #5

    @sappelkopp: Falls sie mehr wissen ..

    .. als ich, sagen sie es. Mir ist nämlich nicht bekannt, dass irgendjemand z.B. SPON gezwungen hätte ohne Bezahlmodell online zu gehen. Und das heftige Werbergeflacker an den Rändern und Mittendrin kommt wohl auch nicht von ungefähr. Die Pressebranche versucht hier den gleichen Trick, den auch das Staatsfernsehn mit seinem Online Angebot durchgezogen hat. Erst hat mein sich selbst den Auftrag gegeben, und dann sagt man, weil das auch Geld kostet, musst du es jetzt bezahlen. Das versucht auch die Presse. Ohne Auftrag ins Netz gestellt, und weil es Geld kostet dann überall abkassieren. Jeder der groß genug ist, versucht sich irgendeinen Trick auszudenken, mit dem er zwangsweise abkassieren kann, also ob das was neues wäre. Ich bin halt nur nicht so begeistert wie sie davon.
  6. #6

    die Frage ist eben ...

    ... warum es "Dienste" geben muss, die sich der Inhalte anderer kostenlos bedienen möchten, um selbst damit Geld zu verdienen.
    Bei Suchmaschinen, die nur wirklich kurze Texte übernehmen, mag man das noch durchgehen lassen. Aber wenn es längere Passagen (wobei sicherlich die Frage ist, wie viel Auszug aus einem Text eine lange Passage ist) sind Lizenzgebühren keine schlechte Idee.

    Radios zahlen auch Lizenzgebühren, da sie mit dem Content anderer (letztlich den Musikern) Geld verdienen.
    Warum sollte das bei Verlagserzeugnissen grundsätzlich anders sein?

    http://esc.abacay.com
  7. #7

    Worum´s wirklich geht

    Es geht doch drum, dass Websites den Content anderer nehmen und mit deren Content Geld verdienen, ohne selbst etwas dafür zu tun. Bekannt sind bspw. die Fälle Perlentaucher vs. FAZ (siehe http://www.telemedicus.info/urteile/Urheberrecht/Sprachwerke/1145-BGH-Az-I-ZR-1208-Perlentaucher.html) oder auch Brennessel.com vs. AFP-Nachrichten-Agentur. In beiden Fällen wurde geschützter Content anderer komplett unverändert oder wesentliche, prägnante Bestandteile einfach ohne zu zahlen übernommen und selbst damit Geld verdient. Denjenigen, die den Content erstellten, wollten diese Nutzer absolut nichts zahlen. Erst vor Gericht wurde klar gestellt, dass diese kommerzielle Nutzung kostenpflichtig ist. Fazit: Wenn alle fair mit dem Content anderer umgingen, bräuchte es kein neues Leistungsschutzrecht. Wenn es aber Trittbrettfahrer wie die oben genannten gibt, muss denen rechtlich Grenzen gesetzt werden.
  8. #8

    Datenkrake hin oder her,...

    warum sollte Google es Presseverlagen auf der einen Seite ermoeglichen sich im Google Ranking durch diverse Tools (die alle benutzen die eine kommerzielle Webseite fuehren) auf die Top 10 zu katapultieren und damit im Prinzip kostenlose Werbung auf der Google Platform zu erlauben, um dann Google auch noch fuer den Inhalt der Werbung bezahlen zu lassen.

    Verdrehte Welt kann ich da nur sagen. Und ja, Google sollte einfach alle Verleger aus dem Suchindex entfernen, die sich diesem Unsinn anschliessen.
  9. #9

    dummfrech

    Garnicht diskutieren... Google soll diese Verlage rausschmeißen. Die kommen ganz von allein zurückgekrochen und betteln wieder aufgenommen zu werden.

    Diese Idee stammt ohnehin nur von irgendwelchen Juristen und Controlern die von tuten und blasen nicht die geringste Ahnung haben und eine Gefahr für das eigene Unternehmen sind. Karrieristen durch und durch.

    Kleiner Tipp an diese Leute: fragen Sie Ihre Systemadministratoren wieviele User täglich durch Google auf Ihre Seite kommen und dann denken Sie mal in Ruhe nach ob sich das lohnt bei Google rauszufliegen.


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