Forum


 

Umstrittenes Atomprogramm: Iran will offenbar mit USA verhandeln

DPAVier Jahre soll sondiert worden sein, nun scheint der Durchbruch geschafft: Iran will laut "New York Times" erstmals direkt mit den USA über sein umstrittenes Atomprogramm verhandeln.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-862512.html
  1. #1

    Zeitspiel

    und wieder spielt Iran auf Zeit.... *gähn*
  2. #2

    Wollte Iran....

    ....nicht schon lange auf Augenhöhe mit den USA verhandeln?
  3. #3

    Bla Bla

    Spielen auf Zeit... Das Nuklearprogramm ist elementarer Bestandteil des Regimes.
  4. #4

    haleluia

    ich glaub es nicht. Wenn das wahr ist kommt es womöglich zu einem Weltfrieden. was machen denn dann alle mit den vielen Waffen? Versenken zur Algenzucht? oder Austernbänke
  5. #5

    Das ist ein Lichtblick

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vier Jahre soll sondiert worden sein, nun scheint der Durchbruch geschafft: Iran will laut "New York Times" erstmals direkt mit den USA über sein umstrittenes Atomprogramm verhandeln.

    Atomprogramm: Iran will offenbar mit USA verhandeln - SPIEGEL ONLINE
    Wenn verfeindete Seiten miteinander reden, ist das immer gut (Ich fuehle mich an Vietnam erinnert). Ob es dann zu einer Einigung kommt, ist eine andere Frage.

    Und nun spekuliere ich einmal, schliesslich stehen hier Wahlen an. Romney und die Republikaner werden die Entwicklung als ein Nachgeben Obamas zu verglimpfen versuchen, weil in ihrem Augen nur Haerte zum Einlenken der Iraner fuehren kann.

    Vielleicht sollten diese "Haertefreunde" (um den Ausdruck Kriegsfreunde zu vermeiden) sich mal den NPT genau anschauen, und zwar nicht nur einen Teil davon.

    Da steht naemlich nicht nur etwas drin ueber die Pflichten nicht-atomarer Staaten. Da gibt es auch Pflichten fuer die Atommaechte, u.a. ein Abbau des Arsenals und ein Verbot, mit Nichtunterzeichnern atomar zusammenzuarbeiten.

    Wie versucht wird, einem Nichtunterzeichner ueber den NPT hinaus gehende Beschraenkung aufzuerlegen, kann am Beispiel Iran nachvollzogen werden.

    Wie aber kann die Staatengemeinschaft gegen eine Atommacht vorgehen, die meint, ihren diesbezueglichen Verpflichtungen nicht nachkommen zu muessen? Selbst wenn es da eingebaute Mechanismen gaebe, deren Umsetzung waere allemal schwierig.

    Der Iran wir sicherlich diese Aspekte auch anschneiden, ignorieren kann sie Washington nicht einfach.

    Und das ist der Grund, warum Romney, angestiftet von seinem Berater John Bolton (sattsam bekannt aus Bush-Zeiten), die Entwicklung negativ hinstellen wird, auch wenn er uebrhaupt noch nicht wissen kann, wie es steht.

    Es geht ihm um Grundsaetzliches : Nichtverhandeln ist ein Zeichen von Staerke, begleitet von Drohungen von Gewaltanwendung), Verhandeln ist Schwaeche.

    Das Thema wird am Montag bie der letzten Debatte sicher zur Sprache kommen. Und da Romney keine Gelegenheit verpasst, ins Fettnaepfchen zu treten, wird er auch dieses Mal dem Patzer nicht entgehen.
  6. #6

    Vertrauen muß erarbeitet werden.

    Wenn es zum Ziel führt und ein Krieg vermieden werden kann, ist das eine positive Nachricht. Der Iran hat eins offenbar nicht erkannt: Er hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Warum sollte ein Land Milliarden in die Technik von Atomkraftwerken investieren, wenn es über Ölvorkommen im Überfluß verfügt? Eventuell bringt der Verkauf des Öls mehr, als die Kernkraft kostet, zumindest auf längere Sicht. Nur, dann sollte der Iran das offenlegen und eine Inspektion der Anlagen erlauben. Dann hätte er ja nichts zu verbergen. Das Hauptproblem ist, wie so oft, der Islam: Die USA und alle westlichen Staaten sind "Ungläubige", die allein schon durch ihre Existenz den Islam verunglimpfen. Wären Europa und die USA eine Islamistenzone, würde dieses Problem garnicht existieren. Nur, dann hätten wir 1000 andere, zusätzliche Probleme, auf die ich gerne verzichten möchte.
  7. #7

    häh?

    der iran signalisiert seit wochen, dass er zu gesprächen bereit ist. bisher waren es die usa diejenigen, die es ignoriert haben diplomatische beziehungen zum iran wieder aufzunehmen. wie soll man die nachricht in dem kontext nun einordnen? signalisieren die usa nun ebenfalls zustimmung oder wird hier nur festgestellt, dass der iran prinzipiell dazu bereit ist und sonst tut sich nüscht?
  8. #8

    Der Iran wird den Präsidentschaftswahlkampf der USA genau beobachten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vier Jahre soll sondiert worden sein, nun scheint der Durchbruch geschafft: Iran will laut "New York Times" erstmals direkt mit den USA über sein umstrittenes Atomprogramm verhandeln.

    Atomprogramm: Iran will offenbar mit USA verhandeln - SPIEGEL ONLINE
    Es könnte eine weitere Hinhaltetaktik sein, jetzt plötzlich allein mit den USA verhandeln zu wollen. Oder die Ajatollahs hinter dem leicht überdrehten Ahmadinedschad bekommen etwas Horror vor der Vorstellung einer Kriegsgefahr, sollten die mehr waffenlüsternen Republikaner den nächsten Präsidenten stellen. Die Welt weiß genau, wie leicht sich ein Krieg als einzige Problemlösung für den Ami auslösen lässt, wenn man an den Nachbarn Irak denkt und den schnell schießenden George Walker Bu. Der Iran hat Kenntnis, ein Bibi Netanyahu ist mit den Demokraten nie so einig, wie er es sein kann mit den Republikanern, die seine Forderungen gegen den Erzfeind Iran eher einfach abnicken. Oder der Iran lenkt ein, weil er den Assad in Syrien nicht verlieren will, um die Gefahr eines Waffengangs der USA lieber auszuschließen. Sicher ist sicher.
    Die USA haben überhaupt nichts aus dem Wirtschaftsdesaster der Bush-Regierung gelernt. Mittlerweile werden wieder munter Vollfinanzierungs-Kredite ausgereicht, Eigenkapital braucht man nicht. Die Kreditbriefe werden verhökert an Spekulanten-Investoren. Es ist wieder der gleiche Weg, den man vor 4 oder 5 Jahren ging. Jetzt brauchen nur wieder die raffgierigen Monsterbanken wie Deutsche Bank, oder unsere Kommunen, oder sogar Banken für Industrie-Investitionen wie die IKB und andere dem Ruf nach dem schnellen Geld unterliegen, dann sind wir alle endgültig pleite.
    Da gibt es für Obama noch viele Löcher zu stopfen. Nachdem die USA bestimmt keine Soldaten wie im Irak verlieren wollen und Obama dafür eher garantiert als der Mormone aus Utah, wird der alte auch der neue Präsident bleiben.
    Erinnern wir uns, der Bush stand im Verdacht seine damalige erste Wahl durch Manipulation in Florida gewonnen zu haben, weil die Stimmen-Elektronik nicht funktionierte. Im Nachhinein gesehen wäre Al Gore der bessere Präsident gewesen. Wer weiß, vielleicht wäre der Mist mit der Immobilien-Blase und der Wirtschaftskrise 2008 allen erspart geblieben.
    Die Republikaner können ein richtiges negatives Droh-Potential sein, wenn Dilettanten aus ihren Reihen den Takt angeben.
  9. #9

    bomb

    An Irans Stelle würde ich jede Möglichkeit der Verschleierung nutzen, wollte ich die Bombe haben.
    Man kann also davon ausgehen, dass diese Nachricht nichts wert ist. Es ist NICHTS geliefert worden, was IRAN vertrauenswürdiger machen könnte.








TOP



TOP