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Umstrittener Genom-Check: Bluttest auf Down-Syndrom passiert letzte Hürde

dapdDer umstrittene Bluttest auf das Down-Syndrom könnte schon im August in Deutschland erhältlich sein. Als letzte Instanz hat das Regierungspräsidium in Freiburg seine Zustimmung gegeben. Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung hatte ein Verbot gefordert.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...847470,00.html
  1. #1

    Es war an der Zeit.

    Jedes Elternpaar, das sich für ein Ersttrimesterscreening entscheidet, ist prinzipiell bereit, einen Fetus mit Down-Syndrom abzutreiben - sonst würden sie die Untersuchung nicht durchführen lassen. Der Test gefährdet also nicht Leben, er rettet Leben - das Leben der gesunden Kinder, die nach einem auffälligen Screening aufgrund der Fruchtwasseruntersuchung abgehen.
  2. #2

    Abbruch!

    Zitat von i.c.k. Beitrag anzeigen
    Jedes Elternpaar, das sich für ein Ersttrimesterscreening entscheidet, ist prinzipiell bereit, einen Fetus mit Down-Syndrom abzutreiben - sonst würden sie die Untersuchung nicht durchführen lassen. Der Test gefährdet also nicht Leben, er rettet Leben - das Leben der gesunden Kinder, die nach einem auffälligen Screening aufgrund der Fruchtwasseruntersuchung abgehen.
    Es heißt Abbruch, nicht "Abtreibung". Aber sonst haben Sie Recht. Neben der nicht ganz ungefährlichen Untersuchung, müssen Eltern sich auf einiges vorbereiten, wenn ein behindertes Kind unterwegs ist- auch wenn sie die Schwangerschaft nicht abbrechen wollen. Immerhin müssen sie die Konsequenzen tragen, dann sollten sie auch ihre persönliche Moral befragen.
  3. #3

    nur weil ein paar

    rückwärtsgewandte Eiferer etwas gegen das 21te Jahrhundert haben, ist der Test deshalb noch lange nicht umstritten.
  4. #4

    Lebensunwert

    Nun wird überall diskutiert, ob man Menschenaffen zumindest teilweise Menschenrechte zubilligt. Gleichzeitig beginnen wir, unsere Welt von Behinderten zu bereinigen. Vielleicht sollten jene, die ein Down-Syndrom Kind abtreiben lassen, zu Haus einen Orang-Utan aufnehmen?
  5. #5

    gut!

    Das ist gut so! Der Test stosst nich gegen die rechte von Leute mit Down Syndrom aber gibt ein Hinweis rechtzeitig. Der Down Syndrom ist doch eine Behinderung, für den zukünftigen Mensch und für die Eltern. Eine Cousine hatte Down Syndrom, meine tante hat wirklich nach dem Tod ihres Mannes buchstäblich 30 Jahre ihres Lebens für sie geopfert (gerne, wie eine gute Mutter) aber sie ist nach 30 Jahre am Herzversagen gestorben.

    Ich glaube was vermeidbares zu verteufeln nicht richtig ist. Es hat nichts zu tun mit genetischem Profilen... Das ist eine Krankheit?
  6. #6

    Gute Nachricht das

    Ich finde es sehr gut, dass nach ersten Anwendungsmöglichkeiten der Präimplantationsdiagnostik nun auch dieser Test in Deutschland zugelassen ist. Endlich haben Menschen, die selber ein Kind zeugen wollen, eine weitere Möglichkeit, den gewünschten Eigenschaften ihres Wunschkindes näher zu kommen. Gut, dass z. B. Hubert Hüppe (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, nicht mit seiner Absicht durchgekommen ist, diesen Test in Deutschland verbieten zu lassen. Ich fand es bisher immer ziemlich unerträglich, dass deutsche Politiker deutschen Bürgern in der Vergangenheit teilweise die Anwendung von vorhandenen medizinischen Möglichkeiten verboten haben, über die sie bereits vor oder während der Schwangerschaft Detailinformationen zum von ihnen gezeugten Zellhaufen erhalten können, um so zu entscheiden, ob sie diesen austragen oder bei Nichtgefallen verwerfen wollen. Ich freue mich jetzt schon für alle Menschen, denen durch diesen Test ein ungewolltes Kind mit Down-Syndrom erspart bleibt. Und Menschen wie Herr Hüppe sollen weiterhin so viele Kinder mit Down-Syndrom und anderen bereits während der Schwangerschaft erkennbaren Behinderungen bekommen, wie sie wollen. Selbstverständlich sollte aber darüber nachgedacht werden, ob solche Menschen die Zusatzkosten, die durch diese Behinderungen ihrer Kinder verursacht werden, in Zukunft nicht selber tragen müssen. Und hoffentlich werden bald alle Möglichkeiten der Präimplantationsdiagnostik in Deutschland für jeden erlaubt.
  7. #7

    Wir können uns dem wohl kaum entziehen

    Wollen wir Eltern, die sich testen lassen wollen, ins Ausland treiben ?
    Natürlich werden die meisten Eltern auch ein behindertes Kind lieben, und sicher kann auch ein behindertes Kind eine gewisse Lebensqualität erreichen. Aber:
    Niemand will ernsthaft ein behindertes Kind, wenn er sich entscheiden könnte. Und kein behindertes Kind wäre leiber nicht behindert.
    Das kann kaum bestritten werden können.
    In einem Land mit 9 angrenzenden Ländern wird es kaum zu verhindern sein, das die Möglichkeit eines Tests wahrgenommen wird, wenn es technisch möglich ist.
  8. #8

    Zitat von qawsed Beitrag anzeigen
    Nun wird überall diskutiert, ob man Menschenaffen zumindest teilweise Menschenrechte zubilligt. Gleichzeitig beginnen wir, unsere Welt von Behinderten zu bereinigen. Vielleicht sollten jene, die ein Down-Syndrom Kind abtreiben lassen, zu Haus einen Orang-Utan aufnehmen?
    wenn ihnen die Menschen mit Down Syndrom was ich ehrenhaft finde so wichtig sind, dann nehmen sie doch bitte mal einen Betroffenen auf aber nicht einen der der netten süßen mit denen man reden kann sondern die Sorte die wirklich hart gebeutelt und mehrfach behindert ist und pflegen sie diesen Menschen nach einem halben Jahr können wir gerne nochmal darüber sprechen. Im übrigen gehören Orang Utans nicht in Menschenhand sondern nach Sumatra und dort gehören sie vor den Wilderern beschützt.
  9. #9

    Zitat von spon-facebook-10000064166 Beitrag anzeigen
    " ‎"„Euthanasie“-Verbrechen in Südwestdeutschland – Grafeneck 1940

    Historische Bedeutung

    Grafeneck steht als Ort für eines der „arbeitsteiligen Großverbrechen“ des Nationalsozialismus. Auf dem Gelände des Schlosses werden zwischen Januar und Dezember 1940 10.654 Menschen – Männer, Frauen und Kinder - in einer Gaskammer ermordet. Am 18. Januar beginnen hier die NS-„Euthanasie“-Verbrechen. Grafeneck und der deutsche Südwesten mit den historischen Ländern Württemberg, Baden und Hohenzollern sind der erste Ort und die erste Region von denen die Ermordung geistig behinderter und psychisch erkrankter Menschen in Deutschland ihren Ausgang nahm. Noch prinzipieller formuliert: Grafeneck ist der erste Ort systematisch-industrieller Ermordung von Menschen im nationalsozialistischen Deutschland überhaupt. Es steht somit am Ausgangspunkt ungeheuerlicher Menschheitsverbrechen. Unterstrichen wird diese Perspektive zusätzlich durch die spätere Übernahme des Mordverfahrens für den Mord an den europäischen Juden ebenso wie durch die Tatsache, dass ein Viertel der Täter von Grafeneck in den Vernichtungslagern des Ostens, wie Belzec, Treblinka, Sobibor und nicht zuletzt Auschwitz-Birkenau eingesetzt werden.
    Grafeneck besitzt für die Geschichte Deutschlands und Südwestdeutschlands im Nationalsozialismus eine außergewöhnliche und einzigartige Bedeutung. Am 18. Januar 1940 begann auf dem Gelände des Schlosses Grafeneck mit der „Aktion T4" der NS-„Euthanasie“- Krankenmord. Er steht am Ausgangspunkt und Beginn einer Entwicklung von ungeheuerlichen Verbrechen gegen die Menschheit.
    Die Spuren der Täter und der von ihnen entwickelten Tötungsverfahren führen von Grafeneck in die Vernichtungslager im Osten: Belzec, Treblinka, Sobibor und Auschwitz-Birkenau.
    Im Oktober 1939 wurde die bestehende Behinderteneinrichtung vom Württembergischen Innenministerium „für Zwecke des Reichs“ beschlagnahmt und ab Januar 1940 zum ersten Ort der ‚systematisch-industriellen Ermordung' von Menschen im nationalsozialistischen Deutschland. Die „Aktion T4" forderte allein in Grafeneck im Jahr 1940 über 10.600 Opfer. Diese Menschen, Männer, Frauen und Kinder jeden Alters, wurden in einer Gaskammer auf dem Gelände des Schlosses mit Kohlenmonoxyd getötet. ....
    Ich habe neulich durch Zufall eine Doku gesehen die mich fassungslos gemacht, aber für ist trotzdem ein Unterschied ob ich jemand der schon lebt sein Lebensrecht abspreche oder ob ich ein behindertes Kind abtreibe. Beim Down Syndrom kann man Glück haben und die Behinderung ist nur körperlich und der Betroffene ist normal intelligent, aber es gibt auch andere Fälle bei denen das Kind schwerst behindert ist. Nicht jeder kann das aushalten. Nebenbei wer kümmert sich und kontrolliert das Heim wenn die Eltern mal tot sind oder sich welchen Gründen auch immer nicht mehr um das behinderte Kind kümmern können. Im schlimmsten Fall kommt der Staat auf die Idee, man könnte diese unnützen Esser ja töten und dann ist da niemand da der die Partei für das Kind ergreifen kann. Grafeneck war widerlich, aber Menschen dazu verdammen ein behindertes Kind bekommen zu müssen ist auch grausam.


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