...looking at Things.
APWas macht Eric Schmidt in Nordkorea? Der Spitzenmanager des Informationskonzerns Google besucht den Zensur-Weltmeister. Dort trifft er unter strenger Aufsicht Studenten - und lässt sich das Internet erklären. Aus Sicht der stalinistischen Führung eine gelungene Inszenierung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-876379.html
...looking at Things.
Mag sein. Aber wer dem Land droht oder Sanktionen ankündigt, wird ebenso instrumentalisiert ("Seht her, dort sind die Feinde, die uns vernichten wollen, daher braucht Ihr euren großen Führer."). Das liegt in der Natur eines Regimes, das JEGLICHE Reaktion zensiert und nach eigenem Gutdünken umschreibt.
Also stellt sich die Frage, was besser ist: Die Bevölkerung aushungern und auf einen gewaltsamen Umsturz hoffen, oder eine wirtschaftliche und politische Öffnung zu unterstützen, selbst wenn sie in kleinen Schritten vorangeht. Ich glaube, Alternative zwei ist auch im Interesse der Nordkoreaner die günstigere Option.
... in seinen eigenen Worten zitieren und man weiß, wie gut er, der Google-Schmidt, nach Nord-Korea passt:
"Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir wissen mehr oder weniger, worüber du nachdenkst." - SPIEGEL Online Zitate.
Außerdem will Google wie facebook einen Klarnamenszwang. China hat ihn konsequent gerade eingeführt. In Deutschland steht noch das Gesetz dagegen - § 13 VI TMG.
Aber hat es die US-Industrielobby jemals interesssiert, wenn in anderen Ländern andere Gesetze gelten? Shrink-Wrap-Verträge?
Man kann ja Eric Schmidt unterstellen, er habe handfeste Eigeninteressen. Anderseits vertreten gerade solche Menschen sehr oft im Stillen auch einen humanitären Ansatz.
Am Anfang stand das Wort, habe ich 'mal irgendwo gelesen. Google und damit Eric Schmidt verbreiten das Wort! Nordkorea steht am Anfang, lasst uns also nicht gleich jeden gutgemeinten Ansatz verteufeln.
Wenn geschätzt 2/3 der Menschen dort hungern, woher soll dann das Geld für nen Computer kommen? Solche total unsinnigen Bemerkungen kann man sich wirklich sparen, die bringen mal absolut gar nichts.