dapd/Fred Dott/GreenpeaceAcht plutoniumhaltige Brennelemente aus der britischen Atomanlage Sellafield sind per Schiff nach Deutschland gebracht worden. Der Transport war umstritten, es kam zu Protesten. Die Brennelemente sollen im Atomkraftwerk Grohnde zur Stromerzeugung verwendet werden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...857484,00.html
MOX heisst nicht gleich Rüstungskonversion. Auch in normalen KKW´s entsteht Plutonium.
Was mich viel mehr erstaunt, ist die verhaltene Reaktion. Wenn Atommüll, der ja da und damit nicht mehr zu vermeiden ist, transportiert werden soll, gibt es die ganz großen Wackersdorffestspiele. Bei der Einfuhr von MOX-Elementen gibt es einen zurückhaltenden Protest. Dabei sind die Dinger auch mir nicht geheuer, und durch eine erfolgreiche Blockade könnte man das "Verbrennen" dieser Brennstäbe verhindern. Müll hingegen verhindert man nicht, man verzögert nur den Transport.
Macht die Müllblokiererei einfach zu viel Spaß? Oder braucht man sie zur Bestätigung der eigenen Identität? Will man sich einfach die nächsten Wackersdorffestspiele nicht verderben lassen, wär ja schrecklich, wenn weniger Müll anfällt?
Sooo gefährlich kann die Geschichte mit den Brennelementen nicht sein, wenn die "Umweltschützer" mit Minibooten das Schiff umkreisen und die Fahrweg behindern !
Und wenn das Zeugs mal "abgebrannt" ist, kippen wir es einfach in die Asse!?
ein wenig mit Nukleartechnik auseinandersetzen, werden sie feststellen,
das man AKWs ganz anders betreiben muss um an die nötigen Mengen Plutonium heran zu kommen.
Ansonsten wird da nichts mit waffenfähigem Material.
Sicher fallen auch im normalen Betreib kleine Mengen Plutonium an.
Dieses ist für die Waffenproduktion aber bei weitem nicht ausreichend.
Allerdings haben sie Recht, Plutonium wächst nicht auf Bäumen.
Richtig, es fällt in kleinen Mengen bei "normalen" AKWs an und in Brütern oder Schwerwasserreaktoren in großen Mengen. (beide Bauarten haben wir in Deutschland nicht)
Aber wie meine Vorposter schon schrieben, besser es wird in AKWs verbrannt als in Waffen gehortet, und auch besser, wir nutzen es statt z.B. nigerianisches Uran zu verwenden [und nein, wir kaufen das nicht direkt, sondern nehmen nur "sauberes" aus Frankreich, das seineszeichens keine Skrupel in der Beschaffung hat], das etwas schmutziger ist als wiederaufgearbeitetes.
Wie stellt sich Greenpeace denn eigentlich einen alternativen Transportweg vor? Per Flugzeug, wenn da was passiert hat man schnell 100k Lungenkrebstote. Wenn das Schiff absäuft passiert erstmal gar nichts (die Metallbehälter isolieren gerade das Plutonium hervorragend) und bis die anfangen zu korrodieren würde man sie wohl wieder bergen können. Die einzige Alternative wäre der Euro-Tunnel, wenn es da aber zu einem Feuer kommt, kann keiner was machen, selbst ein GAU, wenn das Zeug anfängt zu schmelzen wäre da vorstellbar. Im Wasser kann man es zur Not immer kühlen, und sei es indem man es versenkt.