Es sind schwere Anwürfe: Foodwatch wirft Unilever vor, angebliche Risiken seiner "Becel Pro.Activ"-Margarine zu vertuschen. Nun wollen die Verbraucherschützer dem Konzern per Gericht Aussagen zur Unbedenklichkeit des Brotaufstrichs verbieten. Unilever bestreitet die Vorwürfe energisch.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...813818,00.html
Das hat doch Methode.
Man sehe sich als Vergleich mal Müller-Brot an, dem das Amt die Produktion gestoppt hat. Laut SPON jährlich 115 Mio Umsatz, maximales Bußgeld: 20.000 Euro. Das ist ja noch nicht einmal Portokasse...
Da will ich mir gar nicht ausmalen wie gering irgendwelche Strafen für Unilever verglichen mit deren Umsatz aussehen mögen. Möglicherweise gibt Unilever schon mehr Geld für Bleistifte aus...
Wenn Sie Ihre Nahrung selber zubereiten, gehen Sie dem komplett aus dem Wege.
Zeitsparender ist der Einkauf von Fertigprodukten auch nicht bei einigermassen durchgeführter Organisation.
Aber muss jeder wohl für sich selbst klären.
Aber ´Becel Diät´ kaufen um die Cholesterinwerte zu senken ist so sinnvoll wie mehr joggen um mehr essen zu dürfen...
Die Verarbietung von Lebensmitteln mit immer neuen Hilfsstoffen ist für den Laien schon lange undurchschaubar.
Bleiben Sie bei altbekannten Lebensmitteln. Die Risiken und Nebenwirkungen von Butter sind seit jeher bekannt.
Becel sollte vielleicht die strittige Aussage "herzgesund" einfach streichen.
Die Senkung des Cholesterinspiegels ist unbestritten, aber dass ein Absenken eine geringere Arteriosklerosegefahr darstellt, ist ebenfalls nicht Konsens unter Wissenschaftlern. Insofern ist "herzgesund", unabhängig davon, ob Phytosterine selbst atherogen wirken, nicht überzeugend.
M. W. ist die Sterblichkeit bei reduziertem Cholesterinspiegel nicht signifikant geringer, und so dürfte es auch bei Phytosterolen sein, und vice versa.
Eine Heilsaussage halte ich für ungeschickt. Es reicht doch, wenn Becel von denen gekauft wird, die ihren Cholesterinspiegel senken wollen, aus welchem Grund auch immer.
Auch wieder ein Lebensmittelskandal an dem letztlich niemand stirbt. An den EHEC-Bakterien in kerngesunden Biosprossen die 53 Tote und 4000 Erkrankte forderte oder die ca. 100 Tote jedes Jahr an Deutschland, die an Salmonellen sterben, läßt sich ja auch nicht verdienen. Obwohl dort noch viel zu tun ist und es um Menschenleben geht.
Bringt aber natürlich nicht so viel PR wie das Verklagen eines großen Konzerns auf angeblich ungeprüfte Zusätze in einem Markenprodukt, dass allgemein bekannt ist.
Das hat doch Methode.
Man sehe sich als Vergleich mal Müller-Brot an, dem das Amt die Produktion gestoppt hat. Laut SPON jährlich 115 Mio Umsatz, maximales Bußgeld: 20.000 Euro. Das ist ja noch nicht einmal Portokasse...
Da will ich mir gar nicht ausmalen wie gering irgendwelche Strafen für Unilever verglichen mit deren Umsatz aussehen mögen. Möglicherweise gibt Unilever schon mehr Geld für Bleistifte aus...
Das Problem dabei ist, daß es "welchen Grund auch immer" nicht gibt. Diese Margarine wird gekauft, weil man den Leuten jahrelang eingeredet hat, ein hoher Cholesterinspiegel sei "gefährlich". Seit einigen Jahren ist bekannt, daß dies absolut nicht haltbar ist - trotzdem erhalten die Firmen die Illusion aufrecht, der Kunde würde seiner Gesundheit etwas Gutes tun, wenn er diese Margarine kauft. Wüssten alle Kunden, daß das Quatsch ist, und Butter sehr viel gesünder, würde KEINER mehr Becel kaufen.