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Umstrittene Verfassung: Umstrittenes Votum spaltet ägyptische Gesellschaft
DPADie Islamisten haben ihre Verfassung in Ägypten durchgeboxt - doch wie geht es weiter in dem gebeutelten Staat? Neuwahlen stehen an, dazu bitter notwendige Reformen. Dass im Land am Nil bald Ruhe einkehren wird, ist unwahrscheinlich. Dem Westen bleiben nicht mehr als Mahnrufe.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-874681.html
- #1 26.12.2012 13:56 von
Die Ägypter brauchen sicher nicht
"gute Ratschläge" des Westens oder Ostens.
Was geht es Frau Ashton an, wie hoch die Wahlbeteiligung war ??
Herrn Westerwelles Mahnungen sind eine unverfrorene Einmischung in die Angelegenheiten eines sourveränen Staates.
Das Volk hat sich entschieden und das haben alle zu respektieren. Ob es uns in den Kram passt oder nicht. - #2 26.12.2012 14:25 von
Mehrheit hat für Verfassung gestimmt
"Das Volk hat entschieden" ????
Also 2/3 der Wähler haben dafür gestimmt. Also sind 2/3 des Volkes dafür!?
1/3 hat aber nur gewählt. Also haben nur 3/9 gewählt. 2/9 der Wahlberechtigten sind dafür.
Wahlberechtigt ist vermutlich nur die Hälfte, weil sehr viele Ägypter sehr jung sind... Also haben 2/18 der Ägypter dafür gestimmt. 1/9 der Ägypter ist folglich für die Verfassung, die nun 18/18 der Ägypter unterdrücken soll...
Schöne Demokratie.... - #3 26.12.2012 14:30 von
Ich entnahm der portugiesischen Tageszeitung "I" heute,dass es eine Wahlbeteiligung von 30%war.Aus diesen 30%kam es zu einer zustimmung zum jetzigen Gesetzesentwurf von 64%.Somit laeuft es in Aegypten nicht anders,als bei Abstimmungen und Wahlen in Europa auch.Stellt sich die Frage,warum bei einem so brisanten Thema die Wahlbeteiligung so gering ist?
- #4 26.12.2012 14:38 von
Wählen gehen
In allen Demokratien der Welt zählt natürlich nur das Votum der Wähler. Wer nicht wählt, der zählt nicht!
Und das so viele Ägypter der Wahl ferngeblieben sind, ist wirklich so unverständlich wie traurig. Wie oft hat ein Volk schon die Chance über die eigene Verfassung abzustimmen? Da ist das Nichtwählen geradezu eine Schande! - #5 26.12.2012 14:43 von
Doppelmoral
Erst boykottieren die Richter die Überwachung, dann kritisieren sie, dass es "Unregelmäßigkeiten" gab. Die Ägypter haben gewählt. Auch wenn nur 33% wählen, so haben die anderen doch auch eine Entscheidung getroffen. Jetzt hilft es den Ägyptern nur, das Ergebnis anzuerkennen, die Umsetzung der Scharia abzuwarten( moderat oder extrem) und sich zu versöhnen. Jeder weitere Konflikt macht die Lage für alle Ägypter nur schwieriger.
- #6 26.12.2012 14:48 von
Wahlbeteiligung nicht problematisch
Eigentlich ist eine relativ geringe Wahlbeteiligung dann nicht problematisch, wenn die 30% der Stimmbürger, welche gewählt haben, in ihrem Votum auch die übrigen 70% "repräsentieren". Anders ausgedrückt: Wenn die Verteilung der Ja und Nein Stimmen in den abgegebenen 30% gleich ist wie bei den Nichtwählern, hat man schon ein Resultat, welches die Meinung der Wähler wiederspiegelt.
Problematisch wäre es natürlich, wenn die 70% Nichtwähler systematisch vom wählen abgehalten würden oder die Wahlabgabe stark erschwert würde, z.B. wenn in den Städten mit grossem Nein-Anteil nur ganz wenige Wahlbüros aufgestellt würden, was zur Folge hätte, dass viele durch die langen Schlangen vor diesen von der Stimmabgabe abgeschreckt würden und wieder nach Hause gehen würden. Dies ist aber, soweit ich das durch die Medien mitbekommen habe, nicht geschehen. - #7 26.12.2012 14:59 von
Das nennt man " amerikanische Verhältnisse ", der erste Schritt Richtung Westen.
Wie haben Sie sich eigentlich entschieden als wir über die EU Verfassung abgestimmt haben - ich vermute genau so wie sie bei der Abstimmung über das Grundgesetz gewählt haben - nämlich gar nicht.
Das ist wahre Demokratie, von Anderen verlangen was man selbst nicht macht. Kann das der Grund sein warum uns keiner mehr Ernst nimmt, zumindest wenn wir unbewaffnet sind? - #8 26.12.2012 15:00 von
- #9 26.12.2012 15:21 von
Keine Demokratie
Warum sind nur 33 % zur Wahl gegangen? Wahrscheinlich, weil viele keinen Sinn in der Abstimmung sahen, da sie den Eindruck haben, dass es schon wieder ähnlich wie bei Mubarak läuft. Dann aber auch, weil die Wahlen an Arbeitstagen stattfanden - und viele sind am wählen von den Islamisten direkt gehindert worden. Ägypten ist mit der neuen Verfassung Lichtjahre von einer Demokratie entfernt. Zu einer echten Demokratie gehört auch der Schutz der Minderheiten und der Frauen. Genau das gibt es in Ägypten nicht, wird es in einem vom Islam geprägten Land nie geben, da die Scharia keine Frauenrechte und keine Religionsfreiheit kennt.
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