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Umstrittene Sonderregel: Minijobs - ja bitte!

Die Minijobs boomen, gut 7,3 Millionen Menschen arbeiten für höchstens 400 Euro. Gewerkschafter sprechen von einer Armutsfalle, die Beschäftigten würden ausgebeutet. Doch ist das wirklich so?*Die umstrittene Sonderregel hat durchaus ihre Berechtigung - und erfreuen sich großer Beliebtheit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...759065,00.html
  1. #90

    Wenig Ahnung

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    Tja, genau so ists. Wer das bestreitet, sollte einfach mal nicht mitdiskutieren - der hat "von da draußen" wenig Ahnung.
    Oh... die Minijob-Znetrale hat keine Ahnung von Minijobs...
    Aus dem in einem vorhergehenden Post zitierten Quartalsbericht:

    "Die von der Minijob-Zentrale eingezogenen Pauschalbeiträge und Steuern belaufen sich für das vierte Quartal 2010 auf 1,68 Mrd. Euro. Davon entfielen 861 Mio. Euro auf die gesetzliche Rentenversicherung und 694 Mio. Euro auf die gesetzliche Krankenversicherung."

    Und die werden nur vom Arbeitgeber bezahlt, der Arbeitnehmer zahlt nichts.
  2. #91

    kein Limit

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    Leider ist dem Artikel nicht zu entnehmen, wie viel Stunden Conny für die 400 Euro arbeiten muss.
    Wie viele Arbeitsstunden darf ein Minijob maximal denn haben?
    In der Praxis ist das nach oben unbegrenzt, man zahlt das unter der Hand wenns mal wieder länger dauert....
  3. #92

    Das Beispiel

    der Schülerin Conny ist extrem dämlich. Ich habe als Schüler in den 80ern fulltime im Stahlwerk Schichten gekloppt und auch damals galt brutto = netto. Man hatte die Abzüge Steuerklasse 1, bekam aber alles im nächsten Jahr zurück. Die Arbeitgeber waren auch happy, da keine Sozialversicherungsbeiträge. Als Student selbes Spiel. Es kann natürlich sein dass es heute einfacher ist einen 400 Euro Job zu ergattern als eine Vollzeitstelle, nur vor einem Vierteljahrhundert konnte man schon als Schüler richtig gut verdienen.
  4. #93

    Fakten!

    Zitat von yanasa Beitrag anzeigen
    Es gibt leider DOCH ziemlich viele Arbeitgeber, die sich zwischen 3 und 5 Minijobbern 'halten' statt einem oder zwei Festangestellten. Lohnt sich doch:
    Keine Versicherungen zu bezahlen.
    Das ist einfach falsch! Der Arbeitgeber bezahlt sehr wohl Sozialversicherungsbeiträge.
    Bevor man die Minijobs gar so hochjubelt, sollte man bitte erst mal nachdenken. Genauso, bevor man die Minijobs ganz verteufelt.
    Vor allem bitte erstmal über die Fakten informieren!
    Ein ganz klares NEIN zu Minijobs wenn Arbeitgeber sich grundsätzlich aus der Versicherungspflicht herauswinden möchten.
    ...
    Das ist Sozialschmarotzertum seitens der Arbeitgeber und sollte nicht mehr gestattet sein!
    Unsinn! (s.o.) Wenn sich schon jemand "herauswindet", dann der Arbeitnehmer. Und das kann ich nur sehr gut verstehen. Wer will schon mit seinem hart erarbeitenden Geld Nicht-Arbeitende aushalten oder aktuell nicht-kapitalgedeckte Renten bezahlen (und selber vermutlich später eine kleine "Bürgerrente" kriegen)?
  5. #94

    und wieder einmal ein Artikel ausschließlich der Perspektive der Systemprofiteure

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Minijobs boomen, gut 7,3 Millionen Menschen arbeiten für höchstens 400 Euro. Gewerkschafter sprechen von einer Armutsfalle, die Beschäftigten würden ausgebeutet. Doch ist das wirklich so?*Die umstrittene Sonderregel hat durchaus ihre Berechtigung - und erfreuen sich großer Beliebtheit.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...759065,00.html
    Wieder einmal ein Artikel ausschließlich der Perspektive der Partikularinteressen einer Minderheit / der Systemprofiteure.
    Wie üblich, ist der Artikel mit dem Anspruch verknüpft diese Partikularinteressen einer Minderheit als gesamtgesellschaftliche Interessen umzudeuten und für die Gesellschaft als Ganzes zu sprechen.

    Man ist mittlerweile objektiver informiert, wenn man sich nach dem Überfliegen der ersten drei Sätze solcher wirtschaftshörigen Lohnschreiberartikel gleich dem betreffenden Forumsteil widmet.
    Der Informationsgehalt in den zugehörigen Foren ist ungleich differenzierter und informativer.

    Eine der seltenen Möglichkeiten die Halbwahrheiten von Artikel wie diesem bloßzustellen, die ausschließlich die Perspektive der Systemprofiteure berücksichtigen.
  6. #95

    Kurzfristige Beschäftigung

    Zitat von newliberal Beitrag anzeigen
    der Schülerin Conny ist extrem dämlich. Ich habe als Schüler in den 80ern fulltime im Stahlwerk Schichten gekloppt und auch damals galt brutto = netto. Man hatte die Abzüge Steuerklasse 1, bekam aber alles im nächsten Jahr zurück. Die Arbeitgeber waren auch happy, da keine Sozialversicherungsbeiträge. Als Student selbes Spiel. Es kann natürlich sein dass es heute einfacher ist einen 400 Euro Job zu ergattern als eine Vollzeitstelle, nur vor einem Vierteljahrhundert konnte man schon als Schüler richtig gut verdienen.
    Geht heute noch genauso, bei kurzfristiger Beschäftigung, für 2 Monate oder 50 Arbeitstage im Jahr.
  7. #96

    400 Euro

    Zitat von newliberal Beitrag anzeigen
    der Schülerin Conny ist extrem dämlich. Ich habe als Schüler in den 80ern fulltime im Stahlwerk Schichten gekloppt und auch damals galt brutto = netto. Man hatte die Abzüge Steuerklasse 1, bekam aber alles im nächsten Jahr zurück. Die Arbeitgeber waren auch happy, da keine Sozialversicherungsbeiträge. Als Student selbes Spiel. Es kann natürlich sein dass es heute einfacher ist einen 400 Euro Job zu ergattern als eine Vollzeitstelle, nur vor einem Vierteljahrhundert konnte man schon als Schüler richtig gut verdienen.
    Sowas in der Art fiel mir dazu auch ein. Hatte als Student einen Nebenjob - vor Minijob-Zeiten konnte man damit seinen Lebensunterhalt verdienen und noch ein bisschen mehr. Danach war es ja viel besser für den Arbeitgeber, das zum Minijob zu machen. Gearbeitet hat man trotzdem fast so viel wie vorher und die Stunden vor sich hergeschoben. Glücklicherweise war das Studium da dann bald rum, der Job dann auch, die "offiziellen" Arbeitsmonate gingen noch ein bisschen weiter. Die zwischenzeitliche Lücke schlossen Erspartes und Eltern. Ganz wunderbar.
  8. #97

    400 EUR oder 15 Stunden

    Zitat von sunnypluto Beitrag anzeigen
    Na dann arbeiten Sie halt einfach bei 3 EUR Stundenlohn 33 Stunden die Woche und werden glücklich !
    Die Bulgaren würden Sie als unverschämten Großverdiener ansehen, oder etwa nicht ?
    Nochmal Blödsinn: Ein kurzer Blick ins Gesetzt oder Knappschafft hätte gereicht und Sie hätten sich Ihren Beitrag schenken können:

    Maximal dürfen 400 EUR/Monat ODER 15 Stunden die Woche gearbeitet werden. Wird eine dieser beiden Grenzen überschritten, liegt eine reguläre krankenversicherungspflichtige Beschäftigung vor.
  9. #98

    Profiteure

    Zitat von Cleo96 Beitrag anzeigen
    ...guten Artikel bei SPON in der letzten Zeit.
    Und passend dazu:

    Direkt daneben die Liste mit den Mindestlöhnen in Europa. Guckt man sich die Länder in der Reihenfolge an, kann man nur hoffen, dass die Politik diesen Unfug nicht mitmacht.
    Die Profiteure der "Ideologie der Sklavenarbeit", die Minijobs fördert und Mindestlöhne verhindert darf man mit Fug und Recht als das bezeichnen, was sie sind: SCHMAROTZER!
  10. #99

    auf den punkt gebracht

    Zitat von mentawai Beitrag anzeigen
    Wieder einmal ein Artikel ausschließlich der Perspektive der Partikularinteressen einer Minderheit / der Systemprofiteure.
    Wie üblich, ist der Artikel mit dem Anspruch verknüpft diese Partikularinteressen einer Minderheit als gesamtgesellschaftliche Interessen umzudeuten und für die Gesellschaft als Ganzes zu sprechen.

    Man ist mittlerweile objektiver informiert, wenn man sich nach dem Überfliegen der ersten drei Sätze solcher wirtschaftshörigen Lohnschreiberartikel gleich dem betreffenden Forumsteil widmet.
    Der Informationsgehalt in den zugehörigen Foren ist ungleich differenzierter und informativer.

    Eine der seltenen Möglichkeiten die Halbwahrheiten von Artikel wie diesem bloßzustellen, die ausschließlich die Perspektive der Systemprofiteure berücksichtigen.
    Auf den Punkt. Das Forum bei SPON ist mittlerweile erhellender als die vorgeschobenen Artikel irgendwelcher Lohnschreiber. Von der Seite ist ausser dem ewig alternativlosen "Weiter so" eh kaum etwas zu erwarten.








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