Von wegen "Komiker Nation"
Durch das Urteil wären wir einen kleinen Schritt weiter uns von religiösen Bräuchen abzusetzen.
DPAAngela Merkel schaltet sich mit deutlichen Worten in die Beschneidungsdebatte ein. Die Kanzlerin warnte Zeitungsberichten zufolge vor einem Verbot der religiösen Tradition von Juden und Muslimen: Deutschland würde sich damit "zur Komiker-Nation" machen.
Bundeskanzlerin Merkel warnt vor Beschneidungsverbot - SPIEGEL ONLINE
Von wegen "Komiker Nation"
Durch das Urteil wären wir einen kleinen Schritt weiter uns von religiösen Bräuchen abzusetzen.
Man muss auch nicht jeden Unsinn unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit zulassen. Nicht genug, das Kinder religiös indoktriniert werden, nein man mutet Ihnen auch eine nur schwer wieder rückgängig zu machende Verstümmelung zu, warum sollte bei Jungen erlaubt sein, was bei Mädchen verboten ist? Wer unbedingt ohne Vorhaut rumrennen will kann sich den Schniedel ja gerne mit 18 kürzen lassen. Aber die wenigsten Erwachsenen würden das machen lassen, warum auch?
Ja auch ich bin dagegen, Frauen Genital zu verstümmeln. Was aber bei einem kleinen Jungen wohl ein "Kindeswohl" dabei sein soll? Hier sind die MRK (Menschenrechtskonvention) und auch der Art 5 GG (Gleichheitsgrundsatz) und die Unverletzlichkeit des menschlichen Körpers betroffen.
Wie kann man das als "Komikernation" bezeichnen? Anscheinend steht Frau Merkel, wenn das wahr sein sollte, nicht mehr auf den Grundsätzen dieser unserer Gesellschaft.
Die Unverletzlichkeit und die Gleichheit aller Menschen sind ganz wichtige Themen unseren freien Gesellschaft.
Wenn aber Frauen nicht verstümmelt werden dürfen (was richtig ist), dann darf das nicht bei Jungen akzeptiert werden.
Aber anscheinend gelten bei Jungen nicht die gleichen Rechte, wie bei Mädchen!
Frau Merkel sollte sich mal einen Grundkurs in unserem Grundgesetz geben lassen!
Sollten Juden und Moslems (obwohl die Beschneidung gar nicht im Koran steht) nicht eher stolz auf die Deutschen sein, wo doch unser Einsatz für das gesundheitliche Wohl der Kinder nicht vor Glaubensgrenzen halt macht. Das nenne ich Integration und Wohlwollen anderen Menschen gegenüber.
Wahrscheinlich kennt Frau Merkel nicht das Grundgesetz, speziell die Artikel §2, §3, §4 und §136(WRV). Vom §225 StGB ganz zu schweigen.
Ich glaube eher man macht sich lustig, wenn man Gesetze hat, die man selbst nicht einhält.
Grundgesetzt Art.2 (2): Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Na gut, das GG wird von unserer politischen Klasse ja nach belieben vergew...ähh geändert, nur könnte es dieses Mal problematisch werden:
Allerdings sei die Formulierung eines Gesetzes mit erheblichen rechtstechnischen Schwierigkeiten verbunden, hieß es im Justizministerium. Es müsse ausgeschlossen werden, dass auch Mädchen aus religiösen oder kulturellen Gründen beschnitten werden könnten
Beschneidung: Bahr für Regelung im Patientenrecht - Aktuell - FAZ
Und das sollen die gleichen 'Experten' hinkriegen, die schon an einem Meldegesetz gescheitert sind? Die schwarze Komödie hat grade erst begonnen.
Unter der Regierung Merkel wurde ein Beschneidungsverbot bei Mädchen per Gesetz durchgesetzt. Geht es jedoch um Jungs, sollen Beschneidungen erlaubt werden?
Wir leben schon in einem Land mit seltsamen Gebräuchen: Wenn jemand einem Jungen in die Hose greift, oder ihm eine Ohrfeige verpaßt, dann ist das Kindesmißbrauch, bzw. Kindesmißhandlung. Schneidet er ihm jedoch ein Stück vom Penis ab, dann ist das in Ordnung, oder wie?
Solche religioesen Riten haben immer was mit Macht zu tun: Das betroffene "Opfer" bezeugt seine untertaenige Zugehoerigkeit zu einer bestimmten Gemeinschaft.
Deutschland ist kein religioeser Staat, er garantiert koerperliche und seelische Unversehrtheit. Daher sehe ich die willkuerliche, ueberfluessige Beschneidung als Koerperverletzung an - insbesondere ausgefuehrt an Minderjaehrigen! Als Kompromis schlage ich die Zulassung der Beschneidung auf eigen Wunsch ausschliesslich an Volljaehrigen vor.