Umstrittene Recherche: Journalisten wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt
Nur wenige Stunden hat ein Redakteur der schwedischen Zeitung "Expressen" gebraucht, um sich in Malmö illegal eine halbautomatische Waffe zu besorgen. Die Aktion sollte Recherchezwecken dienen - und endete nun mit einer Verurteilung vor Gericht.
ist es schon. Da beweisen drei Journalisten eine altbekannte Tatsache. Sie übergeben die Waffe unverzüglich der Polizei und die Justiz reagiert hektisch
und völlig unverständlich. Nun ja . . . die " Täter " wurden ja schnell " ermittelt ! Auch deutsche Behörden hätten wohl so gehandelt.
Eine Verschärfung des Waffenrechts bringt so gut wie nichts. Man könnte höchstens darüber nachdenken, weitere Amnestien zu erlassen . . . aber bitte zu vernünftigen Bedingungen. Bei der letzten Amnestie in Deutschland wurden Personen nachgerade krimminalisiert. Es wurden sogar Strafverfahren eingeleitet, weil Bürger Waffen " widerrechtlich " zu Polizei transporiert hätten.
In Norwegen streitet man sich in epischer Breite über den Fall Breivik und der hatte doch wohl eine registrierte Waffe und hat nahezu70 Menschen damit getötet.
naja, das birgt einige Brisanz. Er zeigt nämlich das eine weitere Verschärfung des Waffenrechts sinnlos wäre. Es wäre z.B. für Breivik sicher nicht schwerer gewesen an eine illegale Waffe zu kommen.
Der erste Amoklauf an einer Schule in Deutschland wurde übrigens mit einer illegalen Waffe durchgeführt.
Die Journalisten hätten nicht so hart bestraft werden sollen (Gerichtsverfahren okay aber eine Rüge hätte gereicht), denn sie haben vorbildlich gehandelt (was nicht heißt, dass das jeder darf, so was ist eine Ausnahme), nämlich aufklärerisch im Dienste des Allgemeinwohls. Die Journalisten hätten vorher eine Genehmigung (für diese Aktion) beim Staat beantragen sollen, der für solche Zwecke befristete Ausnahmegenehmigungen erteilen können muss - man überlege sich geeignete Gesetze. (imho)