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Umstrittene Obama-Werbung: Kampagne auf dem Tiefpunkt
Das ging daneben: In einem Video legen die Wahlkampfhelfer von US-Präsident Obama nahe, dass Rivale Mitt Romney für den Krebstod einer Frau mitverantwortlich ist. Jetzt ist die Empörung groß.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...849215,00.html
- #1 09.08.2012 19:31 von
Negative Campaigning
Seit Karl Rove herausgefunden hat, dass eine negative Kampagne wirkungsvoller ist als eine positive, haben sich die Zeiten geaendert.
Der "Entdecker" soll ja mal sich selbst zum Opfer eines vorgetaeuschten unsauberen Angriff gemacht haben, um so an die Waehler zu appelieren.
Nun hat also auch ein Obama nahe stehender SuperPAC die feine Linie ueberschritten. Ein gefundenes Fressen fuer die Republikaner, denn bisher war Romneys Seite diejenige, die durch Luegen und Verdrehungen aufgefallen ist.
Der mutmassliche Kandidat hat es ja auch schwer, er kann nichts Positives ueber sich selbst einbringen, ist quasi dazu verurteilt, mit negativem Zeug ueber Obama fuer sich zu werben.
Zur Erinnerung: Im Prinzip war und ist Obama gegen unkontrollierte SuperPACs, doch da die Republikaner sich dafuer entschieden, konnte er sich dem nicht verschliessen.
Und die Negativitaet zeigt Wirkung. Doch zeigt sie bei Romney mehr Wirkung, weil der mutmassliche Kandidat nirgends richtig ankommt, nicht einmal beim eigenen Parteivolk.
NBC/WSJ poll: Negative campaign takes toll on candidates; Obama up six points - First Read
Deshalb sollten sich Obama und seine Freunde nicht ins Boxhorn einschuechtern lassen. Obama kann auch positive Akzente setzen, Romney nicht.
Wir sind ja erst im August. Bis November wird noch viel mehr Dreck geschleudert werden, und zwar von beiden Seiten. Doch waehrend die Republikaner den Charakter Obams in den Dreck ziehen werden (wieder einmal), werden die Demokraten die Steuern und Bain asuschlachten.
Und dann bleibt es so wie es ist:
Der Praesident bleibt Praesident, der Kandidat kann sich dann wieder als arbeitslos bezeichnen. - #2 09.08.2012 19:36 von
Die story ist meines Erachtens nicht sauber recherchiert. Nur weil die Frau ueber ihren Job in dem Gebrauchtwarenladen EINE Gesundheitsversicherung hatte, heisst das nicht, das sie gut war und Kosten wie in ihrem Fall abgedeckt haette. Das ist hier in den USA nicht so, wie in Deutschland, wo die Leistungen alle ziemlich aehnlich sind. D.h. es kann sehr gut sein, dass sie die notwendige Transplantation, Chemo etc. mit ihrer nicht haette finanzieren koennen (zuviel Co-Pay z.B., also Zuzahlung) - er mit seiner aus dem Stahlwerk aber sehr wohl. Und als sie diagnostiziert wurde, war sie bereits im Endstadium und kam direkt ins Krankenhaus, wann sie also anfing, Symptome zu haben, ist unklar und kann weit vor der Diagnose liegen.
- #3 09.08.2012 20:09 von
- #4 09.08.2012 20:13 von
Bei wem denn? Im rechten Lager »ist die Empörung groß«, wenn …
• Obama sich allmorgendlich an seinen Schreibtisch setzt, ohne zurückzutreten,
• Frau Obama empfiehlt, Kindern gesund zu ernähren,
• Supermärkte ihren Kunden am Jahresende »frohe Feiertage« statt »frohe Weihnachten« wünschen.
Ein schlampig recherchierter Wahlspot macht da keinen Unterschied mehr.
Normale Bürger wissen hingegen, dass der Tenor des Spots stimmt. Vor »Obamacare«:
• Job weg → Krankenversicherung weg
• Eine jobunabhängige Versicherungspolice, wenn man krank ist oder schon mal schwer krank war: unbezahlbar
• Krebs ohne Krankenversicherung und dickes Bankkonto → äußerst geringe Überlebenschancen
Es gibt zig Mio. Amerikaner, die solche Geschichten aus dem eigenen Umfeld kennen. Je öfter sie daran erinnert werden, desto besser. Egal ob die konkrete Geschichte nun stimmt oder nicht. - #5 09.08.2012 20:25 von
Aber natürlich. Und die Erde ist ein Scheibe. Nichts, rein gar nichts, kann jemanden dazu bringen, mit Dreck um sich zu schmeißen, es sei denn man will es. Im Übrigen wäre es wohl gut bei den Wählern angekommen, hätte Obama sich hingestellt und gesagt: "Ich verzichte auf solch fragwürdige Methoden".
Ich fühle mich von solchen Kampagnen abgestoßen, insbesondere wenn sie für einen Friedensnobelpreisträger geführt werden. - #6 09.08.2012 20:40 von
- #7 09.08.2012 20:47 von
Auch wenn du diesen Unsinn täglich auf Fox News oder im Talk Radio hörst, wird er dadurch nicht wahr.
Medicaid kommt überhaupt nur in Frage, wenn du bettelarm bist und überhaupt keine Mittel mehr zur Verfügung hast: so gut wie gar kein Geld, kein Haus, praktisch nichts. Alle, die noch ein bisschen was verdienen (damit sie nicht verhungern, denn Sozialhilfe gibt es schließlich nicht für kinderlose Erwachsene), haben i.a.R. keinen Anspruch.
Und selbst die, die Medicaid in Anspruch nehmen können, dürfen dadurch natürlich keine auch nur in irgendeiner Weise gute Behandlung erwarten. Da gibt es die allerbilligste Behandlung, die rein theoretisch besser ist als nichts zu tun. Mehr muss nicht sein. (Das ist von Staat zu Staat verschieden. Progressive – vulgo: linke – Bundesstaaten haben oft leicht bessere Standards, aber bei den konservativen sieht es i.a.R. so aus wie beschrieben. Warum? Weil die Propaganda, Medicaid sei nur was für – in der Mehrheit farbige – Sozialschmarotzer, allzuoft verfängt. Du bist anscheinend ein gutes Beispiel.) - #8 09.08.2012 20:55 von
dümmer gehts nimmer
Obama sollte so was eigentlich nicht nötig haben, obwohl er als einstiger Hoffnungsträger relativ tief in der Wählergunst gesunken ist. Versprechen ist einfacher als regieren. Das musste auch Obama erkennen.
- #9 09.08.2012 22:27 von
Ich muss mich wincel anschließen. Die Story ist nicht zu Ende recherchiert, denn die anschließende Reaktion aus dem Romney lager wird ihm (Romney) sehr wahrscheinlich die Wahl gekostet haben.
Siehe: http://www.dailykos.com/story/2012/08/09/1118188/-Ann-Coulter-tears-the-mask-off-FOX
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