Umstrittene Kindermedizin: "Viele Frühchen haben eine faszinierende Lebenskraft"

In der*Kölner Uniklinik überleben besonders viele Frühchen, teils schon in der 22. Schwangerschaftswoche. Eine*benachbarte Frauenklinik*verweigerte einem*ähnlich jungen Kind*die Hilfe,*es starb - jetzt muss ein Gericht entscheiden. Die*Ärztin*Angela Kribs über Leben, das sehr nah am Tod beginnt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...803651,00.html
  1. #20

    Zitat von theofiel69 Beitrag anzeigen
    Ebenfalls dürfen Ärzte einen Menschen nicht gegen den Willen der Eltern in ein Leben mit schweren Behinderungen zwingen.
    Eine absurde Formulierung. Als ob es Sache der Eltern wäre über Leben und Tod zu entscheiden. Das ist weder Sache des Arztes noch der Eltern. Die Eltern können nur entscheiden was sie sich zumuten wollen und können.

    Zitat von theofiel69 Beitrag anzeigen
    Ich jedenfalls lebe jetzt mit einem großen Schuldgefühl meinem Kind gegenüber. Ich hätte mir in der gleichen Situation von meinen eigenen Eltern gewünscht, alles dafür zu tun um nicht in ein Leben mit Behinderung gezwungen zu werden. Ich hätte lieber auf das Leben verzichtet.
    Sie können nicht auf das Leben eines anderen verzichten. Es steht niemandem zu das Leben eines anderen Menschen qualitativ zu bewerten. Das steht nur diesem Menschen selbst zu. Eltern sind nicht Eigentümer ihrer Kinder.

    Was sie sich selbst für sich gewünscht hätten ist nicht nur irrelevant, es ist auch nicht möglich die Perspektive des Betroffenen einzunehmen.
    Aus meiner Erfahrung irrt man sich kaum mehr als in der Frage welches Leben man als Betroffener noch für lebenswert hält.
  2. #21

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Eine absurde Formulierung. Als ob es Sache der Eltern wäre über Leben und Tod zu entscheiden. Das ist weder Sache des Arztes noch der Eltern. Die Eltern können nur entscheiden was sie sich zumuten wollen und können.

    Sie können nicht auf das Leben eines anderen verzichten. Es steht niemandem zu das Leben eines anderen Menschen qualitativ zu bewerten. Das steht nur diesem Menschen selbst zu. Eltern sind nicht Eigentümer ihrer Kinder.

    Was sie sich selbst für sich gewünscht hätten ist nicht nur irrelevant, es ist auch nicht möglich die Perspektive des Betroffenen einzunehmen.
    Aus meiner Erfahrung irrt man sich kaum mehr als in der Frage welches Leben man als Betroffener noch für lebenswert hält.
  3. #22

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Eine absurde Formulierung. Als ob es Sache der Eltern wäre über Leben und Tod zu entscheiden. Das ist weder Sache des Arztes noch der Eltern. Die Eltern können nur entscheiden was sie sich zumuten wollen und können.
    Sie können nicht auf das Leben eines anderen verzichten. Es steht niemandem zu das Leben eines anderen Menschen qualitativ zu bewerten. Das steht nur diesem Menschen selbst zu. Eltern sind nicht Eigentümer ihrer Kinder.

    Was sie sich selbst für sich gewünscht hätten ist nicht nur irrelevant, es ist auch nicht möglich die Perspektive des Betroffenen einzunehmen.
    Aus meiner Erfahrung irrt man sich kaum mehr als in der Frage welches Leben man als Betroffener noch für lebenswert hält.
    ..damit machen Sie es sich zu leicht: Sie ignorieren die Verantwortung, die Sie als Eltern dem Menschen gegenüber haben, der ihr Kind ist und dessen Lebensweg jenseits der Kindheit sie entscheidend bestimmen. Übrigens gilt dies auch für jedes normale Kind!
    Gerade weil ich mich nicht als "Eigentümer" sondern als Verantwortlicher empfinde, muss ich Entscheidungen treffen, die das Kind selbstverständlich nicht treffen kann. Dabei werde ich persönlich mich danach richten, welche Entscheidung ich selbst von meinen Eltern erwünscht hätte. Ich erkenne an, dass andere Eltern anders entscheiden würden. Wer um jeden Preis eine Maximalbehandlung will, soll diese bekommen. Wer ( wie ich) das Leiden begrenzen will ( es hört übrigens für Eltern und Kind nicht am Ende der Klinikphase auf) soll ebenfalls die Möglichkeit dazu haben. Wir haben für medizinethische Grenzfälle, siehe Abtreibung oder Patientenverfügung, mittlerweile eine umfangreiche Gesetzgebung. Bei der Frühgeburt ist der ärztliche Entscheidungsspielraum sehr groß und die Position der Eltern nahezu bedeutungslos. Nur das möchte ich ändern.
  4. #23

    Zitat von theofiel69 Beitrag anzeigen
    ..Bei der Frühgeburt ist der ärztliche Entscheidungsspielraum sehr groß und die Position der Eltern nahezu bedeutungslos. Nur das möchte ich ändern.
    Danke! Ich bin voll deiner Meinung!