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Umstrittene Imagekampagne: Die Angst vor den Neugeborenen

rosskamp designGebühren stagnieren, Versicherungsprämien steigen: Ein Hebammenverein will auf die prekäre Situation der Geburtshelferinnen hinweisen - mit einem Plakat. Es zeigt ein Neugeborenes, nackt, verschmiert. Doch die Kampagne sorgt schon vor Erscheinen für Debatten: Ist das Bild des Babys anstößig?

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829896,00.html
  1. #1

    In jeden Bereich werden doch jetzt Frauenquoten eingeführt wie wäre es denn mal umgekehrt?
    Eine Männerquote bei den Hebammen, es kann ja nicht sein das dort ein 99,98% Frauenanteil besteht ;-)
  2. #2

    interessante Flucht vor der Realität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebühren stagnieren, Versicherungsprämien steigen: Ein Hebammenverein will auf die prekäre Situation der Geburtshelferinnen hinweisen - mit einem Plakat. Es zeigt ein Neugeborenes, nackt, verschmiert. Doch die Kampagne sorgt schon vor Erscheinen für Debatten: Ist das Bild des Babys anstößig?

    Umstrittene Imagekampagne: Die Angst vor den Neugeborenen - SPIEGEL ONLINE
    die Debatte zeigt wie weit unsere Gesellschaft von der Realität entfernt ist. Alles was nicht dem Schönheitsideal entspricht wird versteckt und ist tabu. Alle sollen 20 , jung und faltenfrei sein aber das ist nun nicht die Realität.
  3. #3

    Anstößig?

    Dass Deutschland alles andere als kinderfreundlich ist, ist ja nichts Neues. Wo Leute gegen Kitas oder Kindergärten in der Nachbarschaft klagen. Dass jetzt Neugeborene anstößig sein sollen, lässt allerdings tief blicken. Kein Wunder, dass die Deutschen aussterben.
  4. #4

    Mein Profil

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebühren stagnieren, Versicherungsprämien steigen: Ein Hebammenverein will auf die prekäre Situation der Geburtshelferinnen hinweisen - mit einem Plakat. Es zeigt ein Neugeborenes, nackt, verschmiert. Doch die Kampagne sorgt schon vor Erscheinen für Debatten: Ist das Bild des Babys anstößig?

    Umstrittene Imagekampagne: Die Angst vor den Neugeborenen - SPIEGEL ONLINE
    Nee, das Plakat geht gar nicht; es funktioniert meines Erachtens auch nicht. Die Aussage ist ungefähr so: "Ohne Hebammen sehen wir so ekelig und schmuddelig aus." Aber das ist ja nicht der Punkt. Die Babys sehen mit und ohne Hebammen so aus - aber müssen wir das sehen? Das ist wie Werbung für Klopapier mit echter K**** dran.
    Oder für Gebissreiniger mit einem echten, schmudderigen Gebiss. Oder für Tampons mit ...
    Bei Toscani/Benneton war das Konzept völlig anders, falls das etwa als Vorbild gedient haben sollte.
    Die Provokation zielt in die falsche Richtung.
  5. #5

    ich glaub das jetzt nicht

    So sehen Kinder nun mal aus, wenn sie auf die Welt kommen. Was ist daran anstößig, was könnte Kinder daran erschrecken? Man kann das Bild einem Kind mit einem Satz erklären, wenn man sagt: Ja, so hast du auch ausgesehen.

    Aber aufgepimpte Brüste etc., das ist ästhetisch? Das schockt kleine Kinder nicht?

    Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus
  6. #6

    ...
    Im Fernsehen und im Kino sind die gerade frisch Neugeborenen immer ganz sauber und rosig und poliert und strahlen in die Welt hinein.

    Ist das in Wirklichkeit etwa nicht so????

    Ich bin schockiert.
  7. #7

    Bald wie die Amis...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebühren stagnieren, Versicherungsprämien steigen: Ein Hebammenverein will auf die prekäre Situation der Geburtshelferinnen hinweisen - mit einem Plakat. Es zeigt ein Neugeborenes, nackt, verschmiert. Doch die Kampagne sorgt schon vor Erscheinen für Debatten: Ist das Bild des Babys anstößig?

    Umstrittene Imagekampagne: Die Angst vor den Neugeborenen - SPIEGEL ONLINE
    Wir fangen bald wirklich an wie die Amis. Die natürlichsten Dinge der Welt finden Anstoß. Und das von so einem Lachverein. Wer will deren Meinung wissen ? Wen interessiert schon die Degesta ? Die Hebammen werden von der Regierung ausbluten gelassen. Schon das ist eine Sauerei. Da muss man sich schon fragen wie eigentlich Politker zur Welt gekommen sind. Wahrscheinlich sind die vom Himmel gefallen, oder aus irgendeiner Stammzellenfabrik rausgekrabbelt, so wie die sich aufführen und die natürliche Geburt am langen Arm verhungern lassen. Manche scheinen erwachsen zur Welt gekommen sein. Dass man sich dann noch aufregt, wenn sich die Hebammen wehren spiegelt einmal mehr die Einstellung zu Kindern in unserem Land wieder. Wenn man in unserem Land Anstoß findet, an einem Neugeborenen, dann läuft aber mächtig was verkehrt in unseren Köpfen, armes, reiches Duetschland...
  8. #8

    Was das Thema selbst betrifft, also die enorm gestiegenen Versicherungsprämien für Hebammen, so drücken sich bisher alle um die Diskussion des eigentlichen Problems.

    Wieso sind die Versicherungsprämien eigentlich so stark gestiegen?

    Verursachen die Hebammen auf einmal mehr Schäden bei den Geburten, für die die Versicherungen aufkommen müssen?

    Oder wurden die von den Hebammen verursachten Schäden bisher viel zu niedrig von den Versicherungen ausgeglichen, und daran hat sich jetzt - dankenswerterweise - etwas geändert?
    Irgendwoher müssen die gestiegenen Prämien ja kommen, und daran dürfte ausnahmsweise mal nicht die Politik schuld sein...
  9. #9

    Das Anliegen der Hebammen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebühren stagnieren, Versicherungsprämien steigen: Ein Hebammenverein will auf die prekäre Situation der Geburtshelferinnen hinweisen - mit einem Plakat. Es zeigt ein Neugeborenes, nackt, verschmiert. Doch die Kampagne sorgt schon vor Erscheinen für Debatten: Ist das Bild des Babys anstößig?

    Umstrittene Imagekampagne: Die Angst vor den Neugeborenen - SPIEGEL ONLINE
    ... ist nur zu unterstützen.
    Der Staat versucht systematisch die freien Hebammen und Entbindungsanstalten zugunsten der staatlichen Kliniken zu verdrängen.
    So geschehen auch in unserer Kleinstadt vor Jahren. Die kleine Entbindungsanstalt mit der älteren und zwei jüngeren Hebammen mussten auf druck der Behörden schließen.
    Dort war es noch richtiggehend familiär, persönliche Betreuung auch für Kassenpatienten...

    Auch an die ärztliche Versorgung der jungen Väter wurde gedacht: Die Hebamme versorgte sie zum Selbstkostenpreis mit dem medizinisch gebotenen, postnatalen Bier...
    Wenn gewünscht, auch die junge Mutter... Selbstverständlich konnte sie auch spezielle Verpflegungswünsche äußern: "Jetzt ein Stück heiße Fleischwurst und ein Rollmops, das wärs..."
    Stattdessen die anonyme menschlische Leere im Krankenhaus. Ach ja: Schon gewusst? Man ist gar nicht krank, wenn man schwanger ist und gebiert...


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