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Umstrittene Imagekampagne: Die Angst vor den Neugeborenen
rosskamp designGebühren stagnieren, Versicherungsprämien steigen: Ein Hebammenverein will auf die prekäre Situation der Geburtshelferinnen hinweisen - mit einem Plakat. Es zeigt ein Neugeborenes, nackt, verschmiert. Doch die Kampagne sorgt schon vor Erscheinen für Debatten: Ist das Bild des Babys anstößig?
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829896,00.html
- #60 27.04.2012 13:15 von
sachlich bleiben
Ihren Verallgemeinerungen Ihrer leider sehr traurigen Erfahrungen möchte ich ein paar Fakten entegensetzen:
Es gibt in Deutschland 58 Hebammenschulen, die jeweils an eine Klinik angeschlossen sind. Die Ausbildung dauert drei Jahre und besteht aus einem 1.600-stündigem Theorie- und einem 3.000-stündigen Praxisteil. Der schulische Theorieteil besteht u. a. aus Geburtshilfe, Anatomie, Physiologie und Pädiatrie. Der praktische Teil der Ausbildung findet hauptsächlich in der Klinik im Kreißsaal, auf der Wochenstation, in der Kinderklinik und im Operationssaal statt. Einer Krankenschwester oder einem Krankenpfleger ist es möglich, die Ausbildung auf zwei Jahre zu verkürzen.
Nach einer Gesetzesänderung vom 19. Juni 2008 gibt es kein Mindestalter für die Aufnahme an einer Hebammenschule mehr.[13]
Die Ausbildung endet mit dem staatlichen Examen. Dieses Examen besteht aus je einer mündlichen, schriftlichen und einer praktischen Prüfung (unter anderem der Examensgeburt). Voraussetzung für die Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung oder die mittlere Reife. Dies sind allerdings nur die gesetzlichen Mindestvoraussetzungen, in der Praxis haben sehr viele Hebammenschüler und Hebammenschülerinnen Abitur.
Zurzeit laufen von Seiten der Hebammen Bestrebungen, die Ausbildung auf Hochschulniveau anzuheben.
[Quelle: ]Hebamme - #61 27.04.2012 13:15 von
Tja
Das Lustige daran: Das Getue rund um eine unkomplizierte Geburt, das könnten Sie und ich genauso gut wenn nicht besser als die meisten Hebammen managen.
Wenns dann aber steckt, ist guter Rat teuer. Hebammen wurschteln dann panisch rum
Das Einzige Empfehlenswerte kann daher sein, eine Geburt möglichst stressfrei zu versuchen und Gewissheit zu haben daß sowohl ein perfektes Anesthesieteam als auch ein perfekter Gynäkologe stets in ein paar Minuten vor Ort sein können.
Eine andere Empfehlung kann man angesichts der Risiken seriöserweise weder der Mutter noch dem Kind geben. Alles andere ist Pfusch. - #62 27.04.2012 13:23 von
Legenden
Das ist Theorie.
Praxis ist was anderes:
1996, Krankenhaus mit namhafter Geburtshilfe.
Betreuung der Frau bis zur Geburt:
75% Angehörige, 24% AIP lerin, 1% Hebammen.
Hebammen: reagieren nicht auf Klingel, reagieren nicht auf Fragen. Sitzen real im Besprechungsraum vor dem TV und quatschen stundenlang.
Tag der Geburt:
Keine Betreuung der Frau durch Hebamme. Hebamme extrem genervt, da angeblich alles gleichzeitig. Hebammenschülerin hat weniger Ahnung von irgendwas als eine durchschnittliche 16jährige mit Hauptschulabschluss.
Betreuung der Frau ausschließlich durch Angehörige, ein PJler, 1 AIPlerin, eine Anästhesistin.
Geburtsvorgang:
Hebamme immer nur minutenweise anwesend, dann ständig draußen.
Austreibung funktioniert nicht, ich persönlich rufe den Chefarzt der Gyn er möge bitte sofort kommen.
Der kommt und holt den Knaben mit der Glocke.
Fazit nach Geburt 1:
Hebammen braucht kein Mensch. Am besten komplett durch Fachleute ersetzen wie sonst überall auch. - #63 27.04.2012 13:29 von
sorry
Sorry, aber das interessiert mich nicht mehr, mein Urteil steht fest. Es bedarf keines isolierten Hebammenwesens. vielmehr gehört die Geburtshilfe in die anderen Fachgebiete der Medizin und der angegliederten Berufe flexibel integriert.
Wer eine medizinische Grundausbildung hat, benötigt nur die erforderlichen Zusatzkenntnisse zur perfekten Begleitung der Geburtsvorgänge jenseits der rein ärztlichen Handlungsoptionen.
Keinesfalls benötigt eine vernünftig ausgebildete medizinische Fachkraft irgendeinen höchst umfangreichen druidenhaften Erfahrungsschatz, so etwas ist unstrukturiert und völlig überholt. - #64 27.04.2012 13:29 von
- #65 27.04.2012 13:52 von
Vielleicht können Sie das ja. Eine unkomplizierte Geburt bleibt aber nach wie vor eine Geburt, ich kann und will da gar nichts managen.
Schon wieder eine Verallgemeinerung, die laus Ihren eigenen, wie ich zugeben muss, leider sehr sehr negativen Erfahrungen resultiert und die ich aus Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis (wo's auch gesteckt hat) widerlegen kann.
Was streßfrei ist, muss jeder für sich selbst entscheiden (insbesondere die Frau) und diese Entscheidung ist zu respektieren, da Streß Hauptauslöser für Komplikationen während der Geburt ist. Für Sie und das Gros der Schwangeren ist es das Krankenhaus mit Verfügbarkeit von Technologie und hohem Aufgebot an medizinischem Fachpersonal, für uns war es das vertraute Umfeld zuhause.
Die meisten Risiken können Sie im Übrigen schon vor der Geburt feststellen. In einem solchen Fall wird keine Hebamme einer Hausgeburt/Geburtshaus-Geburt zustimmen. - #66 27.04.2012 13:57 von
- #67 27.04.2012 14:05 von
Also ich habe es ähnlich erlebt, bei der Geburt meines ersten Kindes. Meine Frau wäre nach der Geburt fast verblutet, weil die Hebamme zu stark an der Nabelschnur zog. Sie hatte Schichtende, wollte nach Hause und die Plazenta wollte sich nicht schnell genug lösen.
Also einfach stärker ziehen und auf einmal war alles voller Blut. Überlebt hat meine Frau, weil sie eben in einem Krankenhaus war und nicht zuhause. So kam sie sofort in den OP. - #68 27.04.2012 14:09 von
Nun ja, das ist jetzt so, wie wenn Sie sich den Eimer über den Kopf ziehen, dann die Treppe runterfallen, weil Sie nichts sehen und dann sagen "Wie gut, dass ich den Eimer aufhatte, sonst hätte ich mir richtig am Kopf wehgetan".
Der Schichtwechsel im Krankenhaus war auch so ein Thema, der uns dazu bewegt hat, das Kind zuhause zu kriegen. Da gibt's dann kein Schicht-Raster und die Hebammen bleiben von Anfang bis Ende. - #69 27.04.2012 14:22 von
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