Umstrittene Herdprämie: OECD kritisiert Betreuungsgeld scharf

dapdBisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838057,00.html
  1. #1

    Wen wunderts ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

    Betreuungsgeld hält laut OECD Frauen vom Arbeiten ab - SPIEGEL ONLINE
    Das war doch zu erwarten. Obwohl Merkel interessiert dies doch eh nicht. Ob die OECD nun Pisa oder die Väterrechte kritisiert, es wird weitergemacht wie immer.

    In Sachen Familien und Bildungspolitik ist und bleibt Deutschland im Mittelalter.

    PS: Ob SPD und Grüne dies allerdings anders handhaben wage ich ebenso zu bezweifeln...... ( Rot/Gruen kennzeichnet sich ebenso durch Jahrelanges nichtstun aus )

    Das ist Deutschland im Jahre 2012.
  2. #2

    Die Wahrheit

    Dass der OECD ein Lobbyverband der Wirtschaft ist, dürfte eigentlich jeder wissen. So ist es in Wahrheit nicht das Betreuungsgeld an sich, dass diese Interessengruppe stört. Vielmehr steckt die Befürchtung dahinter, künftig weniger billige Arbeitskräfte verfügbar zu haben. Bleiben Frauen (oder auch Väter) zuhause um sich um ihre Kinder zu kümmern, so stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Meist würde das Betreuungsgeld den Familien zugute kommen, die sowieso nicht so viel haben und zu Billigstlöhnen stundenweise dazuverdienen müssen. Wer gutes Einkommen hat, wird wegen 100 Euro im Monat nicht auf seinen Job verzichten.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

    Betreuungsgeld hält laut OECD Frauen vom Arbeiten ab - SPIEGEL ONLINE
    Hat diese Regierung eigentlich irgend etwas in dieser Legislaturperiode zustande gebracht?

    Im Übrigen bin ich mir sicher, dass sich die Frauenquote in Berufen automatisch erhöht, wenn man ihnen ein entsprechendes Angebot macht. ;-)
    Soweit ich weiss, nennt man das Marktwirtschaft, die OECD oder insbesondere der DIHK sollten das doch kennen...

    Dass das Betreuungsgeld in dieser Form Schwachsinn ist, gehört ja mittlerweile zum Allgemeinwissen.
  4. #4

    Sinnlose Studie

    "Es gibt zunehmend klare Belege dafür, dass die Teilnahme an kindlicher Bildung für ab Dreijährige einen starken Einfluss auf den Bildungswerdegang von Kindern aus sozial schwachen Zuwandererfamilien hat"

    Noch niemandem aufgefallen, daß die Studie am Thema vorbei geht? Das Betreuungsgeld ist gedacht für die unter dreijährigen Kinder. Die Studie kritisiert die kindliche Bildung ab drei Jahren.
  5. #5

    Wem war das nicht klar?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

    Betreuungsgeld hält laut OECD Frauen vom Arbeiten ab - SPIEGEL ONLINE
    Das wissen auch unsere Politiker. Von Seehofer ist es doch nur ein versuchtes "Wahl-Gescheck". Seine Angst vor Ude muss ja groß sein! Obwohl die Bayrischen Bürger auch nicht mehr so dumm sind. Die OECD sieht das richtig. Betreuungsgeld wieder zurück nehmen und das Geld in den KI-TA Ausbau stecken!
  6. #6

    Schwachsinn

    Zitat von kalzifer Beitrag anzeigen
    Meist würde das Betreuungsgeld den Familien zugute kommen, die sowieso nicht so viel haben und zu Billigstlöhnen stundenweise dazuverdienen müssen. Wer gutes Einkommen hat, wird wegen 100 Euro im Monat nicht auf seinen Job verzichten.


    Eine solche Argumentation geht weit am Thema vorbei und kann nur mit schwachsinnigen Argumenten gestützt werden. In der Realität dient die "Herdprämie" dazu, Familien zu unterstützen, in denen der Mann über reichlich Kohle verfügt, weswegen seine Frau zuhause bleiben kann. Geschätztes Jahreseinkommen weit über 50.000 Euro und FDP-Wähler. Migranten-Kinder gehören schon deshalb in den Kindergarten (Kita) damit mit ihnen deutsch gesprochen wird. Diese "Lex-Seehofer" muss gestoppt werden. Grüetzi. f.
  7. #7

    Zitat von pansen Beitrag anzeigen
    Dass das Betreuungsgeld in dieser Form Schwachsinn ist, gehört ja mittlerweile zum Allgemeinwissen.
    Naja, nicht für diejenigen, die dieses Thema aus rein ideologischen und nicht praktischen Gründen hochhalten. Ideologische Symbolpolitik at its best (oder worst, wie man es auch nimmt), die einfach nur Geld kostet, das wir nicht haben.
  8. #8

    Ich bin zwar auch gegen das Betreuungsgesetz, nur bin ich der Meinung, das sollten die Bürger in Deutschland entscheiden, das geht die OECD überhaupt nichts an, diesen Lobbyverein für Wirtschaftsinteressen. Wen interessiert schon, was diese Lobbyisten dazu zu sagen haben?
  9. #9

    ohne Titel

    Neben den Frauen, die aus welchen Gründen auch immer, arbeiten gehen(Müssen) profitiert die Wirtschaft ganz gewaltig davon, dass
    die Zahl der Kitas erhöht wird. so stehen ihnen dadurch ein Mehr an billigen Arbeitsplätzen zur Verfügung.
    Die Wirtschaft muss gezwungen werden, sich finanziell an der Erhöhung der Kindestagesplätze zu beteiligen.