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Umstrittene Herdprämie: OECD kritisiert Betreuungsgeld scharf
dapdBisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838057,00.html
- #40 11.06.2012 09:19 von
100 Euro reichen nicht
Da hat mal jemand was verstanden. Erst schafft man einen Rechtsanspruch; dann erschrickt man, was das kostet.
Und dann zahlt man dafür, dass die Leute das Recht nicht in Anspruch nehmen. Klappt in Skandinavien doch auch.
So seltsam ist das gar nicht. Man zahlt Bauern Flächenstillegungsprämien, wenn sie Äcker nicht nutzen. Fischer bekommen Geld, wenn sie ihre Schiffe stillegen.
Konkret: Jeder Kitaplatz für unter 3-jährige wird mit ca. 1000 Euro bezuschusst. Da könnte man auch 300 Euro Prämie zahlen und das würde sich immer noch rechnen. Der Wahnsinn hat also Methode. - #41 11.06.2012 09:20 von
...
Na Klasse, super Aussage..............
Wir hätten mit den 307 Euro, die es für mein erstes Kind im Monat (2 Jahre lang) gab, nicht leben können. Soviel dazu. Hätten wir deshalb keine Kinder bekommen sollen? Also blieb ich nur ein paar Monate komplett zu Hause, wir lebten von einem sehr geringen Gehalt und vom Ersparten und dann ging ich wieder arbeiten! So geht es unheimlich vielen Familien, aber das haben Sie sicher nicht gewusst.......... - #42 11.06.2012 09:20 von
- #43 11.06.2012 09:22 von
Die Herdprämie, die Frauen zu Gebärmaschinen degradiert, entstammt nationalsozialistischem Gedankengut.
Sie verhindert, wie seriöse Studien feststellen, dass die Kinder aus prekären Verhältnissen frühzeitig Zugang zu Bildung erhalten und darüber hinaus verhindert sie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, was wiederum Angriffsfläche für neonazistische Kreise bildet.
Herr Seehofer spielt also in doppeltem Sinne den Neonazis in die Hände. - #44 11.06.2012 09:23 von
Es lebe die mittelalterliche Bildungspolitik ;-)
Es ist schon interessant, dass wir trotz unserer angeblich mittelalterlichen Bildungspolitik die wirtschaftlich stärkste Nation in der EU sind.
Und dass speziell die südlichen Bundesländer BW und BY, die auch noch das dreigliedrige Schulsystem haben, die Spitzenreiter in Deutschland sind.
Merkt da eigentlich keiner etwas?
Lieber mittelalterlich und stark als modern und schwach. - #45 11.06.2012 09:27 von
!
Wie lange muss noch geredet werden über die Auswirkungen einer "Entschädigung" für zuhause Betreuung? Es ist doch für jeden geradeaus denkenden Menschen klar, dass v.a. in Familien mit mehreren Kindern die Tendenz dahin gehen wird, dass die Mutter eher zuhause bleibt, wenn sie Betreuungsgeldanspruch hat.
Wer das nicht sagt, hat entweder ein Problem, die Realität zu erkennen, oder will einfach verschleiern, dass es billiger für den Staat ist, als Krippenplätze anzubieten.
So einfach ist das. - #46 11.06.2012 09:31 von
Alles richtig, aber!!!
Genau, und daher macht mich das Poltern gegen das Betreungsgeld aus einer gewissen Ecke stutzig.Sicher sind die Argumente der meisten Betreungsgeld Gegner stichhaltig. Ja Frauen brauchen eine Unabhängigkeit aber wieviel sind es, die nur von einer Unabhängigkeit in eine andere stolpern. Ja wir brauchen mehr Kindertgartenplätze, aber das Betreungsgeld deckt die Krippenzeit ab! Schon mit dem Ausbau dieser Betreungsangebote sind die Kommunen, zum Teil hoch verschuldet, überfordert. Ja wenn Kinder gemeinsam aufwachsen werden sie besser integriert, nur sind Migrannten auch in gewissen Wohnbezirken konzentriert, daher wird das Konzept nicht aufgehen, es ist genauso aberwitzig, wie das der Deutsch als Zweitsprache Klassen Konzept. Dort sind dann 24 Kinder aus 10 Nationalitäten konzentriert. Die Vielfalt der Probleme können nicht mit allgemeinen Konzepten gelöst werden. Daher finde ich es äußert bedenklich, jetzt mit Kindern von Migrantinnen zu argumentieren, worin im Übrigen auch eine gehörige Portion Rassismus versteckt ist, nach dem Motto, die können Kindererziehung ja nun am Allerwenigsten. Hier geht ein gewaltiger Riss durch die Gesellschaft obwohl es doch ganz einfach ist, sowohl als auch denn zwei Lösungsmöglichketen vielfältiger Probleme sind besser als eine unversale und wird Menschen mehr gerecht, wenn auch nicht allen! Kollektivismus geht nicht gut, diese Erfahrung sollten wir Deutschen doch nun endlich gelernt haben! Und wie bei einem Arbeitskräfteüberhang höhere Löhne gefordert werden können, bleibt unbeantwortet!
- #47 11.06.2012 09:35 von
Produktion
Nu lassen Sie doch mal Ihre Stänkereien und Erbsenzählereien, Ihre Details interessieren überhaupt niemanden.
Mütter in die Produktion! Babys in die Krippe!
Das funktionierte in allen sozialistischen Experimentalsaaten so und der Kapitalismus (Sprachrohre: Arbeitgeberverbände, OECD, FDP, Wirtschaftssachverständige,...) wollen das auch! - #48 11.06.2012 09:37 von
- #49 11.06.2012 09:48 von
Wer denkt eigentlich an das Wohl der Kinder?
Interessanterweise werden bei der ganzen Diskussion die Kinder meist vergessen. Also, nichts gegen Kindergärten, aber bitte erst dann, wenn die Kinder in der Lage sind sich ordentlich zu verständigen, am besten erst ab drei.
Wenn ich mir die 1-2-Jährigen bei uns im Kindergarten ansehe (und die Erzieher geben sich wirklich Mühe), da kann man vor allem bei den sensibleren Kindern nur Mitleid empfinden. Psychische Schäden sind da vorprogrammiert. Obwohl das für die Wirtschaft sicher auch nicht schlecht ist - solche Menschen werden sich später sicher einmal mit Konsumgütern betäuben, um die innere Leere zu verdrängen. Auch der Psychopharmakaabsatz wird nicht darunter leiden.
Also, an alle Betreuungsgeldkritiker - beschäftigt euch zur Abwechslung mal mit den Kindern und lasst euch nicht nur von der Angst treiben, jemand könnte unverdient etwas zuviel Geld bekommen.
Am Rande - da immer nur von den am Herd stehenden Frauen gesprochen wird: auch Männer können Kinder betreuen, und ich habe das auch gemacht.
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