Umstrittene Herdprämie: OECD kritisiert Betreuungsgeld scharf

dapdBisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838057,00.html
  1. #20

    Unfassbar = unwaehlbar

    Sollte sich Frau Merkel gegen den gesunden Menschenverstand und die ueberwiegende Mehrheit der Bevoelkerung durchsetzen und diese Herdpraemie verabschieden, ist dies politischer Selbstmord. Auch Seehofer wird dies keine zusaetzlichen Waehlerstimmen einbringen. Die FDP haette die Chance, mit einem klaren Nein endlich mal zu punkten, wird sich aber wahrscheinlich wieder mal in unerquicklichen und undurchsichtigen Politikspielen ergehen...
  2. #21

    Bleiben Kinder bis zum dritten Geburtstag stumm?

    Zitat von lostios Beitrag anzeigen
    ... Noch niemandem aufgefallen, daß die Studie am Thema vorbei geht? Das Betreuungsgeld ist gedacht für die unter dreijährigen Kinder. Die Studie kritisiert die kindliche Bildung ab drei Jahren.
    Abgesehen von der Formulierung im Artikel: Sind Sie der Meinung, dass Kinder vor dem dritten Geburtstag nicht sprechen lernen, dass also die Kinder nicht Deutsch lernen könnten?
  3. #22

    Klar, dass der OECD das so sieht.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

    Betreuungsgeld hält laut OECD Frauen vom Arbeiten ab - SPIEGEL ONLINE
    In der Welt des OECD gibt es nur die Sicht der wirtschaftlichen Entwicklung. In der kommt der Begriff "Kindheit" nicht vor. Ziel: Alle arbeiten und zahlen Steuern. Kinder werden gleich nach der Geburt zu Steuerzahlern erzogen. Am besten die Kinder auch noch besteuern. Dann sind wir endlich alle gleichberechtigt. Zumindest, was das Steuerzahlen angeht.
  4. #23

    Zitat von Bubi111 Beitrag anzeigen
    "Migrantenkinder gehören in den Kindergarten" - dieser Satz stimmt nur teilweise: - nur ab 3 Jahren, wenn der Erwerb der Muttersprache zuhause erfolgt ist und nur dann, wenn im Kindergarten im verhältnis genügend deutsch sprechende Kinder sind und die Betreuung wirklich ausreichend und qualifiziert ist - ansonsten entsteht ein Tohuwabohu der Sprache..... wie wir allüberall haben. Es sind nicht alle Kinder super sprachbegabt, die weniger intelligenten Kinder fallen hintenrunter!! - Dies ist "state of art" und allgemeiner Konsens der Fachleute!! - Diese allgemeine Gleichmacherei ist furchtbar - Sozialismus, bzw. Kommunismus pur!
    Natürlich gibt es Notfälle, gibt es zerrüttete Familienverhältnisse oder Einkindfamilien, wo die stundenweise Kita besser ist für das Kind. Eine gute Alternative ist aber auch die "Tagesmutter"!!! ...hug, ein Kinderarzt!
    Jaja Kommunismus, schrecklich. Aber aus ihren Beitrag geht nicht hervor, was sie als Alternative zum Kindergarten vorschlagen? Das Kind zuhause einsprachig aufwachsen zu lassen, weil es im Kindergarten nicht das beste Deutsch beigebracht wird? Oder die Kindergärten/Horte besser ausstatten, anstatt Millareden mit der Herdprämie zu verpulvern?
  5. #24

    Bitte noch mehr Klischees

    Ich komme selbst aus einer Migrantenfamilie, war zum Glück nie in einer Kita und spreche trotzdem hervorragend Deutsch und habe mit Kindern in der Nachbarschaft gespielt. Meine Freundin ist selbst Deutsche und würde sich über das Betreuungsgeld freuen, weil sie der freiwilligen Überzeugung ist, dass es für das Kind das Beste ist, wenn die Mutter in den ersten drei Jahren zuhause bleibt und sich um das Kind kümmert. So müssen ja nicht immer nur Migranten denken, die hier schon wieder von vornherein als bildungsfern und dem Sozialstaat auf der Tasche liegend abgestempelt werden. Es ist ja heute im matriacharlischen Deutschland schon eine Schande geworden, wenn man mal anderer Meinung als diese ganzen karrieregeilen Frauen ist, die ihre lästigen Kinder so schnell wie möglich in die nächste Kita abschieben wollen, wo sie dann wieder von überforderten Erzieherinnen und vernachlässigten Kindern von alleinerziehenden Müttern, die ja heute selbstverständlich geworden sind, umzingelt sind, um ihrer Karriere nachzugehen. Selbstverständlich, wie schon erwähnt, haben sie dann meistens auch keinen Mann zu Hause. Esd sollten hier mal einige zur Kenntnis nehmen, wie kaputt das Familienleben in Deutschland mittlerweile geworden ist wegen genau so einer Haltung, dass es ja rückständig ist, wenn die Frau zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert. Immer mehr Scheidungen und Single-Haushalte, immer mehr allein erziehende Mütter bzw. Kinder, die nicht wissen, wo ihre Väter sind und still vor sich hin leiden, weil es ja so modern und angesagt ist, wenn Frau keinen Mann mehr zu Hause ist.

    Und NEIN, so eine Haltung hat nichts mit Mittelalter, Migrationshintergrund, rechtsradikal oder islamistisch zu tun. Da müssen schon andere Argumente her.
  6. #25

    Wer ist den Wählbar?

    Zitat von fernossi Beitrag anzeigen
    Sollte sich Frau Merkel gegen den gesunden Menschenverstand und die ueberwiegende Mehrheit der Bevoelkerung durchsetzen und diese Herdpraemie verabschieden, ist dies politischer Selbstmord. Auch Seehofer wird dies keine zusaetzlichen Waehlerstimmen einbringen. Die FDP haette die Chance, mit einem klaren Nein endlich mal zu punkten, wird sich aber wahrscheinlich wieder mal in unerquicklichen und undurchsichtigen Politikspielen ergehen...
    Dann wählen Sie Rot-Grün und bekommen statt der Herdprämie eine neue Subvention die mit irgendwas Grünen benannt wird. Ist doch egal.
  7. #26

    Zitat von kalzifer Beitrag anzeigen
    Dass der OECD ein Lobbyverband der Wirtschaft ist, dürfte eigentlich jeder wissen.
    Selbst wenn das zutrifft, heisst das noch nicht, dass deren Analyse falsch ist.
    So ist es in Wahrheit nicht das Betreuungsgeld an sich, dass diese Interessengruppe stört. Vielmehr steckt die Befürchtung dahinter, künftig weniger billige Arbeitskräfte verfügbar zu haben.
    Schön und gut. Dennoch bleibt deren Kritik am Betreuungsgeld sachlich richtig:
    Bleiben Frauen (oder auch Väter) zuhause um sich um ihre Kinder zu kümmern, so stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Meist würde das Betreuungsgeld den Familien zugute kommen, die sowieso nicht so viel haben und zu Billigstlöhnen stundenweise dazuverdienen müssen. Wer gutes Einkommen hat, wird wegen 100 Euro im Monat nicht auf seinen Job verzichten.
    Vollkommen korrekt, aber genau daraus folgt ja die kritisierte Problematik. Wenn gerade schlecht qualifizierte und schlecht integrierte Elternteile ihre Kinder nicht frühzeitig in KiTas schicken um die Herdprämie zu bekommen und die KiTa Kosten zu sparen, dann schaden sie damit sich, ihren Kindern und der Gesellschaft langfristig selbst. Die Folge ist eine mangelnde Integration der ganzen Familie mit allen Konsequenzen und damit auch eine Zementierung des schlechten Bildungsstandes der Familie. Damit werden Hartz4- Lebensläufe vorprogrammiert.
    Wenn Sie (zurecht) kritisieren, dass schlecht qualifizierte in Deutschland zu schlecht bezahlt werden, dann müssen Sie für höhere Löhne sorgen und nicht für eine Alimentierung durch die Herdprämie.
  8. #27

    nee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

    Betreuungsgeld hält laut OECD Frauen vom Arbeiten ab - SPIEGEL ONLINE
    Man braucht eigentlich keine große Studie um zu wissen, dass Geld für die Nichtnutzung von Leistungen zu zahlen blödsinn ist.
    Diese v.a. der verquasten Ideologie der CSU geschuldete Geldverbrennung ist ein Zeichen für das Geschachere bei Budgetverhandlungen. Läßt du meinen Mist durch folgt deiner auch.
    Das dies darüberhinaus auch ein Wahlgeschenk für die ewig Gestrigen aus dem Süden ist macht es nicht besser.
    Wer sein Kleinkind zu Hause betreut, schön und gut, aber Geld für Nichtnutzung...s.o.
  9. #28

    Zitat von spon-facebook-10000031172 Beitrag anzeigen
    Ich ... war zum Glück nie in einer Kita
    Meine Kitazeit war sehr schön.

    Zitat von spon-facebook-10000031172 Beitrag anzeigen
    Es ist ja heute im matriacharlischen Deutschland schon eine Schande geworden, wenn man mal anderer Meinung als diese ganzen karrieregeilen Frauen ist, die ihre lästigen Kinder so schnell wie möglich in die nächste Kita abschieben wollen, wo sie dann wieder von überforderten Erzieherinnen und vernachlässigten Kindern von alleinerziehenden Müttern, die ja heute selbstverständlich geworden sind, umzingelt sind, um ihrer Karriere nachzugehen.
    Sie waren doch nie in einer Kita, Sie können also gar nicht mitreden.

    Zitat von spon-facebook-10000031172 Beitrag anzeigen
    Und NEIN, so eine Haltung hat nichts mit Mittelalter, Migrationshintergrund, rechtsradikal oder islamistisch zu tun. Da müssen schon andere Argumente her.
    Ja, das Thema polarisiert wirklich. Besonders das Argument "Kind in die Kita um Karriere zu machen", ha, da muss ich wirklich immer wieder bitter lachen. Karriere, na klar, deshalb gehen Frauen arbeiten. ES GIBT KEINE ANDEREN GRÜNDE!
    Wo leben die Menschen, die das behaupten?
    Mein Fazit: im Westen wirft man in Kitas Kleinstkinder den schlimmsten Verbrechern des Universums vor: ausschließlich (!) weiblichen Erzieherinnen.

    Meine Güte, kommen Sie auf den Teppich.
  10. #29

    Zitat von kalzifer Beitrag anzeigen
    Dass der OECD ein Lobbyverband der Wirtschaft ist, dürfte eigentlich jeder wissen. So ist es in Wahrheit nicht das Betreuungsgeld an sich, dass diese Interessengruppe stört. Vielmehr steckt die Befürchtung dahinter, künftig weniger billige Arbeitskräfte verfügbar zu haben. Bleiben Frauen (oder auch Väter) zuhause um sich um ihre Kinder zu kümmern, so stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Meist würde das Betreuungsgeld den Familien zugute kommen, die sowieso nicht so viel haben und zu Billigstlöhnen stundenweise dazuverdienen müssen. Wer gutes Einkommen hat, wird wegen 100 Euro im Monat nicht auf seinen Job verzichten.
    Ach so, aber wer eh schon richtig wenig verdient kommt dann mit 150 Euro aus, weil er durch Arbeit gar nichts mehr bekommt? Passt total.