Forum: Blogs
Umstrittene Herdprämie: OECD kritisiert Betreuungsgeld scharf
dapdBisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838057,00.html
- #140 11.06.2012 15:06 von
Die OECD soll sich einfach um ihre Arbeit kümmern
Die OECD hat Griechenland seit Jahrzehnten jedes Jahr geraten, mehr gepumptes Geld im Staat zu verteilen.
Die OECD ist toll darin, Wünschel-Vorschläge zu machen und später nie dafür geradestehen zu müssen.
OECD Gerede ist uninteressant.
Wenn wir hierzulande die Frage haben was wir brauchen, dann fragen wir doch einfach die Kindergärten, Schulen und Unis.
Dort gibt es in der Tat Leute die wissen wirklich wo was gebracht wird und dann auch nützlich ist. - #141 11.06.2012 15:08 von
Genau auch dort ...
- #142 11.06.2012 15:09 von
Genau so ist es
Das findet auch in div. Unternehmen sowie Behörden bereits statt:
Z.B. u.a. mittels sog. Kontakthalteprogramme, die (meist) Mütter in Elternzeit weiterhin regelmäßig über Betriebsgeschehen informieren, die Verbindung mit ihrem angestammten Bereich aufrecht erhalten (bsph. u.a. Einladung zu Betriebsfesten), sie auch informieren über Fortbildungskurse, während derer eine Kinderbetreuung organisiert wird.
In diesem Rahmen wird auch über interne Stellenausschreibungen informiert, die für berufliches Fortkommen wie Veränderungen interessant sein könnten.
Dieses Programm erleichtern auch den Wiedereinstieg der Rückkehrerinnen - wovon beide Seiten profitieren.
Die Erfahrung lehrt, dass solche Programme sehr erfolgreich sind. Manche Mutter kehrte - nachdem sie einen generellen adäquaten Betreuungsplatz für den Nachwuchs organisieren konnte, gerne früher aus der Elternzeit zurück, zumal auch betrieblicher- oder behördenseits häufig Unterstützung bei der Betreuungssuche geleistet wird.
Darüber hinaus wurden/werden Eltern-Kind-Zimmer eingerichtet, die ermöglichen, dass Beschäftigte bei kurzzeitigem Betreuungsausfall für einige Tage ein Kind im Alter ab 6 Monaten bis 12 Jahren zu speziell kindgerecht eingerichteten Räumen mit PC-Arbeitsplätzen mitbringen können.
Auch die Flexibilisierung der Arbeitszeit, von gleitend (z.B. zw. 06:00 und 20:00 h) bis zu div. familienfreundlichen Teilzeitmodellen und Arbeitsformen wie alterniernder Telearbeit, trägt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit bei.
Und Institution, die eine eigene Kinderbetreuungseinrichtung geschaffen haben, werben in ihrer Personalgewinnung für Fachkräfte damit.
Allerdings lehrt auch die Erfahrung, dass es Frauen gibt, die sich (auch als Alleinstehende) gezielt für eine Mutterschaft entscheiden, um sich bewusst aus einem für sie unbefriedigenden Erwerbsleben auszuklinken oder weil sie noch gar nicht am Erwerbsleben teilnahmen und auf diese Art die Umarmung des "versorgenden Staates" erstreben.
Keine dieser Lebenswirklichkeiten würde durch das Betreuungsgeld unterstützt. - #143 11.06.2012 15:22 von
- #144 11.06.2012 15:43 von
Uiiii!
Dass Sie es wagen, Eltern verschieden zu gewichten...!
Mal im Ernst, jemand, der gutes Geld verdient, wird von dem Taschengeld nicht angesprochen. Wenn man mindestens (ähnlich wie bei der Rente) 60% des Gehaltes während der Zeit bekommen könnte und noch dazu eine Arbeitsplatzrückkehrgarantie, dann würden es auch viele Frauen machen, die es sich bisher anders überlegt haben.
Und das kommt bestimmt billiger als dieser Betreuungsgeldschmarrn. - #145 11.06.2012 15:43 von
...
Ihre Aussage gilt nur für eine kurzzeitige Trennung (30 Min. Maximum und unter Laborbedingungen) von der Mutter und wiederspiegelt auch nicht die Effekte der Gruppenbetreuung.
Dazu aus dem von Ihnen verlinkten Text:
By the second year of life, most infants appear to be able to tolerate a few minutes of separation without producing increases in cortisol. However, this does not mean that they can do so during longer separations. Indeed, Ahnert et al. (2004) noted elevations in cortisol for both securely and insecurely attached toddlers following entry into child care. As reviewed by Vermeer and van IJzendoorn (2006), there are now a number of reports that, on average, cortisol levels rise over the day at child care for children under four years of age.
Das langfristig wirksame Problem ist gerade der regelmäßig veränderte Tagesrhythmus der Cortisol-Konzentration. Nachmittags ist sie deutlich höher als bei zu Hause allein oder in Kleinstgruppen betreuten Kindern. - #146 11.06.2012 16:04 von
- #147 11.06.2012 18:28 von
- #148 11.06.2012 18:46 von
Aufpassen!
Memorandum der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung:
Als (...) Psychoanalytiker erfahren wir in unserer täglichen Praxis die Tiefenwirkungen und Langzeitfolgen von kindlichen Entwicklungsbedingungen. In den ersten drei Lebensjahren wird die Grundlage für die seelische Gesundheit eines Menschen gelegt. In dieser sensiblen Entwicklungszeit bedeuten regelmäßige ganztägige Trennungen von den Eltern eine besondere psychische Belastung für die Kinder.
Die Quellen ermöglichen keinen Schluss auf erhöhte Stressvulnerabilität durch Krippenbetreuung, weil:
By the second year of life, most infants appear to be able to tolerate a few minutes of separation without producing increases in cortisol. However, this does not mean that they can do so during longer separations. Indeed, Ahnert et al. (2004) noted elevations in cortisol for both securely and insecurely attached toddlers following entry into child care. As reviewed by Vermeer and van IJzendoorn (2006), there are now a number of reports that, on average, cortisol levels rise over the day at child care for children under four years of age.
Der Umstand, dass - im Gegensatz zu anderen Primaten - bis jetzt noch (so far) keine (biomedizinischen) Nachweise (there is no evidence) erbracht wurden, dass Krippenbetreuung die Gehirnentwicklung des Menschen durch die schädigende Wirkung von Stresshormonen beeinflußt, liegt daran, dass Untersuchungen am Menschen aus ethischen Gründen erschwert sind - steht so auch in der Studie.
Das sind nicht die Kernfaktoren für die Hirnentwicklung sondern die Gebiete, die noch weitgehend unerforscht sind und näherer Beleuchtung bedürfen. - #149 12.06.2012 00:30 von
bis bis heute nachmittag hatte ich nur das poem über
den zugehörigen, aktuellen text (*) schrieb danach, also nach dem bericht über die oecd.
Das ist ein Problem 12.06.2012
Der Siegeszug eines Wortes
in den letzten 3 Jahrzehnten
ist nicht zu übersehen:
"das Problem".... z. b. als
das ist jetzt ein Problem*,
da habe ich ein Problem, usw.
Deutsche Ureinwohner sind
oft nicht nur problembewußt,
sondern problemüberbewußt,
sensibilisiert durch Pädagogen,
Therapeuten und Politik*
Probleme sind Teil der täglichen
Lebenserwartung hierzulande.
"Das Problem" als Erbsünde
des deutschen Gegenwartsmenschen*
Unter dem Motto:
"Wenn ich kein Problem habe,
habe ich ein Problem!"
ist hier sogar ein paradoxes
Perpetuum mobile entstanden.
Eine, sich selbst befeuernde
Problemerfindungsmaschine*
Paßt super zur Beklagerei allerorten
zum ewigdeutschen Schuldkomplex*
und zur Zahlungs- und Duldungs-
bereitschaft für nahezu alles.
Hören wir weiter Poblemlösungs-
musik*, statt Salsa zu tanzen!
(bis hierhin ging mein gedicht... dann kam die aktuelle nachrichtenlage... )
*aktuelles Beispiel: das sog. Betreuungsgeld.
Also die so umbenannte Herdprämie.
Jetzt stellt die EU fest, das diese gegen
die Integration unserer Migranten geht.
Da viele Migrantinnen gerne zu Hause bleiben
und Kinder betreuen, wird somit nun offiziell
die Nichtintegration finanziell gefördert.
Na, wenn das nichts ist! Problem erkannt!
voller fehlschuß gesetzgebungsseits - meines erachtens.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

