Umstrittene Herdprämie: OECD kritisiert Betreuungsgeld scharf

dapdBisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838057,00.html
  1. #130

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Weil die Wirkung frühkindlichen Stresses auf den Hippokampus sich erst im Alter ab ca. 30 Jahren in entsprechenden Erkrankungen zeigt.
    Dieser Stress lässt sich aber bei Kindern, die älter als 1 jahr alt sind eben nicht mehr belegen.
  2. #131

    Wo leben Sie denn?

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Genau so ist das. Den Lobbyisten bei den Wirtschaftsverbänden geht jetzt schon die Düse, dass bald nicht mehr genug billiges Frischfleisch vor der Tür steht. Da kommen die vernervten Mütter grade recht, die man auch schön gängeln kann, weil sie ja angeblich das Geld für die Kinder zuhause brauchen.
    Was ich so höre, üben die jungen Fachkräfte statt Bewerbungsgespräch mittlerweile wie man sein künftiges Gehalt möglichst hoch pusht.
    Recht so.
    Schon mal darüber nachgedacht, dass viele Frauen arbeiten WOLLEN und auch sehr gut verdienen können?
  3. #132

    In Skandinavien ...

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Da hat mal jemand was verstanden. Erst schafft man einen Rechtsanspruch; dann erschrickt man, was das kostet.
    Und dann zahlt man dafür, dass die Leute das Recht nicht in Anspruch nehmen. Klappt in Skandinavien doch auch.
    So seltsam ist das gar nicht. Man zahlt Bauern Flächenstillegungsprämien, wenn sie Äcker nicht nutzen. Fischer bekommen Geld, wenn sie ihre Schiffe stillegen.
    Konkret: Jeder Kitaplatz für unter 3-jährige wird mit ca. 1000 Euro bezuschusst. Da könnte man auch 300 Euro Prämie zahlen und das würde sich immer noch rechnen. Der Wahnsinn hat also Methode.
    .... wird das Betreuungsgeld eher von Frauen aus unteren Schichten angenommen, die ehe keinen Job bekommen würden. 99% aller Frauen die eine Ausbildung haben, die es ihnen ermöglicht zu arbeiten, gehen dann auch arbeiten. Das hat etwas mit Unabhängigkeit zu tun ...
  4. #133

    ...

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Was heißt das, vor dem 2. Lebensjahr?
    1 Jahr und 1 Monat? Oder ist gemeint, ... nicht vor Vollendung des 2. Lebensjahres, also mindestens 24 Monate plus?
    Sie haben recht, es muss heißen "Keine Gruppenbetreuung für Kinder unter 2 Jahren" - also bis einschl. dem 24. Lebensmonat.
  5. #134

    Zustimmung - die Politikverdrossenheit hat einen Namen: Verlogenheit

    Zitat von indosolar Beitrag anzeigen
    .... Die ganzen Experten haben keine Ahnung von der Wirklichkeit. Das Betreuungsgeld soll mit aller Macht ausgehebelt werden. Hier kämpft die feministische Idee von der Befreiung der Frau gemeinsam mit der Idee des Staatssozialismus Seite an Seite einen Kampf, der letztendlich die Familienverantwortung weiter aushöhlt, die Staatsquote erhöht, das Herr der Billiglöhnerinnen am Arbeitsmarkt vergrößert, die Industrie subventioniert und am Ende wohl mehr Abhängige als Befreite hinterlassen wird.
    Die Episode rund um Kita/Betreuungsgeld ist mal wieder eine der soundsovielten Schaufensterdebatten.

    Die vom Dirigismus Beseelten Gesellschaftsverbesserer suchen sich stets neue Betätigungsfelder, bleiben aber selber schön verdeckt im Hinterrgrund.

    Trauen würden sie sich niemals, einfach mal mit Klartext an die Öffentlichkeit zu treten und den Deutschen klar zu erklären, was sie eigentlich so vorhaben.

    Was auch immer sie vorhaben, sie arbeiten seit Ewigkeiten im Hintergrund.

    Ergebnis:

    - Deutschland funktioniert trotzdem immer noch irgendwie

    - die Zahl problematischer Integration ist nicht gering

    - die Alterspyramide ist nicht besonders günstig

    - die Verunsicherung junger Eltern ist hoch

    - die Debatten werden mit einer Verlogenheit geführt, die ihresgleichen sucht

    SOWIE:

    - die Deutschen sollen sich um ein paar müde Euros streiten dass die Fetzen fliegen

    - während sie den Wohlstand nach Südeuropa verschenken, in 100 facher Dosis
  6. #135

    Das ist Unfug!

    Zitat von Bubi111 Beitrag anzeigen
    "Migrantenkinder gehören in den Kindergarten" - dieser Satz stimmt nur teilweise: - nur ab 3 Jahren, wenn der Erwerb der Muttersprache zuhause erfolgt ist und nur dann, wenn im Kindergarten im verhältnis genügend deutsch sprechende Kinder sind und die Betreuung wirklich ausreichend und qualifiziert ist - ansonsten entsteht ein Tohuwabohu der Sprache..... wie wir allüberall haben. Es sind nicht alle Kinder super sprachbegabt, die weniger intelligenten Kinder fallen hintenrunter!!!
    Es ist in bikulturellen Familien völlig normal und sogar wünschenswert, wenn die Kinder mit beiden Sprachen aufwachsen. Wenn sie zudem noch die Landessprache in der Day care/Krippe oder im Kindergarten und auf der Strasse lernen, dann ist das doch fein. Man darf allerdings kein Kaudawelsch zulassen und sauber jede Sprache trennen.

    P.S. Meine Tochter spricht die Landessprache flüssiger als die "Muttersprache" Deutsch. Da muss ich mich noch ein bisschen dahinter klemmen.
  7. #136

    Skandinavien als Vorbild

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bisher stritt Schwarz-Gelb vor allem intern, nun kommt auch aus dem Ausland Kritik am Betreuungsgeld: Laut einer Studie der OECD verleitet die sogenannte Herdprämie Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen. Dies gelte vor allem für Migrantinnen. Kanzlerin Merkel macht das Thema jetzt zur Chefsache.
    Hat die OECD schon Finnland für sein Betreuungsgeld scharf kritisiert. Das gibt es dort seit über 20 Jahren und die Herdprämie dort hat bislang Finnland nicht geschadet. Im Gegenteil - laut Pisa ist Finnland in Sachen Bildung geradezu ein Vorbild!
  8. #137

    Wir spinnen

    Man mag sich jetzt monatelang mit diesem Nischenthema befassen.

    Das ist schön für die Griechen und Spanier.

    Der Bundestag soll den ESM abnicken.

    Dafür könnten wir stattdessen Milliarden in Betreuung, Schulsanierung, Universitäten stecken und somit die Gesellschaft hierzulande entscheidend weiterbringen und den Wohlstand und Sicherheit zu sichern beitragen.

    DAS wären die Investitionen FÜR die Kinder von heute.

    Politik ist ein mieses verlogenes Geschäft und der Journalismus macht munter mit.
  9. #138

    Geld ist nicht da

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    ............ sondern an der Qualität der KiTas und der mangelnden Kompetenz der dort Beschäftigten. Also andere Baustelle...... herrscht hier ebenfalls akuter Handlungsbedarf, ..............Stattdessen sollte man hierfür einfach mal wirklich Geld in die hand nehmen und an der Betreuungssituation etwas verbessern.
    und Geld welches in die Hand genommen wird, zementiert letztendlich das vorhandene Dilemma, immer mehr soziale Hilfen landen in den Händen der Bürokratie. Dies ist beim H IV so, bitte mal den Gesamtetat betrachten und dann sehen, wieviel bei den Angestellten der Argen, den Weiterbildern, prof. Arbeitsvermittlern usw. landen und wieviel bei den Bedürftigen. Gleiches gilt für die Bildungs- und Integrations- und Familienpolitik. Wieviel landet bei denen die es brauchen und unmündig gemacht wurden und wieviel landet bei Bildungsberatern, Kursanbietern, Familienberatungen, Jugendämtern, Pflegeeinrichtungen usw. usw. Die Kapitalisierung der Familie ist im vollen Gange. Die Gesellschaft sollte langsam begreifen, ihr Problem ist die überboardenede Staatsquote und die bewußte Herausnahme des Einzelnen aus seiner Verantwortung, für die im Gegenzug jeder einzelne verdammt viel bezahlen werden muss, so steigt das zwar das Bruttosozialprodukt ständig, aber der einzelne behält immer weniger davon, es sei denn er ist direkt beim Staat oder einer seiner Unterorganisationen und deren Helfer beschäftigt. Jede Steigerung des Bruttosozialproduktes schafft zudem mehr Gelegenheiten der Umverteilung von oben nach unten, von diesem Zusammenhang Notiz nehmen die Wenigsten.
  10. #139

    Das ist wirklich Blödsinn ....

    Zitat von Bubi111 Beitrag anzeigen
    "Migrantenkinder gehören in den Kindergarten" - dieser Satz stimmt nur teilweise: - nur ab 3 Jahren, wenn der Erwerb der Muttersprache zuhause erfolgt ist und nur dann, wenn im Kindergarten im verhältnis genügend deutsch sprechende Kinder sind und die Betreuung wirklich ausreichend und qualifiziert ist - ansonsten entsteht ein Tohuwabohu der Sprache..... wie wir allüberall haben. Es sind nicht alle Kinder super sprachbegabt, die weniger intelligenten Kinder fallen hintenrunter!! - Dies ist "state of art" und allgemeiner Konsens der Fachleute!! - Diese allgemeine Gleichmacherei ist furchtbar - Sozialismus, bzw. Kommunismus pur!
    Natürlich gibt es Notfälle, gibt es zerrüttete Familienverhältnisse oder Einkindfamilien, wo die stundenweise Kita besser ist für das Kind. Eine gute Alternative ist aber auch die "Tagesmutter"!!! ...hug, ein Kinderarzt!
    Kinder können ohne Probleme mehrere Sprachen gleichzeitig lernen. Man muss die Sprachen nur konsequent trennen ...
    Z.B. Muttersprache, Vatersprache, Schulsprache